
Inklusive Präsenz - Mittendrin statt nur dabei
Inklusive Präsenz - Mittendrin statt nur dabeiWährend der Pandemie wurden viele hochschulische Lehrangebote von Präsenz auf digitale Formate umgestellt, wodurch sich Barrieren für beeinträchtigte Studierende im Hinblick auf Inklusion und Chancengleichheit maßgeblich reduzierten. Die Rückkehr zum tradierten Lehrbetrieb wird von vielen Betroffenen als ein erneuter Ausschluss wahrgenommen. Selbst bei synchron hybriden Lehrveranstaltungen wirken sich mangelnde technische Voraussetzungen, medienpädagogische Kompetenzen der Lehrenden und langwierige formale Prozesse nachteilig aus. Über stationäre Videokonferenzsysteme sind Studierende faktisch anwesend jedoch sozial exkludiert; sie werden weder von den Studierenden noch von den Lehrenden bewusst wahrgenommen.Mit dem Projekt wird durch die Nutzung eines Telepräsenzroboters im Studium inklusiven Präsenz realisiert. Durch die Mobilität des Roboters werden die Studierende ein hohes Maß an Autonomie erleben und können in Lehrveranstaltungen sowie am sozialen Leben der Universität aktiv teilnehmen. Sie sind durch den Roboter physisch präsent, werden bewusst wahrgenommen und können mit allen Beteiligten interagieren. Sie sind mittendrin statt nur dabei.Diese Effekte sowie die Bedeutung von sozialer Inklusion im Hinblick auf die Lernmotivation und Lernerfolg bei Studierenden mit Beeinträchtigungen werden in der geplanten Studie untersucht, Gelingensbedingungen eruiert und die Umsetzung im hochschulischen Kontext nachhaltig verankert.
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Career Readiness durch Microcredentials
Der demografische Wandel u. der Fachkräftemangel stellen die Hochschulen in Sachsen-Anhalt vor große Herausforderungen. Ziel des Verbundes ist es, Lehrangebote u. Strukturen durchlässiger zu gestalten, indem Microcredentials (MC) als eigenständige Lernmodule entwickelt u. zugänglich gemacht werden. Die Erarbeitung von Qualitätsstandards stellt sicher, dass die erworbenen Kompetenzen für die individuellen Bildungsbiografien an allen Hochschulen des Landes anerkannt u. auf dem Arbeitsmarkt akzeptiert werden. Drei zentrale Schwerpunkte sind: Förderung von Schlüsselkompetenzen: An den beteiligten Hochschulen werden MC in Bereichen wie Summer Schools, Bachelor-Master-Übergängen, Weiterbildungsmodulen, Brückenkursen, MINT-Förderung u. Sprachzertifikaten entwickelt.Erhöhung der Durchlässigkeit: Es werden Qualitätsstandards erarbeitet, um die Anerkennung und Anrechnung von MC zu ermöglichen. Diese sollen in verschiedenen Szenarien, z. B. als Kombination von Studium u. Zusatzkursen oder als Module für Zertifikate und Abschlüsse, erprobt werden.Unterstützung durch technische Infrastruktur: Eine zentrale Plattform zur öffentlichen Darstellung, Verwaltung u. Anerkennung der MC wird geschaffen, um eine Nutzung zu erleichtern u. ihre Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt sicherzustellen. Das Vorhaben ist in Konzeptions-, eine Pilot- u. eine Verstetigungsphase unterteilt. Adressaten d. Entwicklungsarbeit sind: Studierende, Gasthörer:innen, Zertifikatsteilnehmende, Prüfungs- u. Zulassungsverwaltungen.
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