
Berlin Anthropocene Lab
Die Herausforderungen und Krisen des Anthropozäns wie Klimawandel, Artensterben, beschleunigte Technikentwicklung und die Verdichtung politischer Krisen verlangen von den Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaften ein disziplinübergreifendes, integratives Denken, das kreative Veränderung ermöglicht. Eine hierauf abgestimmte Anthropocene Literacy können Teilnehmende im Berlin Anthropocene Lab erwerben: Be-A-Lab wird über ein ortsbasiertes, transformatives Lernformat eine vertiefte Einsicht in die komplexen gesellschaftlichen und ethischen Implikationen von Wissenschaft und Technik und ihre historischen Dimensionen ermöglichen.Wir konzipieren, erproben und evaluieren im Rahmen des Projekts eine erfahrungsbasierte, partizipative Lehrveranstaltung, die wir im eigenen Studiengang sowie in den Modulplänen von mindestens 10 natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der TU Berlin verankern. Hierarchiearme Feedbackschleifen sichern die laufende Verbesserung der Inhalte und Didaktik und die Studierbarkeit des Moduls ab.Ein:e wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in und zwei Studentische Hilfskräfte entwickeln das Lab und bündeln die organisatorischen und kommunikativen Aufgaben zur Etablierung des Moduls; die beiden Hilfskräfte befördern die hierarchiearme Partizipation der Studierenden. Zwei Workshops dienen der Vernetzung, Weiterbildung, dem Transfer und der Ergebnissicherung. Eine digitale Abschlussdokumentation erleichtert die Verstetigung des Labs.
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Immersive Bauwelten
Physische und digitale Modelle sind ein essentieller Bestandteil in der Lehre der Architektur und des Bauingenieurwesens, werden jedoch zumeist allein durch die Lehrenden vorgeführt und erläutert. Digitale Modelle erlauben es, Bauwerke oder Teilsysteme als dreidimensionales, umfängliches Modell zu erleben und diese in die Lehre zu integrieren. Dies ermöglicht eine viel aktivere Auseinandersetzung mit den jeweiligen Lehrinhalten, welche gemeinsam besprochen und erlebt werden können im Sinne einer gemeinsamen digitalen Exkursion. Digitale Modelle haben zudem den Vorteil, dass das Bauwerk wieder in seine Bestandteile aufgliedert, die Konstruktion der bereits gebauten Umwelten sichtbar gemacht (Röntgenblick), Details isoliert dargestellt, Bauzustände eingebunden oder die ursprüngliche Entstehung nachvollzogen werden kann. Das Applizieren zusätzlicher Informationen auf bestehende Bauwerke lässt immersive Welten entstehen, die abstrakte Ingenieurmodelle, numerische Simulationen oder räumlich verhafteten Bauwerkskontext erscheinen lassen. Dabei wird im Projekt Immersive Bauwelten VR, AR als auch MR Technik verwendet, um den virtuellen Raum noch eindrücklicher mit der Realität zu verblenden. Eine freie Zugänglichkeit der Modelle und der aufbereiteten digitalen Lernräume erlauben unterschiedliche Lehrkonzepte, eine Nutzung auch an anderen Hochschulen und ein von Ort und Zeit unabhängiges asynchrones, selbstbestimmtes Lehren und Lernen.
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Teach LifeSaving
Die Umgebung des Lehrprojekts Teach ImPuls lädt Studierende ein, kreativ zu werden und sich als Lehrende auszuprobieren. Hierdurch entstand das Projekt Teach LifeSaving, Leben. Retten. Lehren. Dozent*innen und Studierende haben es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensretter*innen auszubilden. Das Angebot reicht von kurzen Reanimationsübungen auf dem Campus über 90-minütige Reanimationstrainings bis zur Qualifizierung zum Train the Trainer. Durch eine Förderung der Björn-Steiger-Stiftung konnten Reanimationstorsos im Klassensatz angeschafft werden, die Studierende und Lehrende in der Didaktischen Werkstatt Gesundheit ausleihen können. Zudem förderte die Hans-Paul-Gessner-Stiftung die Anschaffung von Ganzkörper- und Säuglingspuppen mit verschiedenen körperlichen Merkmalen, mit denen sich authentischer Echtsituationen simulieren lassen und auch Kinderreanimationstrainings ermöglichen.
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