
Stammtisch KI in der Lehre
Der Stammtisch KI in der Lehre versammelt Lehrende der HTW Berlin, die sich für Künstliche Intelligenz in der Hochschullehre interessieren. In lockerer Atmosphäre werden Erfahrungen, Fragen und Praxisbeispiele zu KI-Anwendungen in der Lehre ausgetauscht. Ziel ist es, Wissen zu teilen, Trends zu diskutieren und den kritischen Umgang mit KI zu fördern.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Der rasante technologische Wandel im Bereich KI verlangt von Lehrenden, schnell praktikable Lösungen zu finden, da KI die Hochschullehre stark beeinflusst. Deshalb besteht ein großer Bedarf nach Austausch unter Lehrenden. Insbesondere zu sensiblen Themen wie Prüfungen, um gemeinsam Chancen, Risiken und konkrete Anwendungen von KI in der Lehre zu diskutieren und reflektieren. Dafür musste ein nied-rigschwelliges Format gefunden werden.
Herangehensweise
Wir haben einen offenen, monatlich stattfindenden Online-Stammtisch ins Leben gerufen, bei dem Lehren-de der HTW Berlin unkompliziert und regelmäßig zum Thema KI in der Lehre in Austausch treten können. Die Agenda wird partizipativ gestaltet, sodass Teilnehmende ihre Fragen, Erfahrungen und Praxisbeispiele aktiv einbringen. Ergänzend bieten wir Impulsvorträge zu aktuellen Themen und Forschungsergebnissen an, um anregende Diskussionen zu fördern. Für die Dokumentation und Zusammenarbeit nutzen wir ein interaktives Whiteboard, das allen Teilnehmenden ermöglicht, Inhalte sichtbar zu machen und gemeinsam zu bearbeiten. Der Stammtisch stärkt die Vernetzung, den kollegialen Austausch und das gemeinsame Lernen in diesem sich schnell entwickelnden Technologiefeld.
Zusammenhang
Die Maßnahme „Stammtisch KI in der Lehre“ wird seit Februar 2024 an der HTW Berlin durchgeführt. Als monatliches, offenes Online-Format richtet sie sich an Professor*innen, Wissenschaftliche Mitarbei-ter*innen und Lehrbeauftragte aller Fachbereiche. Der Stammtisch bietet eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen, Diskussion aktueller Fragestellungen und die gemeinsame Entwicklung von Ideen im Kontext des Einsatzes von KI in der Hochschullehre.
Voraussetzung
Die Durchführung des Stammtischs basierte auf einem hohen Bedarf an Austausch und Vernetzung unter Lehrenden, da KI als neue Technologie erhebliche Auswirkungen auf die Lehre hat. Bereits bestehende Initiativen und engagierte Personen an der HTW sowie das Lehrenden-Service-Center als koordinierende Stelle bildeten eine wichtige Grundlage. Die thematischen Schwerpunkte ergeben sich aus der Expertise der Teilnehmenden und ihren Fragestellungen. Lehrende brachten Best-Practice-Beispiele ein und gestalteten Impulsvorträge mit. Entscheidend waren die Regelmäßigkeit und Offenheit des Formats, die flexible Anpassung der Inhalte sowie die technische Infrastruktur: Zoom für Videokonferenzen, Moodle als Aus-tauschplattform und ein interaktives Whiteboard zur Kollaboration.
Eignung
Die Eignung der Maßnahme zeigt sich in der regelmäßigen Durchführung des Stammtischs seit Februar 2024 sowie im kontinuierlichen Feedback der Teilnehmenden, das sowohl mündlich während der Treffen als auch durch gezielte Feedback-Abfragen eingeholt wird. Die hohe Zahl wiederkehrender Teilnehmender unterstreicht das nachhaltige Interesse und den Nutzen des Austauschs. Zudem bietet der Stammtisch eine Plattform, die bei Interesse der Hochschulleitung als Basis für die Erarbeitung von Guidelines zur besseren Verankerung von KI in der Lehre dienen könnte. Der Stammtisch leistet außerdem einen Beitrag zur Vernetzung und Sichtbarkeit von KI-Initiativen an der HTW, etwa im Rahmen der geplanten KI-Konferenz im Dezember 2025. Diese Kombination aus Praxisnähe, partizipativer Entwicklung und kontinuierlicher Eva-luation macht die Maßnahme besonders geeignet für den Einsatz an anderen Hochschulen und Fachbereichen.
