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Kompetenz-Campus für studierendenzentrierte Lehre
Die Anforderungen an Hochschulabsolventen haben sich durch Globalisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit stark verändert. Unternehmen priorisieren heute Kompetenzen wie eigenständiges Arbeiten, Engagement, Teamfähigkeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit über reine Fachkenntnisse. Allerdings fehlen vielen Absolventen diese sogenannten Future Skills. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof (HaW Hof) hat 2017 einen Kompetenzkatalog entwickelt, der diese Anforderungen aufgreift, darunter Methoden-, Selbst-, Sozial- und interkulturelle Kompetenzen. Trotz gestiegenem Bewusstsein spiegeln sich diese Kompetenzen noch nicht ausreichend in der Lehre wider. Gründe dafür sind u.a. spezialisierte Studiengänge, starre Hochschulstrukturen, eine hohe Lehrverpflichtung der Dozierenden und mangelnde didaktische Ressourcen. Zudem fehlen angepasste studierendenzentrierte Lehrmethoden. Das Projekt zielt darauf ab, einen Wandel in der Lehrkultur der HaW Hof zu bewirken. Durch strukturelle Änderungen, Realisierung innovativer Lehrformate und Förderung einer studierendenzentrierten Lehre sollen die Future Skills besser vermittelt werden. Ziele sind u.a. die Umstellung von 25 % der Lehrveranstaltungen auf studierendenzentrierte Formate, didaktisches Onboarding, Schulung des Lehrpersonals und die Motivation der Studierenden zu erhöhen. Dies erfordert einen Kulturwandel mit Fokus auf Transparenz, Vertrauen und einer positiven Fehlerkultur.
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Die App StudiSQ als Lehr- und Lernwerkzeug
Gamification-Strategien können die Lernmotivation nachhaltig steigern. Um diesen positiven Effekt zu nutzen und unter Beachtung datenschutzrelevanter Aspekte in den Hochschulalltag zu integrieren, ist im Rahmen des sachsenweiten Verbundprojektes „Digitalisierung der Hochschulbildung in Sachsen (D2C2)“ die App StudiSQ entstanden, die diesen Ansatz nutzt, indem die App Lehrinhalte als Quiz vermittelt und Gamification-Elemente wie Ranglisten und Abzeichen zur Förderung der Motivation einsetzt. Entwickelt wurde die App durch Studierende im Rahmen des Masterstudiengangs „Medieninformatik und Interaktives Entertainment“ an der Hochschule Mittweida in Zusammenarbeit mit Lehrenden. Im Unterschied zu vergleichbaren auf dem Markt existierenden Apps können die Lehrenden und Studierenden beim Einsatz von StudiSQ sicher gehen, dass keine Daten aus dem Hochschulkontext nach außen gelangen.
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Der Einsatz virtueller Verzweigungssimulationen zur Vermittlung beruflicher Kompetenzen in der Berufsbildung von Gesundheitsfachpersonen - Ein Scoping Review
Virtuelle Verzweigungssimulationen als interaktive Lehr-Lern-Methode in den Gesundheitsberufen verknüpfen realitätsnahe Fallszenarien mit Entscheidungspunkten und wissenschaftlich fundierten Rückmeldungen. Verzweigungssimulationen bieten damit die Möglichkeit, die Bewältigung beruflicher Situationen in einer virtuellen Lernumgebung zu trainieren. Dieses Review sichtet die Ergebnisse empirischer Studien, die die Wirkung virtueller Verzweigungssimulationen auf den Kompetenzerwerb untersucht haben. Die Ergebnisse einer überschaubaren Anzahl an Studien mit sehr heterogener Qualität zeigen einen positiven Einfluss auf die Zufriedenheit der Lernenden und einen Zuwachs der Kompetenz, jedoch keinen im Vergleich zu etablierten Lehr- und Lernformen höheren Kompetenzzuwachs. Diskutiert werden Implikationen für die Arbeit mit virtuellen Verzweigungssimulationen und die weitere Forschung.
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