Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Digitale Lehrkompetenz: Mediendidaktische Weiterbildung und Beratung

Die Maßnahme hatte das Ziel, Lehrende beim Auf-und Ausbau ihrer digitalen und mediendidaktischen Kompetenzen für eine moderne Lehrgestaltung zu unterstützen. Dazu wurden wiederkehrende Angebote Beratungen und Schulungen angeboten. Zusätzlich gab es Workshops und Vorträge zu aktuellen Themen.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Mediendidaktik
Weiterbildung
Beratung
Workshops
Information
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Digitalisierung und generativer KI nehmen eine zunehmende Rolle in Studium & Lehre ein. Aufgrund der Schnelllebigkeit erfordert dies eine kontinuierliche Beschäftigung mit den Chancen und Möglichkeiten für die Lehre sowie eine stetige Kompetenzerweiterung. Lehrende benötigen daher eine gezielte Unterstützung.

Herangehensweise

Aufbauend auf einem vorhandenen Fundament wurden Weiterbildungs- und Beratungsangeboten systematisch und bedürfnisorientiert erweitert.
Das Angebot gliederte sich in vier Bereiche:

  1. Check-ups der mit dem LMS OpenOLAT erstellten Kurse, mit individueller Beratung und qualitativer Rückmeldung.

  2. Individuelle Beratung zu spezifischen mediendidaktischen Bausteinen zur bedarfsorientierten Unterstützung.

  3. Schulungen, Vorträge und Workshops, zur Weiterbildung in mediendidaktischen Themen und zur Nutzung generativer KI in der Lehre.

  4. Entwicklung des Portals „Lehre im Dialog“ mit umfangreichen Informations- und Selbstlernmaterialien und Selbstlernkursen.

    Alle Angebote wurden über das Portal „Lehre im Dialog“ (vgl. hierzu auch den Abschnitt „Digitale Austausch- und Vernetzungsplattform“) kommuniziert, verwaltet und organisiert.

Zusammenhang

Die Weiterbildungen setzten sich aus einer Mischung unterschiedlicher Formate zusammen:
Von der individuellen Beratung über Schulungen, Vorträgen mit Diskussions- und Frageanteil, partizipativen Workshops bis hin zu Selbstlerneinheiten.
Der Großteil der Veranstaltungen fand digital statt mit Ausnahme vereinzelter Workshops und Vorträge. Teilweise kamen Breakout-Räume zum Einsatz.

Voraussetzung

Sowohl für die Bedarfsermittlung als auch die Konzeptentwickelung und -umzusetzen sowie die Beratung und
Schulung der Lehrenden, bedarf es Personal mit dem entsprechenden digitalen und mediendidaktischen
Fachwissen und Kompetenzen. Darüber hinaus braucht es Netzwerke und Werbemöglichkeiten nach innen,
um die Angebote zu kommunizieren. Auch ein Netzwerk nach außen und Know-how zu entsprechenden
Expert*innen ist notwendig, um diese für Schulungen zu gewinnen.
Die Projektlaufzeit sollte lang genug sein, um verschiedene Formate auszutesten und, auch unter Berücksichtigung
von Evaluationsphasen, anzupassen.

Eignung

Die Weiterbildungs- und Austauschangebote wurden vor allem durch Fragebögen sowie qualitative Interviews evaluiert. Die Evaluationsergebnisse wurden anschließend in der Justierungs- und Verbesserungsphase umgesetzt. So konnte die zufriedenstellende Bedienung aller Bezugsgruppen gewährleistet werden.   

Vorgehen/Schritte

Zum Start ist eine Bedarfsabfrage empfehlenswert, z. B. mittels eines Design-Thinking-Workshops.

Die Ergebnisse dessen sollten in Relation zu bereits bestehenden Angeboten gesetzt und ein erstes Weiterbildungskonzept erstellt werden. Empfehlenswert ist dabei eine Mischung aus Workshops und Vortragsinputs einerseits sowie fest buchbaren Elementen (z. B. individuellen Checks) und auf punktuelle
Anforderungen reagierenden Angeboten andererseits.

Bereits bei der Entwicklung mitbedacht werden sollte außerdem die Frage wiei die Angebote intern beworben und kommuniziert werden. Wo eigene Kommunikationskanäle nötig sind (z. B. Social Media, Newsletter), sollte deren Aufbau von Start des Projekts an erfolgen, nicht erst mit Start der Weiterbildungsangebote.

