
Uni-Haus Freiburg - ein Co-Creation-Lernlabor
Auf den Höhen des Schauinslands, 15 km von Freiburg entfernt, liegt das im typischen Schwarzwaldstil gebaute Seminar- und Tagungshaus der Universität. Es ist seit 2020 verwaist und droht, vergessen zu werden. Zur Wiederbelebung müssen neue organisatorische und infrastrukturelle Nutzungskonzepte entwickelt werden. Im Projekt wird das Haus daher zum interdisziplinären Lehr-Lern-Labor für Studierende dreier Wissenschaftsbereiche. In parallelen und miteinander verzahnten Lehrveranstaltungen, die zum Teil auch im Haus selbst stattfinden sollen, werden sie erste Ideen und Vorschläge für eine zukünftige nachhaltige Nutzung erarbeiten: Aus wirtschaftlich-pädagogischer Perspektive, aus technisch-ökologischer Perspektive sowie aus historisch-kultureller Perspektive durch die Aufbereitung der Geschichte und Gegenwart des Hauses. Eine übergeordnete Klammer des Projekts ist die Schulung der Studierenden in interdisziplinären Co-Creation-Methoden sowie agilen und transferorientierten Lernformen. Am Projektbeginn steht eine Bedarfserhebung mit Vertreter*innen der Anspruchsgruppen der Universität. Diese Erhebung wird zum Aufgabenheft für die Entwicklung der Konzepte in den Schwerpunktseminaren. Die Zwischenergebnisse werden regelmäßig dokumentiert und die Ergebnisse im Projektverlauf in diversen medialen Formaten der (universitären) Öffentlichkeit vorgestellt. Sie sollen der Universität zur Planung der Wiederbelebung des Hauses dienen.
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Gemeinsamer Lernort Schule: Diagnose und Förderung in der Schuleingangsphase erfahren und erlernen
Studien zeigen, dass Diagnose- und Förderkompetenzen von (angehenden) Lehrkräften häufig nicht ausreichend sind. Studierende empfinden im Studium erworbenes Wissen häufig als zu theoretisch und in der unterrichtlichen Praxis schwer anwendbar. Sie beklagen zudem zu geringe Praxisanteile im Studium. Die bestehenden Praxisanteile kommen erst spät im Studium (Praxissemester im Master) und fokussieren nur selten explizit auf Diagnose und Förderung (DiF) bzw. bleiben sehr punktuell. Im Projekt soll ein Modulkonzept entwickelt und erprobt werden, das Lehramtsstudierenden kontinuierliche und DiF-bezogene Praxiserfahrungen im gemeinsamen Lernort Schule ermöglicht. Die Studierenden sollen regelmäßig, über ein Semester hinweg und in Zusammenarbeit mit Lehrkräften unterrichtsbegleitende DiF-Einheiten für Schüler:innen mit Schwierigkeiten in Mathematik in der Schuleingangsphase (Frühförderung) planen, durchführen und reflektieren. Dabei können die Studierenden nicht nur ihr theoretisches Wissen in einer realen Unterrichtssituation anwenden und festigen, sondern auch einen Beitrag zur Entschärfung der alarmierenden Situation in den Schulen leisten (vgl. IQB-Bildungstrend 2022). Insbesondere in der Schuleingangsphase benötigen viele Kinder individuelle Unterstützung, die Lehrkräfte auch auf Grund des akuten Lehrkräftemangels kaum leisten können. Durch die enge Zusammenarbeit der Studierenden und Lehrkräfte wird Schule zum gemeinsamen Lernort für Schüler:innen, Studierende und Lehrkräfte.
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Transferkarten als ein Instrument zur Verankerung
Die Maßnahme „Transferkarten“ sollte digitale Innovationen systematisch verankern und Lehrende hochschulweit vernetzen. Ziel war es, im Projekt entwickelte Tools, didaktische Konzepte und Lehr-Lernszenarien in ein prägnantes, leicht zugängliches Format zu überführen. In Kooperation mit dem Referat Lehre und Weiterbildung wurden didaktische Kriterien erarbeitet, um Inhalte zielgerichtet und transparent darzustellen. Die Transferkarten machen digitale Lehr-Lernszenarien sichtbar, indem sie didaktische Ziele, Einsatzszenarien, Rahmenbedingungen, Materialien, Links und Kontaktdaten der Lehrenden bündeln. Um die Transferkarten als dauerhaftes Instrument zu etablieren und die Projektinhalte langfristig nutzbar zu machen, wurden weitere Lehrende eingebunden und ihre Konzepte systematisch erfasst. So entstand ein wachsender, hochschulweit nutzbarer Wissensspeicher zu digitalen Werkzeugen und Lehr-Lernmethoden – für eine nachhaltige Bereicherung der Hochschullehre.
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A psychological framework for social skill acquisition in immersive VR environments: Conceptualization, application, and empirical evaluation
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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