Schritte
Um den Stammtisch „KI in der Lehre“ erfolgreich zu adaptieren, empfiehlt es sich zunächst, auszuloten, welcher Bedarf an Austauschmöglichkeiten unter Lehrenden zum Thema KI besteht. Der rasante technolo-gische Wandel und die weitreichenden Auswirkungen von KI auf die Hochschullehre machten einen konti-nuierlichen Dialog an der HTW Berlin dringend erforderlich.
Eine offene und flexible Gestaltung des Formats ermöglicht es, auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe einzugehen. Regelmäßige Treffen mit festen Terminen schaffen eine verlässliche Struktur. Teilnehmende wurde aktiv gebeten, die Agenda mitzugestalten und eigene Beiträge, wie Praxisbeispiele oder kurze Im-pulsvorträge, einzubringen.
Die thematischen Bedarfe der Lehrenden können dann in eine Quartalsplanung überführt werden, sodass die Sitzungen des Stammtisches vorbereitet werden können.
Impulsvorträge können beispielsweise Einblicke in konkrete Anwendungen von KI in der Lehre geben, wie den Einsatz von Machine Learning zur Studienerfolgsprognose, kreative Nutzung von generativer KI in De-signstudiengängen oder kritische Reflexionen zu ChatGPT und Prüfungsformaten. Solche Inputs regen die Diskussion an und bringen neues Wissen in die Runde.
Die Unterstützung durch zentrale Koordinationsstellen, wie das Lehrenden-Service-Center, ist entschei-dend, um organisatorische Aufgaben zu übernehmen und die Sichtbarkeit des Stammtischs an der Hoch-schule zu erhöhen. Die Dokumentation von Ergebnissen und regelmäßiges Einholen von Feedback helfen, Inhalte und Format kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zudem kann der Stammtisch eine Brücke zu hoch-schulweiten Initiativen und Veranstaltungen schlagen, etwa durch Beiträge bei Konferenzen oder Work-shops, und so die Verankerung des Themas KI in der Lehre stärken. Auch wenn bisher keine verbindlichen Leitlinien erarbeitet wurden, kann der Stammtisch als Plattform für deren Entwicklung dienen.
Nicht zuletzt ist die Bereitstellung einer geeigneten technischen Infrastruktur essentiell. Videokonferenzsys-teme (z. B. BigBlueButton, Zoom), ein Moodle-Kurs als zentrale Informations- und Kommunikationsplatt-form sowie interaktive Whiteboards zur kollaborativen Dokumentation und Diskussion bilden das techni-sche Fundament für den erfolgreichen Ablauf und die Teilnahme am Stammtisch.
Hinweise
Effekte
Erwarteter Effekt: Erhöhung des Austauschs unter Lehrenden zum Umgang mit KI in der Lehre.
Erwarteter Effekt: Steigerung der Awareness für Chancen und Risiken von KI im Hochschulkontext.
Erwarteter Effekt: Vernetzung verschiedener Fachbereiche und Initiativen, die vorher wenig Kontakt hatten.
Unerwarteter Effekt: Es braucht kontinuierlich eine Person, die den Stammtisch betreut, vollständig selbstorganisiert funktioniert er nicht.
Learnings
Der Stammtisch hat gezeigt, wie wichtig ein regelmäßiger und offener Austausch unter Lehrenden ist, um mit der rasanten Entwicklung von KI-Technologien Schritt zu halten. Praxisnahe Impulse sowie die Möglich-keit, eigene Erfahrungen einzubringen, steigern die Motivation und fördern die Verbindlichkeit. Die Vielfalt der Fachbereiche ermöglicht eine breite Perspektive auf die Chancen und Herausforderungen von KI in der Lehre. Gleichzeitig wurde deutlich, dass trotz hoher Motivation bisher noch wenig Wissen über konkret verfügbare Tools und deren Einsatzmöglichkeiten an der HTW vorhanden ist. Die Teilnehmendenschaft eines Online-Stammtischs kann stark schwanken, ebenso gilt es, unterschiedliche Wissensstände zum Thema KI zu berücksichtigen. Insgesamt trägt der Stammtisch dazu bei, KI in der Lehre nachhaltig zu ver-ankern und Potenziale für Weiterentwicklungen zu identifizieren.
