
Pedagotchi: App-basiertes Blended Learning für Training klinischer Entscheidungsfindung in der Allgemeinpädiatrie
Kompetenzen für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen werden universitär regelhaft anhand komplexer Patient:innen vermittelt. Wege von ersten Beschwerden zur Diagnose und Therapie sind vielfältig und erfordern frühzeitiges Training. Ein Training klinischer Entscheidungsfindung für (allgemein-) pädiatrische Krankheitsbilder und Prävention findet selten statt. Ziel des Projektes Pedagotchi 3.0 ist die Einführung einer pädiatrischen Lern-App, mit der Lernende überall fallbasiert die klinische Entscheidungsfindung trainieren und ihr Wissen erweitern können. Eine Fallbibliothek fordert mit Patient:innen aus der Allgemeinpädiatrie und eingeflochtenen seltenen Erkrankungen (Awareness) heraus. Das als Wahlfach erfolgreich pilotierte Konzept wird sowohl inhaltlich (Fokus Allgemeinpädiatrie) als auch methodisch auf größere Zielgruppen skaliert. Hierdurch wird der distanzunabhängige, individualisierte Kompetenzerwerb für die ganzheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen ebenso erleichtert wie eine interdisziplinär übertragbare professionelle Identitätsbildung durch Kenntnisse der ambulanten und stationären Patient:innenversorgung.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Lass mal Bildung gemeinsam machen
Das Projekt ist im Bereich der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung angesiedelt und richtet sich an Studierende des BA-Studiengangs Bildungswissenschaft. Angesichts aktueller weltpolitischer Entwicklungen und dem Zuwachs autoritärer, anti-demokratischer Bewegungen ist es elementar, zukünftigen Pädagog:innen demokratische, d.h. auf Partizipation und Handlungsfähigkeit ausgelegte Lernräume zu ermöglichen, in denen sie sich als selbstwirksam und als an demokratischen Prozessen beteiligt erfahren können. Ziel ist es, durch einen partizipativ angelegten Lernprozess die Entwicklung einer demokratisch-pädagogischen Haltung zu eröffnen. In der geplanten Lehrveranstaltung setzen sich die Studierenden mit den gesellschaftlichen Bedingungen ihres Lebens und Lernens auseinander und formulieren Entwicklungs- und Veränderungsbedarf. Der eröffnete Freiraum erlaubt ein Denken über bestehende Verhältnisse hinaus und gibt Raum für Reflexion und Veränderung. In Mikroprojekten münden die entfalteten Ideen schließlich in einer konkreten Gestaltung von Lernräumen innerhalb oder außerhalb der Hochschule. Eine öffentliche Vernissage präsentiert die Mikroprojekte der Hochschul- und Stadtöffentlichkeit und ermöglicht einen gemeinsamen Verständigungs- und Diskussionsprozess zu Perspektiven von Leben und Lernen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind schließlich Grundlage für die Entwicklung eines neuen Moduls Demokratie und pädagogische Haltung im BA Studiengang Bildungswissenschaft.
Projekt anzeigen
Tio – interaktiver Chatbot zur Prüfungsgestaltung
Im Arbeitspaket „Digitale Prüfungssysteme“ bestand die Herausforderung darin, dass die Strukturen, Strategien und Prozesse der neun Verbundhochschulen stark voneinander abwichen. Deutlich zeigte sich dies bei den Prüfungsformen, unterschiedlichen Bezeichnungen und Begrifflichkeiten sowie unterschiedlichen digitalen Prüfungssystemen. Diese Heterogenität erschwerte es, einheitliche und klar strukturierte Anwendungsfälle (Use Cases) für Lehrende zu definieren und übersichtlich aufzubereiten. Nach einem intensiven Austausch über geeignete Umsetzungsmöglichkeiten wurde entschieden, sämtliche Anwendungsfälle in einem regelbasierten Chatbot abzubilden und über die Projektwebseite bereitzustellen. Tio unterstützt Lehrende dabei, das passende Prüfungsformat auszuwählen und erleichtert gleichzeitig den Zugang zu Good Practices. Dadurch erhalten auch Supportmitarbeitende und weitere Interessierte einen transparenten Einblick in die unterschiedlichen Prüfungsoptionen der bayerischen Hochschulen.
Maßnahme anzeigen