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Digitales Praxismodul - Internationalisierung@Home

Im Rahmen des Moduls „International Research Network & English C1“ im Internationalern Studiengang Technische und Angewandte Biologie (B. Sc.; ISTAB) an der Hochschule Bremen bringen wir internationale Wissenschaftler:innen online in den Englischunterricht. So kombinieren wir Englischlernen mit Internationalisierung@Home und fördern praxisnahe, interkulturelle Kommunikation. Dies bereitet Studierende gezielt auf ihr späteres Auslandspraxissemester vor.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Internationalisierung@Home
Englischkompetenz
Wissenschaftskommunikation
Tandem-Lehre
Digitales Netzwerken
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Tutor:innen/stud. Mentor:innen
Professor:innen
Lehrbeauftragte
Hochschul-, Fachbereichs-/Fakultätsleitung
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Technisch-räumliche Infrastruktur
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Lehrkonzepte/-formate entwickeln
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Curricula/Studienprogramme entwickeln
Supportangebote
Angebote für Austausch und Kollaboration entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Die Studierenden im ISTAB-Studiengang müssen ein Pflicht-Auslandspraxissemester absolvieren und stehen dabei vor der Herausforderung, internationale wissenschaftliche Netzwerke aufzubauen und fachlich sowie sprachlich auf den Austausch mit internationalen Wissenschaftler:innen bzw. Praxispartner:innen vorbereitet zu sein. Die Maßnahme adressiert den Bedarf, authentische, praxisnahe Kontakte für das Aus-landspraxissemester sowie relevante Kommunikationskompetenzen frühzeitig zu fördern.

Herangehensweise

Um die genannten Herausforderungen zu adressieren, wurde im Modul zum Englischunterricht ein biologisch-englisches Lehr-Tandem etabliert, das internationale Wissenschaftler:innen bzw. Praxispartner:innen digital in den Unterricht einbindet. Durch hybride Gastvorträge wird der traditionelle Englischunterricht durch praxisnahe, interaktive Begegnungen ergänzt. Studierende breiten sich im Vorfeld intensiv inhaltlich und sprachlich vor, erstellen in Kleingruppen Recherchen zu den Forschungsthemen und üben authentische wissenschaftliche Kommunikation. Die digitalen Kontakte ermöglichen es den Studierenden, reale internationale Netzwerke aufzubauen und Einblicke in verschiedene Forschungsgebiete zu erhalten. Zugleich werden individuelle Reflexionen und kontinuierliches Feedback genutzt, um die Maßnahmen konti-nuierlich weiterzuentwickeln und optimal auf die Bedürfnisse der Studierenden abzustimmen.

Zusammenhang

Die Maßnahme wurde im Rahmen des Moduls „International Research Network & English C1“ für Studierende des internationalen Studiengangs Technische und Angewandte Biologie (ISTAB) an der Hochschule Bremen als regulärer Bestandteil der Lehrveranstaltung umgesetzt und anschließend als curriculare Innovation in das Studienprogramm integriert.

Voraussetzung

Für die erfolgreiche Durchführung waren mehrere Voraussetzungen entscheidend: Notwendig war die enge Zusammenarbeit im Lehr-Tandem zwischen Fach- und Sprachlehrenden, um eine passgenaue thematische und sprachliche Vorbereitung zu gewährleisten. Technische Ausstattung und stabile digitale Infrastruktur für hybride Veranstaltungen mussten bereitstehen. Ebenso wichtig war die Unterstützung seitens der Hochschule zur curriculären Integration sowie die Bereitschaft internationaler Wissenschaftler:innen sich für Gastvorträge online zur Verfügung zu stellen. Die Motivation der Studierenden und ihre Bereitschaft, schriftliche und mündliche Beiträge auf Englisch zu leisten, trugen erheblich zum Erfolg bei. Als Basis dienten zudem flexible didaktische Konzepte, eine offene Kommunikationskultur sowie die Nutzung virtueller Lernplattformen zum Austausch und zur Bereitstellung von Materialien.

