
Virtuelles Labor mit adaptivem Tutoringsystem
Naturwissenschaftliche Studiengänge wie das Fach Chemie sind seit Jahren von hohen Abbruchquoten betroffen. Laborpraktika als essenzielle Lehrveranstaltungen für die Entwicklung experimenteller Kompetenzen haben sich hierbei als eine besondere Herausforderung für Studierende der Studieneingangsphase herausgestellt. Dies lässt sich u.a. auf die sehr heterogenen Voraussetzungen der Studienanfänger:innen zurückführen. In einer interdisziplinären Kooperation zwischen der Chemiedidaktik und des Instituts für Informatik erstellen Studierende des Masterstudiengangs Computer Science daher im Rahmen einer Projektgruppe die Anwendung VRLabTutor. Sie soll Chemie-Studierenden ermöglichen, in einer authentischen Laborumgebung zeit- und ortsunabhängig zu experimentieren. Ein auf KI basierendes adaptives Tutoringsystem in Avatarform gibt den Studierenden auf mehreren Ebenen (z.B. deklarativ und prozedural) Feedback zu ihren Handlungen im Labor. Chemie-Studierende unterstützen die gesamte Entwicklung durch regelmäßige Rückmeldungen über Usertests. VRLabTutor ist damit ein Projekt von Studierenden für Studierende. Das Projekt wird in das Selbststudium des Praktikums Allgemeine Chemie der chemiebezogenen Bachelorstudiengänge sowie in etablierte Angebote (Lernraum Chemie) implementiert. Neben dem Aufbau eines Netzwerks zum Ergebnistransfer in andere Fächer werden die entwickelte Anwendung sowie die Arbeit in der Projektgruppe prozessbegleitend evaluiert.
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Materialwelten im Maker Space
Das Projekt Materialwelten im Maker Space fördert die Entwicklung innovativer Lernmaterialien durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachbereiche Gestaltung (Prof. Junge) und Kindheitspädagogik (Prof. Dr. Kaiser und Prof. Dr. Hormann). Im Fokus steht die Konzeption ästhetisch-pädagogisch wertvoller Materialbuffets und Lerntabletts. Die Studierenden bringen vielfältige Perspektiven aus (1) Design (Junge), (2) Elementar- (0-6 Jahre; Kaiser) und (3) Primarpädagogik (6-12 Jahre; Hormann) in die Themen und den Prozess ein. In interdisziplinären Teams entwickeln Studierende mit Methoden wie Design Thinking, Odyssee Framework und Prototyping Materialbuffets und Lerntabletts. Kreative Praxis und wissenschaftliche Forschung verschmelzen zu nachhaltigen Bildungsressourcen. Peer-Review-Sessions integrieren konstruktives Feedback und Ideen in Peer-to-Peer Interaktionen. In Kooperation mit lokalen Bildungseinrichtungen werden Materialien praktisch erprobt und mithilfe empirischer Methoden (Beobachtung, Interviews) Interaktionen von Kindern mit von Studierenden konzipierten Materialien untersucht. Qualitative Datenerhebung ermöglicht Rückschlüsse auf pädagogische Wirksamkeit und ästhetische Attraktivität. Das Projekt generiert neue Erkenntnisse zur Integration von Design und Pädagogik, entwickelt beständige Lernmaterialien und fördert entdeckendes Lernen. Die Praxisnähe stärkt Problemlösungsfähigkeiten sowie interdisziplinäre Kompetenzen der Studierenden und verbessert die Lehr-Lern-Praxis.
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Schritt-für-Schritt-Ansatz
Nach Motivationsbildung und Kontexteinbettung, wird die Vermittlung technisch komplexer Inhalte in kleine, logisch aufeinander aufbauende Schritte gegliedert, um Überforderung bei der Zielgruppe zu vermeiden. Durch diese kleinschrittige Struktur können sich die Nutzenden systematisch in technische und didaktische Konzepte einarbeiten. Diese Maßnahme haben wir in einem Tutorial zur Erstellung von Open Educational Resources (OER) und im Rahmen eines Workshops angewandt, in dem die Teilnehmenden ihre eigene OERs für die Hochschullehre technisch implementieren sollen.
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Zwischen Täuschungsversuchen und kompetenzorientierten Prüfungen: Studieren und Lehren im Spannungsfeld von Didaktik, Bologna und Prüfungsrecht.
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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