
Partizipation in Studium und Lehre durch digitale und hybride Formate stärken - participate@UOL
Die Universität Oldenburg (UOL) hat das letzte Jahrzehnt genutzt, um Infrastruktur und Support für digitales Lernen und Lehren aufzubauen und geeignete Lehr-Lernformate zu erproben. Die Co-vid 19-Pandemie hat die Entwicklungen entlang der angelegten Linien und weit darüber hinaus enorm beschleunigt. Mit participate@UOL möchte die UOL den erreichten Erkenntnisstand syste-matisieren und zugleich die momentane Schubkraft nutzen, um Studium und Lehre an der Univer-sität als Teil der digitalen Gesellschaft neu zu gestalten. Leitende Innovationsidee ist dabei die Stär-kung der Partizipation von Studierenden und Lehrenden in digitalen und hybriden Formaten. Es werden vier Entwicklungsbereiche bearbeitet, die die UOL in ihrer Stärken-Schwächen-Analyse identifiziert hat: Digitale Begleitangebote, Freiräume für digitales Lernen und Lehren, virtuelle Räume und Support. Die UOL strebt mit dem Projekt an, die Universität im digitalen Zeitalter als Ort der wissenschaftlichen Erkenntnis und als Lernort so zu gestalten, dass sie eine diverse Studie-renden- und Lehrendenschaft einlädt, ohne Hürden zugänglich ist und Studium und Lehre so gestal-tet sind, dass eigenverantwortliche Studierende wie Lehrende zur Partizipation ermutigt werden.
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Literaturgeschichte(n) erarbeiten - Gemeinsam im Digitalen
Ziel des Projektes ist es, für vier literaturgeschichtliche Zeiträume (1100-1600, 1600- 1800, 1800-1900, 1900-2000) je eine Lerneinheit im Umfang eines Seminars zu konzipieren und in eine digitale Lernumgebung zu transformieren, in der Studierende gemeinschaftlich arbeiten. Für diese Segmentierungen lassen sich signifikante Veränderungen in der Literatur erkennen und beschreiben. Erreicht werden soll keine enzyklopädische Übersicht über die deutschsprachige Literaturgeschichte, vielmehr sollen Studierende am Material handlungsorientiert die Erfahrung literaturhistoriographischen Arbeitens machen und sich substantielle Kenntnisse der Literaturgeschichte, aber auch des disziplinären Arbeitens gemeinsam aneignen. Wir reagieren damit auf die beschriebenen zentralen Herausforderungen in unseren Studiengängen und adressieren den gestiegenen Bedarf an der Ausbildung von Selbststeuerungskompetenzen. Denn unsere digitalen Vermittlungsmethoden bieten anleitende Orientierung und fordern studierendenzentriertes Lernen ein. Wir bauen mit dem Projekt auf Erfahrungen auf, die wir aus den Ergebnissen der Evaluation eines zuvor durchgeführten Pilotprojekts um. Alle Kurse werden als OER angeboten. Dafür entwickeln wir eine interaktive und kollaborative Lernumgebung im LMS Moodle.
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Perspektiven Sozialer Nachhaltigkeit im und durch Wohnen (PerSoNa Wohnen)
Im Rahmen des Projekts entwickelte und erprobte ein interdisziplinäres Lehrteam gemeinsam mit und für Studierende der Sozialen Arbeit und des Nachhaltigen Immobilienmanagements der Hochschule Mittweida ein innovatives Lehrformat zur Sozialen Nachhaltigkeit im Wohnen. Ziel des Projektseminars war es, unterschiedliche Perspektiven relevanter Akteursgruppen – etwa aus der Projektentwicklung, Stadtverwaltung, Kommunalpolitik, Immobilienwirtschaft und Soziale Träger – sichtbar und erfahrbar zu machen. In Zusammenarbeit mit Praxispartner:innen entwickelten Studierende in fächerübergreifenden Arbeitsgruppen ein Nutzungskonzept zur Reaktivierung einer Immobilie der Stadt Mittweida, das an den Bedürfnissen marginalisierter Gruppen auf dem Wohnungsmarkt ausgerichtet ist.
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