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Digitale Lernkompetenz: Selbstlernangebote zur Förderung von Future Skills

Ziel der Maßnahme ist die Entwicklung digitaler Selbstlernangebote zur Förderung zukunftsrelevanter Schlüsselkompetenzen, um Studierende auf das selbstorganisierte Lernen in hybriden Hochschulumgebungen vorzubereiten. Durch multimediale Lernnuggets und Selbstlernkurse werden Selbstlern-, Kollaborations- und Digitalkompetenzen nach dem Future Skills-Modell vermittelt. Die Plattform #kompetentdurchsstudium der Hochschule Koblenz wurde hierzu gezielt weiterentwickelt und neu ausgerichtet.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Future Skills
Selbstlernkurse
Hybride Lernumgebung
Lernnuggets
Peer to Peer
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

In einer digitalisierten Hochschulwelt benötigen Studierende neue Schlüsselkompetenzen für selbstorganisiertes Lernen. Der "Drift to Self-Organisation" erfordert über klassische Studienkompetenzen hinaus digitale Fähigkeiten, KI-Kompetenzen und Data Literacy. Die Herausforderung bestand darin, bestehende Angebote der Plattform #kompetentdurchsstudium flexibel an individuelle Bedarfe anzupassen, neue Angebote zu entwickeln und Future Skills durch multimediale Selbstlernangebote zu vermitteln.

Herangehensweise

Die bestehende Plattform #kompetentdurchsstudium wurde strategisch weiterentwickelt und um einen strukturierten Selbstlernbereich mit sieben Themenbereichen erweitert: Lernorganisation, Studienorganisation, Studieren mit KI, Kommunikation, Wissenschaftliches Arbeiten, Digitales Arbeiten und Data Literacy. Durch ein Team aus Lerncoaches, Projektmitarbeitenden und eingeladenen Expert*innen entstanden multimediale Lernangebote - von kompakten Lernnuggets bis hin zu vollständigen Selbstlernkursen. Zusätzlich wurden sogenannte „kds-Bausteine“ (kds=kompetentdurchsstudium) anhand des Selbstlernangebots entwickelt, die Lehrende auf Anfrage in ihre Lehrveranstaltungen integrieren können. Die Angebote orientieren sich am Future Skills Triple Helix-Modell nach Ehlers (2020) und ermöglichen durch Podcasts, Videos, Quizzes und Selbsttests individuelles, zeitlich flexibles Lernen mit abwechslungsreicher, multimedialer Lernerfahrung.

Zusammenhang

Die Maßnahme wurde im Rahmen der auf der hochschulweiten Plattform #kompetentdurchsstudium im LMS OpenOlat durchgeführt. Die entwickelten Selbstlernangebote stehen allen Studierenden der Hochschule zur individuellen Nutzung zur Verfügung und können zeitlich flexibel und bedarfsorientiert genutzt werden. Zusätzlich wurden Bausteine entwickelt, die Lehrende auf Anfrage in ihre Lehrveranstaltungen integrieren können, wodurch eine Verbindung zur curricularen Lehre geschaffen wird.

Voraussetzung

Für die Durchführung waren mehrere Voraussetzungen zentral: Eine Bedarfsanalyse, die bereits bestehende Lernplattform kompetentdurchsstudium als technische Grundlage, die kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Ein interdisziplinäres Team aus Projektmitarbeitenden, Lerncoaches und externen Expert*innen ermöglichte die inhaltliche Entwicklung der Angebote. Besonders wichtig war der Peer-to-Peer-Ansatz durch studentische Lerncoaches, die entsprechend geschult wurden und eigene Lernangebote entwickelten. Mit dem Wachstum des Angebots wurde die Navigation der Plattform stetig evaluiert und angepasst, um die Nutzerfreundlichkeit zu gewährleisten. Technische Infrastruktur für multimediale Inhalte (Video-, Audio- und Textproduktion) sowie die hochschulweite Zugänglichkeit der Lern– und Videoplattform waren weitere wesentliche Bedingungen für die erfolgreiche Umsetzung.

Eignung

Die Eignung der Maßnahme für die Begegnung der identifizierten Herausforderungen lässt sich anhand einer systematischen Evaluationsstrategie auf mehreren Ebenen nachvollziehen. Quantitative Belege liefert die datenbasierte Analyse durch technische Auswertung der OpenOLAT-Nutzungsdaten. Ergänzend erfolgten qualitative Evaluationen durch Studierendenworkshops, Studierendenbefragungen am Campus sowie Fokus-Gruppen. Für eine breite Studierendenbeteiligung wurde Multi-Kanal-Feedback über Social Media-Kampagnen und zielgerichtete Instagram-Umfragen implementiert. Die Qualitätssicherung erfolgte durch systematische Zyklen aus Test-Erprobung, Evaluation, sowie darauffolgende Nachjustierung für alle erarbeiteten Konzepte und digitale Angebote.

Vorgehen/Schritte

1.       Analysieren Sie bestehende Angebote, befragen Sie Studierende zu Bedarfen und prüfen Sie verfügbare technische Ressourcen (LMS, Produktion).

