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Entwicklungsstationen für XReality-Lernumgebungen

XR bezeichnet einen Sammelbegriff für Technologien, die die physische Realität ergänzen oder ersetzen. Dabei wird zwischen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) unterschieden. XR-Anwendungen werden verstärkt in der Hochschullehre eingesetzt. Studierende erleben ihre Studieninhalte in immersiven XR-Lernumgebungen und möchten eigene XR-Inhalte entwickeln. Dafür haben wir in Partnerlaboren XR-Entwicklungsstationen mit Software, XR-Headsets und physischer Arbeitsfläche eingerichtet, gekennzeichnet und in den Fachbereichen über Poster beworben.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
XReality
Kompetenzentwicklung
Interdisziplinarität
Befähigung
Vorbereitete (Lern-)Umgebung
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Studierende
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln
Rekrutierung/Qualifizierung von Projektpersonal entwickeln
Technisch-räumliche Infrastruktur
Softwarelösungen & technische Ausstattung entwickeln
Plattformen/Portale entwickeln
Lernassistenz-/Monitoringsysteme entwickeln
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Strukturelle Rahmenbedingungen
Supportstrukturen entwickeln
Anreizsysteme entwickeln
Supportangebote
Angebote für Austausch und Kollaboration entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Mit der Einrichtung von XR-Entwicklungsstationen wird eine hochwertige technische Infrastruktur geschaffen. Die Nutzung dieser Stationen erfordert jedoch umfassendes Wissen über Software-Werkzeuge, Entwicklungsprozesse und Entwurfskonzepte in XR. Ohne begleitende Wissensvermittlung besteht die Gefahr, dass die Stationen zwar technisch verfügbar sind, aber nur von wenigen Expert:innen genutzt werden können. Erfahrungen aus dem Projekt drohen verloren zu gehen, wenn Mitarbeitende ausscheiden.

Herangehensweise

Um diesem Risiko zu begegnen, werden an den XR-Entwicklungsstationen praxisorientierte Beispielanwendungen aus dem Projekt bereitgestellt – inklusive frei zugänglichem Quellcode und ausführlicher Dokumentation. Nutzende können anhand dieser Vorlagen Schritt für Schritt Funktionen nachvollziehen, eigene Erweiterungen erproben oder vollständige Projekte weiterentwickeln. Zusätzlich bleibt die im Projekt aufgebaute Expertise über einen eigenen XR-Moodle-Kanal zugänglich: Projektmitarbeitende stehen dort als kollegiale Ansprechpersonen für technische Fragen und methodische Impulse zur Verfügung. Auf diese Weise wird die im Projekt generierte Kompetenz dauerhaft in die Hochschule integriert und die Nutzung der Entwicklungsstationen als Lern- und Innovationsort nachhaltig unterstützt.

Voraussetzung

- Vorhandene technische Infrastruktur: Leistungsfähige PCs, XR-Headsets, fachspezifische Software, ausreichend Bewegungsfläche in Laborräumen.

- Enge Abstimmung mit IT-Administration der Labore .

- Didaktische Einbindung: Integration in das Studium, um Studierenden fachlich verankertes Lernen und Umsetzung eigener Ideen zu ermöglichen.

- Zeit von Projektmitarbeitenden, die mit XR-Entwicklung und den Anforderungen vertraut sind, für Aufbau und Einrichtung.

- Hochschulrechenzentrum: Zentraleinrichtung für den Betrieb benötigter vernetzter Infrastrukturkomponenten (Moodle: Dokumentation und Austausch, Gitlab: Entwicklung, Internetzugang)

Eignung

Die XR-Entwicklungsstationen sind eingerichtet und werden aktiv genutzt. Im zugehörigen Moodle-Kanal zeigt sich ein kontinuierlicher Austausch der Nutzenden. Während anfänglich Fragen überwiegend durch Projektmitarbeitende oder Kolleg:innen beantwortet werden, übernehmen Studierende mit zunehmender Kompetenz zunehmend selbst die Unterstützung ihrer Kommiliton:innen und lösen Herausforderungen eigenständig und ohne direkte Unterstützung des Projektteams. Die über die XR-Entwicklungsstationen verfügbar gemachten IVRLEs, werden von den Studierenden weiterentwickelt und genutzt.

Vorgehen/Schritte

- Abstimmung mit beteiligten Fachrichtungen: In enger Abstimmung mit den Fachbereichen, die bereits während des Projekts an der Entwicklung von XR-Lernanwendungen beteiligt waren, wird festgelegt, an welchen Standorten eine dauerhafte XR-Entwicklungsstation eingerichtet wird. Dabei werden organisatorische Fragen wie Raumzuweisung, technische Betreuung und Zugangsmöglichkeiten gemeinsam geklärt.

- Überprüfung vorhandener Infrastruktur: Anschließend wird geprüft, welche räumlichen und technischen Voraussetzungen in den beteiligten Fachrichtungen bereits bestehen – etwa vorhandene PC-Arbeitsplätze, Lehrlabore oder VR-taugliche Räume. Ziel ist es, bestehende Ressourcen gezielt zu nutzen und bei Bedarf gezielt zu ergänzen, um eine nachhaltige Einbindung in die Infrastruktur der Hochschule zu gewährleisten.

- Ausstattung und Übergabe von Projektressourcen: Zur Ausstattung der XR-Entwicklungsstationen werden geeignete Komponenten aus dem Projektbestand (z. B. VR-Headsets, Link-Kabel, leistungsstarke Rechner oder Laptops) dauerhaft an die Fachbereiche überführt. Falls notwendig, werden fehlende Geräte kosteneffizient ergänzt. Auf den Systemen werden alle relevanten Entwicklungswerkzeuge (z. B. Unity, Godot, Blender, GIMP, Tenacity) sowie die im Projekt entstandenen, dokumentierten Beispielanwendungen installiert.

