
Virtuell begleitetes Selbststudium im erweiterten Bildungsraum.
Die Ergebnisse der Studierenden- und Lehrendenbefragung an der Universität Vechta zur Onlinelehre unter Pandemiebedingungen legen die Notwendigkeit offen, das Selbststudium als zentralem Bestandteil der hochschulischen Gemeinschaft nicht mehr allein mit dem Campus als physischem Ort in Verbindung zu bringen, sondern das Verständnis des Bildungsraums an die Anforderungen der Virtualität anzupassen. Das Projekt ViBeS zielt deshalb darauf, ein ganzheitliches Förderkonzept des Selbststudiums zu entwickeln, das den Bildungsraum konsequent in das Virtuelle erweitert und den Zusammenhang von formalen, non-formalen und informellen Lern- und Interaktionsgelegenheiten berücksichtigt. Das übergreifende Ziel von ViBeS besteht darin, Studierende und Lehrende auf das kompetente, gemeinschaftliche Handeln in diesem erweiterten Bildungsraum vor-zubereiten und das Selbststudium unter dem Gesichtspunkt des sozialen Miteinanders neu zu verorten. Die entwickelten und formativ wie summativ evaluierten Strategien in der räumlichen, sozialen, methodischen, medialen und inhaltlichen Dimension der Digitalisierung werden Hochschulen als (hochschuldidaktische) Rahmenkonzepte in Form von OER-Materialien zur Verfügung gestellt.
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Ein Forum schaffen: Vorschlag für eine gesellschaftsrelevante Hochschuldidaktik der Alten Sprachen
Im Projekt wird ein Konzept erprobt, das die Hochschullehre in den Alten Sprachen gesellschafts- und anschlussfähig machen soll, indem klassische Vermittlungsformen stärker an die Beteiligung von Studierenden gebunden werden. Die Studierenden, die häufig nur Hörer:innen sind, sollen größere Eigenverantwortlichkeit im Umgang mit den universitären Inhalten erhalten und als zentrale Mittler:innen zwischen Hochschule, Schule und Öffentlichkeit fungieren. Der Fokus wird auf Inhalte gelegt, die für zeitaktuelle Diskussionen wichtige Impulse geben können. Im Bereich der antiken Rhetorik wird die Lehre von der überzeugenden Argumentation thematisiert, die wichtige Erkenntnisse über die Funktionsweise von Fake News und alternativen Fakten bietet. Im Bereich der antiken Philosophie wird die Oikeiosis-Lehre aufbereitet, die den Umgang mit anders (und quer-)denkenden Bürgern einer menschlichen Gemeinschaft aus philosophischer, psychologischer und anthropologischer Sicht problematisiert. Die Vermittlung der theoretisch anspruchsvollen Inhalte erfolgt über ein gestuftes Verfahren, bei dem die Studierenden hohe Verantwortung für die inhaltliche und didaktische Aufbereitung der Themen übernehmen und für eine verständliche und moderne Form der Vermittlung sorgen. Sie erarbeiten Unterrichtsmaterial, das direkt in der Schule eingesetzt, von den Schüler:innen bewertet und schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
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Beteiligungsformate für studentische Partizipation
Um studentische Partizipation sowohl im Projekt umzusetzen als auch hochschulweit zu fördern, wurden verschiedene Beteiligungsformate entwickelt und erprobt. Die Formate reichten von niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten im Vorbeigehen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen mit vorheriger Anmeldung. Mit den Beteiligungsformaten wurden Studierende nicht nur als Zielgruppe, sondern insbesondere als Mitgestaltende von Hochschullehre und -leben einbezogen. Durch die Beteiligungsformate konnte studentische Partizipation aktiv gefördert und sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse und Learnings, die im Rahmen der Förderung studentischer Partizipation im Projektzeitraum entstanden sind, wurden auf einer Website zur studentischen Partizipation dokumentiert, um den Transfer zu ermöglichen.
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Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Spannungen innerhalb von Hochschulver-bünden – eine Reflexion aus Perspektive der Verbundkoordination am Beispiel des Verbundprojektes Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competen-cies Connected (D2C2)
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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