
Studium Planetare
Im Rahmen des überfachlichen Studienteilbereichs "Studium Generale" (SG) der Universität der Künste (UdK Berlin) soll mit diesem Projekt "Studium Planetare" das Interesse der Studierenden an transdisziplinären, post-anthropozentrischen und klimarelevanten Inhalten im SG verankert werden. Ziel des Studium Planetare ist es, Werkzeuge zu (v)ermitteln, die Zukunft und Anpassung der eigenen Disziplin an den planetaren Notstand zu erarbeiten und in die jeweiligen Studien/Praxisverläufe zu integrieren. Die interdisziplinäre Auslegung ermöglicht dabei die Erweiterung des Fachhorizonts, Austausch und Zusammenarbeit. Das Projektvorhaben besteht in der Erarbeitung eines Lehrprogrammes mit verschiedenen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Grundlagen zum Planetaren Notstand für alle künstlerischen und gestalterischen Disziplinen. Begleitende Schwerpunkte des "Studium Planetare" sind auf Grund der vom Thema geforderten Aktualität ständige kritische, dynamische Reflektionsformate, sowie die Integration der Studierenden in den Prozess und die Umsetzung des Projektvorhabens. Zum Ende des Förderzeitraums soll eine studentisch geleitete Dokumentation (z. Bsp. in Form einer Projektausstellung inklusive bspw. Anleitungen, Werkzeugkästen, Wörterbuch o.Ä.) entwickelt werden. Dies arbeitet auf eine nachhaltige, strukturelle Verankerung eines Grundlagenmoduls im SG der UdK Berlin hin und ist somit exemplarisch über die Universität und Berlin hinaus zu verstehen.
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Kontroversen begleiten mit Argumentlandkarten
Der konstruktive Umgang mit Kontroversen ist eine wichtige Qualifikation für Studierende. Dieses Projekt soll Lehrinhalte und -konzepte entwickeln, mit denen Studierende Kompetenzen in der konstruktiven Begleitung von Kontroversen erwerben und trainieren können. Sie üben sich darin, relevante Argumente und deren Beziehungen zueinander zu analysieren, sie angemessen darzustellen und solche Darstellungen konstruktiv in den weiteren Verständigungs- und Lösungsprozess einzubringen. Dazu soll die Methode der Argumentlandkarten genutzt werden (Argument Mapping): Grafiken mit Aussagen und Argumenten, die durch grüne Pfeile (Begründung) und rote Pfeile (Kritik) vernetzt sind. Die Studierenden sollen einüben, Argumentlandkarten zu entwerfen, im Dialog mit den Beteiligten zu evaluieren und zu überarbeiten und sie schließlich konstruktiv in die Unterstützung der Entscheidungs- und Lösungsfindung einzubringen. Das Projekt soll dazu (1) allgemeine und transferierbare Open Educational Resources (OER) sowie (2) spezifische Konzepte für deren Einsatz in verschiedenen Lehr- und Lernformaten entwickeln und erproben. Dazu gehören fachliche Veranstaltungen in der Philosophie, Veranstaltungen zu interdisziplinären Themen für Studierende aller Fächer sowie Bürger:innenbeteiligungs-Seminare zu öffentlichen Kontroversen, in denen interessierte Personen im Sinne der partizipativen Wissenschaftskommunikation in Diskussionsrunden eingebunden werden, die Studierende konstruktiv begleiten.
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Kommunikationsstrategien für Verbundprojekte
Das Projekt ii.oo war ein bayernweiter Verbund von neun Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) und erforderte eine mehrstufige Kommunikations- und Abstimmungsstruktur. Die hochschulübergreifende Zusammenarbeit brachte die Herausforderung mit sich, unterschiedliche Kulturen, Prozesse und Systeme zu harmonisieren. Dies wurde durch ein mehrstufiges Governance-Modell gelöst: Der Lenkungskreis (LK), bestehend aus drei Vizepräsidenten, und der erweiterte Lenkungskreis (eLK) mit allen neun Vizepräsident:innen waren für die wissenschaftliche Ausrichtung und strukturelle Verankerung der Ergebnisse verantwortlich. Beide Gremien tagten alle drei Monate. Die operative Umsetzung lag bei den Arbeitspaket(AP)-Leitungen, die eng mit den wissenschaftlichen Projektleitungen und der operativen Projektleitung zusammenarbeiteten. Auf Team-Ebene fanden wöchentliche Koordinationstreffen statt, um den Informationsfluss zu sichern. Ein Projektmanagement-Tool unterstützte die transparente Aufgabenvert
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Examining the regulation of motivational and comprehension-related problems during collaborative learning
Während des kooperativen Lernens können vielfältige Probleme auftreten, die es für Gruppen erforderlich machen, wirksame Regulationsprozesse einzusetzen. Bislang ist wenig darüber bekannt, (a) welche Arten von Strategien Lernende in solchen Gruppen typischerweise anwenden, um ihr Lernen zu regulieren, und (b) auf welchen sozialen Ebenen (Selbst‑ vs. Co‑ vs. geteilte Ebene) sie diese Strategien einsetzen, um unterschiedlichen Arten von Problemen Rechnung zu tragen, die während der Zusammenarbeit auftreten können. Um diese Fragen zu untersuchen, entwickelten wir vier Fallvignetten, die eine Lerngruppe bei der Prüfungsvorbereitung beschrieben, wobei Probleme systematisch in einem 2×2‑Within‑Subjects‑Design variiert wurden (Vorhandensein vs. Nicht‑Vorhandensein motivationaler bzw. verständnisbezogener Probleme). N = 278 Studierende wurden gebeten zu beschreiben (a) welche Strategien und (b) auf welchen sozialen Ebenen sie diese Strategien in jeder der vier Problemsituationen einsetzen würden. Die Ergebnisse zeigten, dass Studierende auf motivationale Probleme mit mehr motivationalen, jedoch weniger kognitiven Strategien reagieren und auf verständnisbezogene Probleme mit mehr kognitiven, aber einem ähnlich hohen Einsatz motivationaler Strategien. Damit scheinen Studierende motivationale Probleme in einer problemsensitiveren Weise anzugehen als verständnisbezogene Probleme – ein Befund, der sich auch über die verschiedenen sozialen Ebenen hinweg zeigte.
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