Eignung

Nachnutzende können die Eignung der Maßnahme durch verschiedene Indikatoren erkennen: Die positive Evaluation der Studierenden hebt die praxisnahe Vorbereitung auf internationale wissenschaftliche Kommunikation sowie die Relevanz der realen Kontaktsituation mit internationalen Forschenden hervor. Das kontinuierliche, schriftliche und mündliche Feedback im Rahmen von Reflexionsaufgaben dokumentiert Lernfortschritte und persönliche Entwicklung. Die Einbindung internationaler Gastredner:innen führte wiederholt zu nachhaltigen Kooperationen und Netzwerkbildung. Darüber hinaus wurde die Maßnahme im Curriculum fest verankert und von der Studiengangsleitung sowie im Rahmen der Reakkreditierung als essenzieller Bestandteil der Internationalisierungsstrategie bestätigt. Die breite Akzeptanz bei Lehrenden und Studierenden sowie die gelungene Kommunikation des Konzepts in andere Fachbereiche belegen die Wirksamkeit zusätzlich.

Schritte

  1. Bedarfsanalyse und Zieldefinition: Analysieren Sie die curriculare Situation und den Bedarf an Internationalisierung und kommunikativen Kompetenzen

  2. Lehr-Tandem bilden und Kooperationen initiieren: Stellen Sie ein Team aus Fach- und Sprachlehrenden zusammen. Kontaktieren Sie potenzielle internat

  3. Themen und Partner auswählen: Ermitteln Sie in enger Abstimmung mit den Studierenden interessante Länder, Forschungsbereiche und Themengebiete. Ide

  4. Technische und organisatorische Voraussetzungen schaffen: Stellen Sie eine stabile digitale Infrastruktur (Konferenztools, Online-Plattformen) und

  5. Didaktische Konzeption und Materialentwicklung: Bereiten Sie gemeinsam passende Lehr- und Lernmaterialien vor, die auf authentischen, aktuellen Que

  6. Durchführung der hybriden bzw. digitalen Gastvorträge: Laden Sie die ausgewählten Gastredner:innen ein und moderieren Sie deren Einbindung in die

  7. Reflexion und Feedback: Lassen Sie die Studierenden ihre Eindrücke schriftlich reflektieren (z.B. Journalaufgaben) und geben Sie individuelles Feed

  8. Curriculare Verankerung und internes Netzwerk: Integrieren Sie die Maßnahme dauerhaft in das Curriculum, ggf. erst als Pilot, dann als festen Best

  9. Evaluation und Transfer: Führen Sie regelmäßige Evaluationen durch (z.B. Befragungen, Portfolios, Lehrendenfeedback). Teilen Sie Best-Practice-Erf

Hinweise

Effekte

Erwartet wurde eine verbesserte Vorbereitung der Studierenden auf ihr Auslandspraxissemester durch authentische wissenschaftliche Kommunikation und Netzwerkbildung. Unerwartet positiv war der hohe Grad an Motivation und Eigeninitiative der Studierenden, die sich aktiv in die Themen und Kontakte einbrachten. Ebenfalls überraschend war die nachhaltige Bereitschaft internationaler Gastredner:innen, das Format wiederholt zu unterstützen, sowie die schnelle curriculare Verankerung des Moduls und das große Interesse an einem Transfer in andere Studiengänge. Die Maßnahme förderte zudem interdisziplinären Austausch unter den Lehrenden.

Learnings

Zu den größten Learnings gehört, dass authentische, praxisnahe Begegnungen mit internationalen Wissenschaftler:innen bzw. Praxispartner:innen die Motivation und Lernbereitschaft der Studierenden deutlich steigern. Die enge Zusammenarbeit im Lehr-Tandem erwies sich als zentral für eine erfolgreiche thematische und sprachliche Vorbereitung. Ebenso wurde klar, dass flexible didaktische Konzepte und Offenheit gegenüber technischen sowie inhaltlichen Herausforderungen wichtige Erfolgsfaktoren sind. Besonders wirkungsvoll ist zudem die gezielte Reflexion der Erfahrungen, um das Angebot kontinuierlich an die Be-dürfnisse der Studierenden anzupassen.