Bei der Terminauswahl ist ebenfalls eine Absprache mit anderen Abteilungen hilfreich bzw. ein Abgleich mit
sonstigen Hochschulterminen.

Externe Vortragende sollten rechtzeitig angefragt und die Angebote semesterweise angekündigt werden. Das vereinfacht sowohl die Planbarkeit als auch die Werbemöglichkeiten (z. B. in Form von Terminaushängen oder frühzeitiger Ankündigung im Hochschulkalender).

Im Sinne der Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit ist es darüber hinaus sinnvoll, einen Teil der Weiterbildungsangebote (insbesondere Vorträge) als Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Hierfür sollten rechtzeitig entsprechende Formulare angefragt oder angelegt werden, welche die rechtlichen Rahmenbedingungen klären. Das schließt sowohl das Einverständnis zur grundsätzlichen Aufzeichnung mit ein, als auch die Frage, wo das Material veröffentlicht und ggf. lizenziert werden darf. Eine
solche Einverständnis ist auch für Fotos / Screenshots sinnvoll, sodass eine nachträgliche Dokumentation und Information mit Bildmaterial rechtlich sicher möglich ist.

Ebenso sollte frühzeitig das Einverständnis eingeholt werden, Vorträge bei Bedarf auch für Externe zu öffnen.

Das entstandene Angebot sollte regelmäßig überprüft und bei Bedarf nachjustiert werden. Für größere Angebote (z. B. Workshops, Themenreihen) kann das über Evaluationen erfolgen, ansonsten über die Teilnahme- und Anfragezahlen. Bei letzterem muss jedoch mit in den Blick genommen werden, ggf. nicht die Angebote selbst, sondern deren Kommunikation oder Termine zu überdenken. Aktuelle hochschulexterne Entwicklungen (z. B. technologische Innovationen, juristische Vorgaben) sollten ebenfalls mitbedacht werden, damit auf diese reagiert werden kann.

Hinweise

Effekte

Der kontinuierliche Aufbau eigener Kanäle zur Öffentlichkeitsarbeit ist langfristig gewinnbringend.
Dies betrifft sowohl Werbe- als auch Vernetzungsbelange innerhalb und außerhalb der Hochschule.

Die verschiedenen Maßnahmen bedingen zudem einander: Aus Workshops heraus können sich neue
Bedarfe für Vorträge oder Austauschformate ergeben, Vorträge wiederum Anreize für Workshops usw.
bieten. Da im Idealfall ein Workshop Lehrende dazu inspiriert, die eigenen Materialien bzw. die Lehre
anzupassen, können Wiederholungen des Workshops in folgenden Semestern mit Best-Practice-Beispielen
angereichert werden. 

Learnings

Es hat sich gezeigt, dass die bewusste Kombination unterschiedlicher Formate den vielfältigen Bedürfnissen der Lehrenden am besten gerecht wird. Entscheidend ist dabei eine ausgewogene Balance aus variierenden Formaten bei gleichzeitiger Verlässlichkeit hinsichtlich wiederkehrender Angebote. Obwohl digitale Veranstaltungsformate insgesamt bevorzugt werden, besteht seitens der Lehrenden weiterhin der Wunsch nach der ergänzenden Durchführung einzelner analoger beziehungsweise hybrider Formate, um unterschiedlichen Lehr- und Lernsituationen angemessen Rechnung zu tragen.
Beim Einsatz externer Referent*innen für Vorträge oder Workshops ist eine engmaschige Kommunikation sowie eine sorgfältige Abstimmung von zentraler Bedeutung. Neben der thematischen Ausrichtung sollten insbesondere der inhaltliche Fokus, die adressierte Zielgruppe sowie der strukturelle Aufbau der Veranstaltung im Vorfeld geklärt werden.

Tipps

Planen Sie ausreichend Zeit für die Absprachen mit externen Referent*innen oder anderen Abteilungen ein (je nach Format mehrere Wochen bis Monate). Wir empfehlen, ein einheitliches Formular zur Erfassung der Rechte zum Aufzeichnen und Teilen von Vorträgen o ä. frühzeitig anzulegen.