Empfehlung
Rückblickend wäre es sinnvoll gewesen, Teilnehmende schon früher gezielt um ihre Praxisbeispiele zu bit-ten, um den Austausch zu beleben. Zudem hätte eine engere Anbindung an strategische Prozesse der Hochschule den Stellenwert des Stammtischs erhöhen können. Wichtig ist außerdem, Zeitpunkte für Treffen so zu wählen, dass sie für Personen mit Care-Aufgaben gut vereinbar sind. Eine direkte Ansprache potenzieller Teilnehmender hätte die Beteiligung weiter steigern können. Schließlich wäre es hilfreich ge-wesen, den Online-Stammtisch gelegentlich durch Präsenztreffen zu ergänzen, um den persönlichen Austausch zu fördern.
Methoden
Empfohlen
Nicht Empfohlen
Das könnte Sie auch interessieren

Errichtung eines Problem-basierten-Lern-Labors für innovative Ingenieursausbildung in der Elektrotechnik
Die Umgestaltung des Energietechniklabors nach dem Problem-Based-Learning (PBL) Konzept wird den Erwerb sowie die Vertiefung von Wissen und Arbeitsweisen für die Lösung komplexer Probleme mit vielen Einflussfaktoren ermöglichen. Diese sind im Ingenieurbereich häufig anzutreffen und für die aktuellen großen Herausforderungen unserer Gesellschaft nötig sind. Die Studierenden sollen hier nicht lediglich ein vorgegebenes Versuchsprogramm nach fester Anleitung abarbeiten, sondern mit einem komplexen praxisnahen Problem konfrontiert werden und selbst geeignete Konzepte entwerfen müssen. Diese sollen zu eigenen Teilversuchen führen, um das Gesamtproblem zu lösen. Für die Lösung der einzelnen Teile sollen Videos, schriftliche Unterlagen und/oder Simulationsmodelle zur Verfügung gestellt werden. In dem Projekt sollen alle benötigten Materialen (Dokumente, Videos, technisches Equipment usw.) konzipiert und realisiert werden. Die Problemstellungen sollen dabei komplexe Herausforderungen (regenerative Energieerzeugung, Transportkonzepte, etc.) behandeln und als Werkzeuge alle klassischen und neueren Techniken und Kompetenzen der Energietechnik nutzen (Maschinen, Transformatoren, Leistungselektronik, Photovoltaik, E-Mobilität, etc.). Für die Neukonzeption des Energietechniklabors sollen Studierende mit Ihren Erfahrungen und Erwartungen miteinbezogen werden. Im Rahmen des Projekts soll die Konzeptentwicklung und -evaluation erfolgen und erste Erkenntnisse publiziert werden.
Projekt anzeigen
Vernetzung mit Akteuren der Lehrkräftebildung
Das Zentrum Lehrkräftebildung hat während der Förderphasen und darüber hinaus in der Vernetzung von DigiTeLL-Teilprojekten mit universitären und außeruniversitären Stakeholdern gearbeitet. Durch die fachliche Ausrichtung des Zentrums Lehrkräftebildung hat sich so ein engerer Kontakt mit der Goethe Lehrkräfteakademie, der Hessischen Lehrkräfteakademie und Kontakten in der dritten Phase des Lehrberufs ergeben. Die Vernetzung erfolgte zwecks Transfers der Projektergebnisse und auch deren Weiterentwicklung (durch zusätzliche Anregungen von Dritten).
Maßnahme anzeigen
Sprachlernberatung im schulischen Kontext. Förderung der Kompetenzen im Lehramt
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen