
Co³Learn - Innovative digitale Kooperation für das Lehren und Lernen
Das Projekt Co³Learn (Communication, Cooperation, Collaboration) der TU Braunschweig, Universität Hannover und Universität Göttingen entwickelt Lösungen zur Förderung der Kooperation der Studierenden in digitalen Lehr-Lernsettings. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von Lernerfahrungen, die die Potentiale heterogener Studierendengruppen nutzbar machen, indem sie die Bildung kooperativer Lerngruppen, die Qualität der Zusammenarbeit und das soziale Erleben im digitalen Raum fördern. Kooperation wird auf drei Ebenen mit steigendem Anspruch an soziale Interaktion und Technologie definiert: (1) Den gegenseitigen Austausch, (2) die arbeitsteilige Kooperation und (3) die kollaborative Konstruktion von Inhalt. Ziel des Projekts ist die digitale Förderung kooperativer Prozesse auf diesen Ebenen und entsprechender digitaler Kompetenzen von Studierenden und Lehrenden. Dafür sollen zusammen mit Stakeholder*innen Bedarfe für formelle und informelle Lehr-Lern-Settings gesucht und Lösungen in Form von digitalen Tools und Konzepten für die Zusammenarbeit erprobt, evaluiert und in Fächern verankert werden. Ergebnis des Projekts ist der breite Einsatz einer Toolbox für kooperatives, digitales Lehren und Lernen, die zum Transfer angeboten wird.
Auf einen Blick
Ausführliche Beschreibung
Im Verlauf des Verbundprojekts wurden sämtliche Ergebnisse systematisch im digitalen HFD-Hub publiziert und in der Stud.IP-Community diskutiert. Auch die Erkenntnisse der Bedarfserhebung mündeten unmittelbar in die Weiterentwicklung von Stud.IP: Verbesserungen in den Studiengruppen, eine Toolbox-Integration, ein Matching-Plugin und damit die Optimierung des Learning-Management-Systems an allen Partnerhochschulen. In enger Kooperation mit der GWDG sowie den Rechenzentren der Universitäten Hannover und Braunschweig entwickelten wir eine Tool-Entscheidungsmatrix, die technische und pädagogische Kriterien vereint und als praxisnahe Handreichung für Hochschulgremien dient. Parallel dazu erfolgte der Relaunch des HFD-Dossiers als interaktiver Digital-Hub mit über 50 Beiträgen. Ein hochwertiges Begleit-Booklet mit didaktischen Hinweisen, das gedruckt an allen Standorten verteilt und digital zur Verfügung gestellt wurde, sichert die Transferwirkung nachhaltig.
Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation lieferten vertiefte Einblicke in soziale Interaktionsprozesse und das Zugehörigkeitsgefühl der Studierenden, die in Publikationen und Konferenzbeiträgen vorgestellt wurden. Im gesamten Projektverlauf wurden verschiedene Formate für Lehrende, Studierende entwickelt und erprobt. Deren Reflexionen sind im HFD-Dossier oder Transferkiosk verfügbar. Verschiedene Materialien daraus stehen mittlerweile als OER bei Twillo oder auf der Website zur Weiternutzung und Anpassung zur Verfügung.
Wir empfehlen von Beginn an präzise Konzepte und interne Richtlinien für die Bedarfserhebung zu organisieren. Die klare Zielgruppendefinition und deren Ansprache sollte frühzeitig und über etablierte Kanäle erfolgen können. Mehr Zeit für Ideenentwicklung, Umsetzung und Testzyklen sowie frühzeitige, gezielte Community-Kommunikation in Stud.IP suind förderlich. Bei der Dossier-Erstellung können Fristenkontrolle, realistische Feedback-Zeiträume und erweiterte redaktionelle Kapazitäten hilfreich sein. Externe Kooperationen erfordern langfristige Planung und frühe Anfragen. Das Festival kann deutlich von einem professionellen administrativen Eventmanagement und festen Ressourcen für die Nachbereitung profitieren. In der Lehrveranstaltung sollten gemeinsame Prozesse für die Arbeit innerhalb der LMS etabliert werden, um organisatorischen Mehraufwand zu vermeiden. Einheitliche technische Plattformen und klar definierte Prozesse wären insgesamt für die Lehrveranstaltung hilfreich gewesen. Mit diesen Learnings können Lehr-Lern-Projekte flexibler gestaltet, Teilnehmende besser eingebunden und die Sichtbarkeit digitaler Angebote nachhaltig gesteigert werden.
Kontakt

Kollaborative Lehrveranstaltungen umsetzen
Zur Förderung und Vermittlung kollaborativer Kompetenzen wurde im Wintersemester 2023/24 eine Blockveranstaltung für Studierende aus Hannover, Braunschweig und Göttingen veranstaltet. Ziel war es, Kollaboration für Studierende zugänglich und erlebbar zu machen. Am Ende der Lehrveranstaltung erar-beiteten die Studierenden in Kleingruppen Beiträge für ein Dossier des Hochschulforums Digitalisierung.
Maßnahme anzeigen
Aufbau Dossier Digitale Kollaboration
Die Herausforderung bei Projekten mit begrenzter Laufzeit ist die anhaltende Sichtbarkeit der Ergeb-nisse. Hier kommt ein Dossier zum Einsatz, das beim Hochschulforum Digitalisierung hinterlegt wird. Vor Projektbeginn wurde bereits mit dem HFD zusammengearbeitet und Ideen wurden festgehalten. Während des Projekts fanden Konkretisierungen und Aushandlungen über Formate und Redaktions-abläufe statt.
Maßnahme anzeigen
Communitybuilding für Lehrende
Die Maßnahme richtet sich an Lehrende mit hohem Workload, die dennoch einen praxisorientierten Austausch zu digitalen Lehr- und Lernwerkzeugen suchen. In locker gestalteten Workshops werden Hierarchien bewusst aufgehoben und eine greifbare, weniger akademische Ansprache gewählt. Ziel ist es, keinen zusätzlichen Zeitaufwand zu erzeugen, sondern tatsächlichen Mehrwert zu bieten: Dazu zählen individuelle 1:1-Gespräche, Anerkennung ausgezeichneter Lehre sowie ein asynchrones Social-Network (Academic Cloud Hub) für Publikationen, Ankündigungen und informellen Austausch. Ergänzend ermöglichen Kontakte über LinkedIn und ähnliche Netzwerke gezielt Unterstützung einzuholen. Durch fach- und institutsübergreifende Vernetzung werden didaktische und technische Herausforderungen – etwa der Einsatz von KI-Tools – gemeinsam adressiert. Als Impuls dienen eine gemeinsame Lehr-Lern-Plattform und Academic Cloud Tools.
Maßnahme anzeigen
Festival of Digital Connections für Studierende
Anfang Oktober 2022 fand an der Uni Göttingen drei Tage lang das Festival of Digital Connections statt. Etwa 200 überwiegend niedersächsische Studierende nahmen daran für drei Tage teil. Das Programm umfasste rund 40 Workshops, Keynotes, eine Toolmesse und Diskussionen zu Studium und Leben im Kontext der Digitalisierung.
Maßnahme anzeigen

Kollaborative Lehrveranstaltungen umsetzen
Zur Förderung und Vermittlung kollaborativer Kompetenzen wurde im Wintersemester 2023/24 eine Blockveranstaltung für Studierende aus Hannover, Braunschweig und Göttingen veranstaltet. Ziel war es, Kollaboration für Studierende zugänglich und erlebbar zu machen. Am Ende der Lehrveranstaltung erar-beiteten die Studierenden in Kleingruppen Beiträge für ein Dossier des Hochschulforums Digitalisierung.
Maßnahme anzeigen
Aufbau Dossier Digitale Kollaboration
Die Herausforderung bei Projekten mit begrenzter Laufzeit ist die anhaltende Sichtbarkeit der Ergeb-nisse. Hier kommt ein Dossier zum Einsatz, das beim Hochschulforum Digitalisierung hinterlegt wird. Vor Projektbeginn wurde bereits mit dem HFD zusammengearbeitet und Ideen wurden festgehalten. Während des Projekts fanden Konkretisierungen und Aushandlungen über Formate und Redaktions-abläufe statt.
Maßnahme anzeigen
Communitybuilding für Lehrende
Die Maßnahme richtet sich an Lehrende mit hohem Workload, die dennoch einen praxisorientierten Austausch zu digitalen Lehr- und Lernwerkzeugen suchen. In locker gestalteten Workshops werden Hierarchien bewusst aufgehoben und eine greifbare, weniger akademische Ansprache gewählt. Ziel ist es, keinen zusätzlichen Zeitaufwand zu erzeugen, sondern tatsächlichen Mehrwert zu bieten: Dazu zählen individuelle 1:1-Gespräche, Anerkennung ausgezeichneter Lehre sowie ein asynchrones Social-Network (Academic Cloud Hub) für Publikationen, Ankündigungen und informellen Austausch. Ergänzend ermöglichen Kontakte über LinkedIn und ähnliche Netzwerke gezielt Unterstützung einzuholen. Durch fach- und institutsübergreifende Vernetzung werden didaktische und technische Herausforderungen – etwa der Einsatz von KI-Tools – gemeinsam adressiert. Als Impuls dienen eine gemeinsame Lehr-Lern-Plattform und Academic Cloud Tools.
Maßnahme anzeigen
Festival of Digital Connections für Studierende
Anfang Oktober 2022 fand an der Uni Göttingen drei Tage lang das Festival of Digital Connections statt. Etwa 200 überwiegend niedersächsische Studierende nahmen daran für drei Tage teil. Das Programm umfasste rund 40 Workshops, Keynotes, eine Toolmesse und Diskussionen zu Studium und Leben im Kontext der Digitalisierung.
Maßnahme anzeigen

Haltung, Struktur und Betreuung im Communitybuilding für die Hochschullehre
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Einbindung von Studierenden in Lehr-Lernnetzwerke an Hochschulen
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Journeying Towards Cooperation. Wie wir Lehr-Lernnetzwerke gewinnbringend gestalten können
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen

Wer redet da mit mir? Studentische Kommunikation in der Online-Lehre
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Digitalisierung: Gute Tools allein reichen nicht aus Mit Co3Learn kooperative Lehre neu denken
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Besser gemeinsam!: Digitale Zusammenarbeit in der Hochschullehre - Tools, Strategien & Good Practices
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen

Haltung, Struktur und Betreuung im Communitybuilding für die Hochschullehre
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Einbindung von Studierenden in Lehr-Lernnetzwerke an Hochschulen
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Journeying Towards Cooperation. Wie wir Lehr-Lernnetzwerke gewinnbringend gestalten können
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen

Wer redet da mit mir? Studentische Kommunikation in der Online-Lehre
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Digitalisierung: Gute Tools allein reichen nicht aus Mit Co3Learn kooperative Lehre neu denken
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen
Besser gemeinsam!: Digitale Zusammenarbeit in der Hochschullehre - Tools, Strategien & Good Practices
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigenDas könnte Sie auch interessieren

Multisensory in Dialogue and Artistic Practice
Künstlerische Praxen zeigen, dass körperlich-sensorische Interaktionen für multisensorische Reflexivität entscheidend sind. Kunsthochschulen verfügen über eine umfassende Expertise in der Vermittlung solcher Prozesse und können durch experimentelle Erprobungen in digitalen Räumen die Lehrkommunikation verbessern. Die Virtual Community of Practice (vCoP) der Universität der Künste Berlin und der Folkwang Universität der Künste kollaboriert in Peripatetic Spaces, die sich in einem gemeinsamen Extended Educational Environment (EEE) verbinden, räumlich schwebend, weder rein virtuell noch rein physisch, zeitlich unbegrenzt. Dies ermöglicht komplexe Formen des Zusammenarbeitens. In hybriden, KI-gestützten und immersiven Umgebungen wird untersucht, wie künstlerische Prozesse digital so gestaltet werden, dass innovatives und empathisches Denken sowie reflexives Handeln gefördert werden. Der Ansatz verbessert die Lehr- und Lernlandschaft, die Lehrkommunikation und entwickelt digitale Tools weiter. Die Wirkungen betreffen auch komplexe Fragestellungen außerhalb der Lehre und bieten Transferpotenzial: Neue digitale Kommunikations- und Innovationsmethoden bereichern Kulturen der empathischen Begegnung; Arbeitsweisen in der Hochschullehre wissenschaftlicher und künstlerischer Fächer sowie in nicht-künstlerischen Berufen können nachhaltig innoviert werden.
Projekt anzeigen
Digitale Lehr- & Lerninfrastruktur: Erprobung (KI-spezifischer) Tools
Aufgrund der Entwicklungen im Bereich generativer KI wurden KI-Tools für unterschiedliche Anwendungsgebie-te in Studium und Lehre erprobt. Ziel war die systematische Evaluation neuer Möglichkeiten von KI Tools für Studium und Lehre gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden.
Maßnahme anzeigen
GenAI-Chatbots as Debriefers: Investigating the Role Conformity and Learner Interaction in Counseling Training
Debriefing is essential for the effectiveness of simulation-based training but is generally considered resource-intensive. Generative Artificial Intelligence (GenAI)-based debriefing can be an alternative to human debriefers. However, there is no research yet whether GenAI chatbots can take up this role and how learners react to them. This paper presents a qualitative analysis of a debriefing following a counseling training conducted in Virtual Reality (VR) with the support of a GenAI chatbot. The debriefing helped students to analyze their experiences and application of consulting techniques. The analysis of the chatlogs (n = 22) are focused on the role conformity of the bot and the students’ ability to reflect their behavior within VR. The results revealed the chatbot’s strong role conformity but also its tendency for overly complimentary answers. However, this bias does not seem to influence students’ self-reflection. Instead, they maintained a self-critical attitude. Future research on AI-assisted debriefing could expand on these findings in related areas.
Publikation anzeigen