Empfehlenswert ist es, frühstmöglich einen einheitlichen Veranstaltungsplan zu erstellen und dabei auf wiederkehrende Formate zu setzen. Diese sollten gemäß Rückmeldungen angepasst werden.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Design Thinking ist eine hilfreiche Methode, um Bedarfe zu ermitteln und im Doing erste Angebote zu entwickeln. Zu dieser Maßnahme bieten sich qualitative und quantitative Methoden gleicher-maßen an. Für die Werbung empfehlen wir einen Mix aus digitalen (Social Media, Newsletter, Mails) und analogen
Formate
Wir empfehlen, einerseits auf Verlässlichkeit der Angebote durch wiederkeh-rende Elemente zu setzen, in den Formaten aber zu variieren. Z. B. können halbstündige Vorträge mit anschließender Diskussion zum Einsatz kommen, aber auch mehrere Lightning Talks, die kurze Einblicke bieten, oder halb- bis m
Technische Tools
Canva zur Materialerstellung, DeepL für Übersetzungen, Obsidian zum Wissensmanagement, Evasys, LimeSurvey zur Evaluation, Zoom für Austausch, Quiz, LinkedIn, Mastodon zur Öffentlichkeitsarbeit

Nicht empfohlen

Technische Tools
 Mastodon: hier besser auf mittelgroße anstatt sehr kleine, spezialisierte Instanzen setzen (empfehlenswert z. B. bildung.social)

Kontakt

Projekt Kontakt
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Mediendidaktische Weiterbildung und Beratung Link aufrufenKultur der Digitalität, Teilprojekt Digitale Lehrkompetenz, Maßnahme: Mediendidaktische Weiterbildung und Beratung /Link/

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101024
Projekt

Digitale Lernumgebung mit integrierter Methodenbasis und adaptivem, partizipativ erstelltem Peer-Feedback-Konzept

Die eigene Lehrerfahrung zeigt, dass Studierende in der Vorbereitung von Projekt- und Bachelorarbeiten besonders viel Orientierung und Sicherheit hinsichtlich der Kriterien brauchen, die innerhalb der Disziplin und im Studium an diese Arbeiten gestellt werden. Ziele des Projekts sind, Studierende der Gesundheitsstudiengänge an der DHBW bei der Planung und Präsentation von Forschungsprojekten zu unterstützen und ihre Reflexionskompetenz vor dem Hintergrund der Anforderungen, die diesbezüglich innerhalb der Disziplin gestellt werden, zu stärken. Hierzu soll eine digitale Lernumgebung mit integrierter Methodenbasis und adaptivem, partizipativ erstelltem Peer-Feedback-Konzept (Peer-Feedback-Map) etabliert werden. Die Lernumgebung verzahnt eine digitale Methodenbasis mit einem darauf aufbauenden didaktischen Peer-Feedback-Konzept, welches die partizipative Entwicklung von Reflexionskriterien sowie die Umsetzung von Peer-Feedback im Bereich studentischer Forschung fördert. Die Methodenbasis stellt gebündelt Wissen zu Planung und Präsentation von Forschung im Bachelorstudium des Gesundheitswesens bereit und die finale Version der Peer-Feedback-Lernumgebung enthält anpassbare Kriterien für deren Reflexion. Beides ist im Learning Management System (LMS) bereitgestellt, kann mit Lehrveranstaltungen verzahnt oder zum selbstorganisierten Lernen verwendet werden.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100019
Maßnahme

Kommunikationsstrategien für Verbundprojekte

Das Projekt ii.oo war ein bayernweiter Verbund von neun Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) und erforderte eine mehrstufige Kommunikations- und Abstimmungsstruktur. Die hochschulübergreifende Zusammenarbeit brachte die Herausforderung mit sich, unterschiedliche Kulturen, Prozesse und Systeme zu harmonisieren. Dies wurde durch ein mehrstufiges Governance-Modell gelöst: Der Lenkungskreis (LK), bestehend aus drei Vizepräsidenten, und der erweiterte Lenkungskreis (eLK) mit allen neun Vizepräsident:innen waren für die wissenschaftliche Ausrichtung und strukturelle Verankerung der Ergebnisse verantwortlich. Beide Gremien tagten alle drei Monate. Die operative Umsetzung lag bei den Arbeitspaket(AP)-Leitungen, die eng mit den wissenschaftlichen Projektleitungen und der operativen Projektleitung zusammenarbeiteten. Auf Team-Ebene fanden wöchentliche Koordinationstreffen statt, um den Informationsfluss zu sichern. Ein Projektmanagement-Tool unterstützte die transparente Aufgabenvert

Maßnahme anzeigen
Publikation 100040

Harvesting the potential of diversity through peer collaboration in educational settings

[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]

Publikation anzeigen