Empfehlung

Basierend auf den bisherigen Erfahrungen würden wir grundsätzlich an der gewählten Maßnahme festhalten, da sich die Kombination aus fachlichem und sprachlichem Lehr-Tandem sowie digitalen Gastvorträgen als sehr wirkungsvoll bewährt hat. Alternativ könnte bei begrenzten Ressourcen zunächst mit lokalen oder nationalen Fachkräften gestartet werden, um erste Erfahrungen mit externen Beiträgen zu sammeln und die Umsetzung schrittweise zu internationalisieren. Außerdem könnten asynchrone Formate, wie vorab aufgezeichnete Interviews oder digitale Foren, ergänzend genutzt werden, um flexiblere Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. Insgesamt empfiehlt es sich, die Maßnahme möglichst praxisnah, interaktiv und entlang der Interessen der Studierenden zu gestalten.

Tipps

Fragen Sie die Interessen Ihrer Studierenden frühzeitig ab, um relevante Themen und passende Gastredner:innen auszuwählen. Planen Sie ausreichend Zeit für die Kontaktaufnahme und Vorbereitung der externen Expert:innen ein. Achten Sie auf eine verlässliche digitale Infrastruktur und klare Rollen im Lehr-Tandem. Nutzen Sie authentische Materialien und fördern Sie aktive, interaktive Teilnahme in der Veranstaltung. Schaffen Sie Raum für Reflexion und Feedback und bleiben Sie flexibel, um spontan auf Herausforderungen oder neue Chancen reagieren zu können.

Sonstiges

Der persönliche Austausch mit internationalen Gastredner:innen stärkt nicht nur die fachlichen und sprachlichen Kompetenzen der Studierenden, sondern auch ihr Selbstvertrauen und fördert die Offenheit der Studierenden für globale Zusammenarbeit. Die Maßnahme schafft eine inspirierende Lernatmosphäre und kann als Modell für innovative, praxisnahe Internationalisierung an Hochschulen dienen.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Interaktives Team-Teaching im Fach- und Sprachlehr-Tandem, projektbasiertes Lernen, gezielte Vorbereitung in Kleingruppen, aktive Einbindung externer Expert:innen, reflexive Aufgaben (Journals), kontinuierliches individuelles Feedback.
Formate
Hybride Gastvorträge, Online-Diskussionen, Gruppenarbeit (z.B. Wikis), Portfolio- und Journalarbeiten, asynchrone Materialrecherche, Feedbackgespräche, Lernmanagement-system (Moodle oder ILIAS)-basierte Lernumgebungen zur Vor- und Nachbereitung.
Technische Tools
Videokonferenzplattformen (z.B. Zoom), Lernmanagementsystem (Moodle oder ILIAS), digitale Wikis zur gemeinsamen Recherche, gutes Soundsystem für Gastvorträge, Mikro-fone/Wurfball für Studierendenfragen, Präsentation über Beamer im Hörsaal.

Nicht Empfohlen

Methoden
Es gab bei dieser Maßnahme keine Methoden, die sich als ungeeignet erwiesen haben. Wichtig ist jedoch, auf frontalen, rein rezeptiven Unterricht zu verzichten, da dieser die Interaktion und Eigeninitiative der Studierenden hemmt.
Formate
Reine Frontalvorträge ohne Interaktionsmöglichkeit sowie Formate ohne Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit oder zum direkten Austausch mit externen Expert:innen sind für dieses Konzept nicht empfehlenswert.
Technische Tools
Bei unzureichendem Soundsystem oder fehlenden Mikrofonen ist die Verständigung er-schwert – dies sollte nachgerüstet werden. Ansonsten haben sich die verwendeten Tools bewährt; ein gut ausgestatteter, belüftbarer Seminarraum ist zusätzlich empfehlenswert.

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