- Einrichtung und Kennzeichnung der Stationen: Die Arbeitsplätze werden so gestaltet, dass sie sowohl komfortables Arbeiten am PC als auch aus-reichend Bewegungsraum für XR-Tests bieten (mindestens 2 × 2 m, idealerweise 3 × 3 m). Eine klare Kennzeichnung als „XR-Entwicklungsstation“ sowie ein einheitliches Erscheinungsbild (z. B. Infotafel, Aufsteller, Desktop-Verlinkungen) erhöhen Sichtbarkeit und Wiedererkennung im Hochschulkontext.

- Kommunikation und Integration in den Fachbereich: Die XR-Entwicklungsstationen werden aktiv in die Lehr- und Projektpraxis der beteiligten Fachrichtungen eingebunden. Lehrende verweisen in Veranstaltungen, Projektarbeiten und Workshops auf die Nutzung der Stationen. Erfolgreiche Anwendungsbeispiele aus dem Projekt dienen als Anschauungsmaterial und Inspiration für neue Projekte.

- Begleitende Unterstützung und Wissenstransfer: Über einen zentralen XR-Moodle-Kurs stehen Dokumentationen, Tutorials und Beispielprojekte zur Verfügung. Ehemalige Projektmitarbeitende bleiben dort als Ansprechpersonen für technische und methodische Fragen aktiv. Durch die kontinuierliche Pflege eines FAQ- und Wissenspools wird die Weitergabe von Erfahrungswissen gesichert und die selbstständige Weiterentwicklung durch Lehrende und Studierende langfristig gefördert. Das Kompetenzzentrum Digitale Lehre stellt die XR-Entwicklungsstationen in ihrem zentralen Moodle-Kurs vor und gibt Lehrpersonal Hinweise zur lehrdidaktischen Unterstützung der an den Stationen arbeitenden Studierenden.

Hinweise

Effekte

Erwartet: Die Labore sind teilweise nicht durchgängig zugänglich, sodass die Nutzung der XR-Entwicklungsstationen eine vorherige Absprache mit den Laborverantwortlichen erfordert. Zudem sind die Räume stark frequentiert und erfüllen unterschiedliche Funktionen, beispielsweise für Lehrveranstaltungen. Daher können sie nicht jederzeit für die Nutzung der XR-Entwicklungsstationen zur Verfügung stehen.

Unerwartet: Ein Student kam nach der Umsetzung eigener Inhalte aktiv auf Projektmitarbeitende zu und bat um Feedback.

Learnings

Eine fachliche Betreuung ist entscheidend für den erfolgreichen Aufbau von XR-Kompetenz im Fachbereich. Zwar können sich Wissen und Fähigkeiten bei Studierenden nach und nach entwickeln, doch für eine breite Nutzung und nachhaltige Verankerung sind kontinuierlich aktualisierte Informationsmaterialien, gepflegte Softwareumgebungen sowie personelle Unterstützung notwendig. Individuelle Begleitung ermöglicht es zudem, unterschiedliche Projekte der Studierenden gezielt zu fördern und ihre Potenziale bestmöglich auszuschöpfen.

Empfehlung

Rückblickend würde sich die Einrichtung eines dedizierten fachbereichsübergreifenden, zentral organisierten XR-Labors anbieten. Ein solches Labor könnte als „offene Werkstatt“ voll ausgestattete Arbeitsplätze für Gruppenarbeiten oder parallele Projekte bereitstellen und damit eine kontinuierliche sowie flexible Nutzung ermöglichen. Die Integration in eine bestehende zentrale Werkstatt-Struktur könnte Synergien ergeben. Neben leistungsfähigen PCs und XR-Headsets sollte das Labor über Informations- und Schulungsmaterial, Whiteboards sowie Anschlussmöglichkeiten für eigene Geräte verfügen. Ergänzend könnten Stationen zum Ausprobieren verschiedener XR-Anwendungen eingerichtet werden, um den niedrigschwelligen Zugang zu fördern und kreative Impulse zu setzen. Ein solches XR-Labor würde die Sichtbarkeit der Angebote stärken, Lernprozesse unterstützen, Entwicklungsaktivitäten der Studierenden nachhaltig professionalisieren und als „show case" gegenüber Studieninteressierten genutzt werden.

Tipps

Studierende sollten aktiv in die Planung eingebunden werden: Welche Inhalte möchten sie erstellen? Welche Infrastruktur, Software und Hardware werden dafür benötigt?

Technisch und mediendidaktisch versierte Unterstützung muss angeboten werden.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Umfangreiche Dokumentation von Beispielanwendungen; Vorbereitete (Lern-)Umgebung; Lernen am Beispiel
Formate
Frei zugängliche Labore, nutzbar mit Studierendenaccounts; Moodle als Austauschplattform
Technische Tools
Hybride VR-Headsets (Standalone + PC-VR); Kostenfrei verfügbare Software wie Godot, Unity, Blender, Tenacity; Plattform zum kollaborativen Entwickeln: GitLab (hochschulintern); fachspezifische Software, um Studieninhalte in XR-Anwendungen zu überführen

Nicht empfohlen

Methoden
Frontalunterricht
Formate
XR-Stationen eignen sich sehr gut zum selbstbestimmten Lernen und nicht primär für Lehrveranstaltungen
Technische Tools
PC-Headsets mit zusätzlichen Sensoren (z.B. „Light-houses“) verkomplizieren das Setup

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
FAQ des Projekts MINT-VR-Labs der BHT zur Nutzung von VR-AnwendungenLink aufrufen/Link/

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