2.       Starten Sie mit 2-3 prioritären Themenbereichen statt vollständigem Angebot. Fokussierte Entwicklung ermöglicht frühzeitiges Feedback.

3.       Gewinnen Sie studentische Lerncoaches für Inhaltsentwicklung. Diese bringen authentische Perspektiven mit. Bieten Sie Schulungen an.

4.       Nutzen Sie verschiedene Formate: Videos, Podcasts, PDFs, Quizzes. Einfache Produktionsmittel genügen - Authentizität vor Perfektion.

5.       Etablieren Sie Feedback-Mechanismen: LMS-Daten, Befragungen, Social Media. Nutzen Sie Test-Evaluation-Anpassung-Zyklen.

6.       Entwickeln Sie modulare Bausteine für Lehrveranstaltungen. Sprechen Sie Lehrende proaktiv an und bieten Sie Module an.

7.       Planen Sie intuitive Nutzerführung und passen Sie diese regelmäßig an. Struktur ist entscheidend für Akzeptanz.

8.       Kooperieren Sie mit externen Expert*innen für spezielle Themen. Dies gewährleistet Aktualität und neue Impulse.

Hinweise

Effekte

Erwartete Effekte:

Studierende entwickelten Future Skills und nutzten flexible Selbstlernangebote bedarfsgerecht.
Multimediale Aufbereitung führte zu hoher Akzeptanz bei verschiedenen Lerntypen.
Die Plattform kompetentdurchsstudium wurde hochschulweit bekannter, das kds-Angebot konnte ausgebaut werden.

Der Ausbau des Selbstlernangebots führte zur stärkeren Vernetzung mit Fachbereichen durch Integration der
kds-Bausteine, während die Lerncoaches erfolgreich Multiplikatorenrollen übernahmen.

Unerwartete Effekte:

Besonders überraschend war die extrem hohe Nachfrage nach wissenschaftlichem Arbeiten - der tatsächliche Bedarf
übertraf alle Erwartungen und entwickelte sich zu einem zentralen Baustein.
Die rasante KI-Entwicklung erforderte eine Neuausrichtung der Ressourcen und führte zur Schaffung des komplett
neuen Schwerpunkts "Studieren mit KI".

Learnings

Die zyklische Vorgehensweise - Erproben, Evaluieren, Anpassen - erwies sich als Kernerfolgsfaktor und ist unbedingt zu empfehlen, besonders mit Fokus auf qualitative Bewertungsverfahren. Eine zentrale Herausforderung war die Studierendenmotivation für Evaluationen. Hier mussten mehrere Ansätze zur Evaluation herangezogen werden, wie Fokusgruppen Interviews, Fragebögen und Instagram Umfragen. Rückblickend ist zu empfehlen, partizipative Evaluationsmethoden von Beginn an spielerisch in Lernangebote zu integrieren und verschiedene Feedback-Kanäle (Social Media, Pulse-Umfragen, informelle Gespräche) parallel zu etablieren. Planen Sie bewusst Ressourcen für ungeplante Entwicklungen ein, um flexibel auf aktuelle Bedarfe reagieren zu können. Der Peer-to-Peer-Ansatz durch studentische Lerncoaches war entscheidend für Authentizität unserer Angebote.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Besonders selbstgesteuertes Lernen und Peer-Learning haben sich bewährt. Microlearning-Ansätze mit kompakten Lerneinheiten ermöglichten flexible Nutzung. Interaktive Übungen und Gamification-Elemente erhöhten die Bereitschaft, asynchrone Angebote zu absolvieren.
Formate
Lernnuggets (Videos, PDFs, Screencasts) vermittelten Inhalte anschaulich und flexibel. Vollständige Selbstlernkurse mit strukturierten Lernpfaden boten vertiefende Kompetenzvermittlung. Podcasts und interaktive Quizzes erhöhten die Medienvielfalt. Peer-erstellte Inhalte durch studentische Lerncoache
Technische Tools
Das LMS OpenOLAT bildete die zentrale Lernplattform. Video-Equipment und das Medienstudio ermöglichten professionelle Produktionen für größere Projekte. Screencasting-Software unterstützte bei der Erstellung von Lernnuggets. Whisper AI half bei Transkriptionen, Atlas.ti bei qualitativer Auswertung.

Nicht empfohlen

Methoden
Rein quantitative Bewertungsansätze ohne qualitative Ergänzung lieferten oberflächliche Erkenntnisse. Freiwillige Teilnahme an den Kursen ohne strukturierte Anreizsysteme reduzierte die Verbindlichkeit erheblich.
Formate
Zu lange Lerneinheiten (Videos über 15-20 Minuten) führten zu Aufmerksamkeitsverlust. Rein textbasierte Inhalte ohne multimediale Elemente wurden schlecht angenommen.

Kontakt

Projekt Kontakt
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Selbstlernangebote zur Förderung von Future SkillsLink aufrufenKultur der Digitalität, Teilprojekt Digitale Lernkompetenz, Maßnahme: Selbstlernangebote zur Förderung von Future Skills/Link/

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