
Digital Humanities Ruhr Future Skills an der Ruhr-Universität Bochum curricular verankern
Anknüpfend an die Zusammenarbeit zur Förderung von Datenkompetenzen (Data Literacy) entwickeln die Ruhr-Universität Bochum (RUB), die Technische Universität Dortmund (TUDO) und die Universität Duisburg-Essen (UDE) Konzepte und Module für die curriculare Verankerung von Digital Humanities (DH). Die drei Partner der Universitätsallianz Ruhr (UAR) integrieren die Kurse und Materialien in ausgewählte Studiengänge und tragen zu einem fach- und hochschulübergreifenden Programm bei, das von allen UAR-Studierenden im Wahlpflichtbereich belegt und perspektivisch mit einem Zertifikat abgeschlossen werden kann. Die Partner bringen sich mit verschiedenen Schwerpunkten ein. Die UDE widmet sich digitalen Methoden der Germanistik und Philologien mit Fokus auf der texttechnologischen Aufbereitung und Auswertung von Korpora, digitalen Editionen und Archiven. Adressiert werden u.a. Korpusanalysen, linguistische Annotationen und die Arbeit mit Metadaten. Die Maßnahmen der RUB zielen auf die fachübergreifende Vermittlung von grundlegenden digitalen Kompetenzen, Werkzeugen und Methoden für die Geistes-/Gesellschaftswissenschaften ab und integrieren dabei den Einsatz von universellen Programmiersprachen wie Python in Studium und Lehre. Die TUDO legt den Schwerpunkt auf den Teilbereich der Algorithmic Literacy. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit werden Studierende befähigt, die Auswirkungen von Algorithmen auf die Gesellschaft zu untersuchen, kritisch zu hinterfragen und zu kommunizieren.
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Nachhaltige Lebensmittelerzeugung in der integrierten Aquakultur
Für die adäquate Versorgung der Weltbevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln gilt es als sicher, dass nur Aquakultur den Bedarf an Fisch in Zukunft decken kann. Ziel von NaLeA ist es, den Studierenden ein Modul in den Masterstudiengang Sustainable Water Management and Engineering mit dem Titel Ressourceneffiziente Lebensmittelproduktion in integrierter Aquakultur mit innovativen, praktischen und selbstbestimmten Lehrinhalten bereitzustellen. Die Studierenden bringen im Modul in einem alternierenden virtuellen Raum und der Realität eine spezielle Form eines Unternehmens, eine integrierte Aquakultur, zur theoretischen Marktreife. Die Lehrenden nehmen unterstützend Anteil aber greifen nicht direkt ein, wodurch auf innovative Art und Weise vom klassischen Lehrkonzept abgewichen wird. Durch Perspektivenwechsel erlernen die Studierenden die Sicht- und Arbeitsweisen aller vor-und nachgelagerten Sektoren und erwerben Methodenkompetenz mit modernster Technik unter Nutzung der Digitalisierung zur selbstständigen und lösungsorientierten Anwendung von nachhaltigen Managementverfahren. Durch Verschmelzung interaktiver virtueller Aspekte mit realer Anlagentechnik sollen für die Studierenden tiefere Erkenntnisse als bisher zu gewinnen sein. Die theoretischen Lehrinhalte der anfänglichen Vorlesungen vermitteln die Grundlage der praktischen Arbeiten und diese praktische Anwendung vertieft wiederum das theoretische Wissen auf eine besondere Art und Weise.
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Project coordinators in the third space assume governance tasks in projectified higher education without formal authority. This contribution develops ‘hidden agility’ as an analytical concept for coordination practices that function in agile ways yet remain unrecognized as such in scholarly discourse. Based on 20 qualitative interviews, the analysis identifies agile practices (including lateral enablement, adaptive restructuring, and informal feedback loops) alongside structural role ambiguity. The findings suggest that agile coordination emerges in project work but is personally compensated by actors in precarious positions rather than institutionally anchored. Role ambiguity appears as both burden and enabling condition. Sustainable agile higher education management would require recognizing these roles as lasting infrastructure.
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