
Virtuell begleitetes Selbststudium im erweiterten Bildungsraum.
Die Ergebnisse der Studierenden- und Lehrendenbefragung an der Universität Vechta zur Onlinelehre unter Pandemiebedingungen legen die Notwendigkeit offen, das Selbststudium als zentralem Bestandteil der hochschulischen Gemeinschaft nicht mehr allein mit dem Campus als physischem Ort in Verbindung zu bringen, sondern das Verständnis des Bildungsraums an die Anforderungen der Virtualität anzupassen. Das Projekt ViBeS zielt deshalb darauf, ein ganzheitliches Förderkonzept des Selbststudiums zu entwickeln, das den Bildungsraum konsequent in das Virtuelle erweitert und den Zusammenhang von formalen, non-formalen und informellen Lern- und Interaktionsgelegenheiten berücksichtigt. Das übergreifende Ziel von ViBeS besteht darin, Studierende und Lehrende auf das kompetente, gemeinschaftliche Handeln in diesem erweiterten Bildungsraum vor-zubereiten und das Selbststudium unter dem Gesichtspunkt des sozialen Miteinanders neu zu verorten. Die entwickelten und formativ wie summativ evaluierten Strategien in der räumlichen, sozialen, methodischen, medialen und inhaltlichen Dimension der Digitalisierung werden Hochschulen als (hochschuldidaktische) Rahmenkonzepte in Form von OER-Materialien zur Verfügung gestellt.
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Bielefeld Postkolonial
Im Studium beschäftigen sich Studierende der Anglistik kritisch intellektuell mit postkolonialen Literaturen und Kulturen in einer globalisierten Welt. Dass diese Themen, Konstellationen und Konflikte auch ihren eigenen Lebensalltag in Bielefeld jenseits des Seminarraums prägen, bleibt allzu oft unbeachtet, obwohl die Stadt vielfältige Spuren der kolonialen Geschichte und Gegenwart aufweist.Ziel des Projekts ist es, die distanzierte Lektüre und Analyse von Literatur als armchair intellectuals um affektive Praktiken der kritischen Beschäftigung mit dem Gegenstand zu erweitern. So sind Studierende und Lehrende der Anglistik eingeladen, postkoloniale Ansätze im Sinne einer Pädagogik des Unbehagens (vgl. Megan Bolers Konzept der pedagogy of discomfort) neu zu denken und sich über praxisbezogene Herangehensweisen aktiv in der Stadt Bielefeld zu verorten. Verschiedene Formen der (extra)curricularen Beschäftigung mit diesem gesellschaftlich relevanten Themenkomplex werden konzipiert und erprobt. Dies geschieht im Austausch mit einschlägigen Forschungszentren und vor Ort bestehenden außeruniversitären Initiativen.Die Modulstruktur der Bachelor- und Masterstudiengänge in Fachwissenschaft und Lehramt bietet Optionen für solch explorativ-forschendes Lernen. Diesen Freiraum gilt es auszuloten und produktiv zu nutzen für die Präsenzlehre, das Selbststudium und als third mission für die stärkere Verflechtung der Universität mit der Stadtgesellschaft.
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Kompetenzorientierung durch Wissensmanagement
Die Maßnahme zielt darauf ab, Wissen im Projekt und darüber hinaus verfügbar zu machen, um digitale Prüfungen systematisch im Sinne des Constructive Alignment kompetenzorientiert zu gestalten. Neben Workshops und Austauschformaten sind die Erstellung von Materialien wie Leitfäden, Fact-Sheets, Checklisten, Glossaren und eines interaktiven Online-Selbstlernkurses zentrale Maßnahmen des Wissenstransfers und der Ergebnissicherung.
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Kuratieren digital denken – Impulse für das digitale Sammeln, Zeigen und Vermitteln
Kuratieren bedeutet Inhalte und Werte recherchieren, aufarbeiten und dafür Sorge zu tragen, dass dieses Wissen nicht nur für eine kleine Bubble zugänglich gemacht wird. Alles in allem: ein wichtiger Bereich der Wissensgenerierung und des -transfers! Immer mehr Gedächtniseinrichtungen greifen für diesen Arbeitsbereich auf digitale Möglichkeiten zurück, z.B. weil keine analoge Ausstellungsfläche vorhanden ist, das Material vielfältig oder geografisch breit gestreut. Wie man sich einem digital-kuratierten Projekt annähern kann – von der Ideenfindung, über Zielgruppenansprachen bis zum finalen Produkt – stellt dir der Lernleitfaden „Kuratieren digital denken – Impulse für das digitale Sammeln, Zeigen und Vermitteln“ vor.
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