
Interdisziplinäres Mentoring für Innovation
Im Rahmen des Projekts Interdisziplinäres Mentoring für Innovation (MentorInn) wird ein innovatives Lehr-Lernangebot entlang des Ansatzes Design Thinking entwickelt, das auf der gesammelten Expertise eines interdisziplinären Konsortiums aus der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund fußt. Das Herzstück des Konzepts besteht in einem zielgerichteten und bedarfsorientierten Mentoring-Angebot für Studierende, das sie in den verschiedenen Phasen eines Innovationsprozesses bestmöglich unterstützen soll. Als Mentor:innen fungieren die erfahrenen Partner:innen des Konsortiums und setzen dabei ihre Erfahrung und Kompetenz u.a. aus ihren Forschungsbereichen ein. Die Innovationskraft unseres Formats soll bottom-up-Innovationen aus den Hochschulen der UA Ruhr heraus beschleunigen und deren Qualität erhöhen. Durch die hochschulübergreifende Natur wird die UA Ruhr gestärkt und weitere Vernetzungsmöglichkeiten geschaffen. Ferner trägt der multidisziplinäre Charakter des Lehr-Lernangebots dazu bei, Grenzen zu überwinden und den komplexen Herausforderungen unserer Zeit mit Wissen und Erfahrung aus diversen Fachbereichen zu begegnen.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Arbeitsplatz-basierte Assessments - Hebammenstudium
Im (dualen) Hebammenstudium dient die Praxisbegleitung als Bindeglied zwischen Hochschule und Kliniken. Die Studierenden werden während der Praxiseinsätze vor Ort besucht und fachlich mit den Praxisanleitenden bewertet. Die Lernortkooperation wird gestärkt. Bislang werden Anleitungssituationen eher unstrukturiert ausgewählt. Dies erschwert u. a. das Aufzeigen von Kompetenzzuwächsen. Abhilfe können arbeitsplatz-basierte Assessments (AbA) schaffen, die rund 30 Minuten dauern. Sie bestehen aus direktem Beobachten, Dokumentation, Selbstreflexion und Feedback. Abschließend werden die nächsten Lernziele und Verbesserungsmaßnahmen gemeinsam geplant. Im Vordergrund steht ein formativer Bewertungsansatz. Die Besonderheit bei dem Projekt AbA-StudiumHeb ist, dass hier Praxisanleitung und -begleitung anwesend sind. Zudem geht es um vorab festgelegte alltägliche Situationen, die zuerst im Skills Lab geübt wurden. Sie werden dort und in der Praxis wieder aufgegriffen und auch partiell Bestandteil des Examens sein. Es geht um die AbA-Modelle "Direct Observation of Procedural Skills" mit dem Fokus auf manuelle (prozedurale) Fähigkeiten wie die Durchführung einer Blutentnahme und "Mini - Clinical Evaluation Exercise" mit dem Fokus auf tendenziell patienten-nahen Handlungen wie eine Anamneseerhebung. Nach der Pilotierung in zwei Partnerhäusern erfolgt die Integration in das Praxiscurriculum. Lehr- und Anleitungsvideos unterstützen die Prozesse.
Projekt anzeigen
Kommunikationsstrategien für Verbundprojekte
Das Projekt ii.oo war ein bayernweiter Verbund von neun Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) und erforderte eine mehrstufige Kommunikations- und Abstimmungsstruktur. Die hochschulübergreifende Zusammenarbeit brachte die Herausforderung mit sich, unterschiedliche Kulturen, Prozesse und Systeme zu harmonisieren. Dies wurde durch ein mehrstufiges Governance-Modell gelöst: Der Lenkungskreis (LK), bestehend aus drei Vizepräsidenten, und der erweiterte Lenkungskreis (eLK) mit allen neun Vizepräsident:innen waren für die wissenschaftliche Ausrichtung und strukturelle Verankerung der Ergebnisse verantwortlich. Beide Gremien tagten alle drei Monate. Die operative Umsetzung lag bei den Arbeitspaket(AP)-Leitungen, die eng mit den wissenschaftlichen Projektleitungen und der operativen Projektleitung zusammenarbeiteten. Auf Team-Ebene fanden wöchentliche Koordinationstreffen statt, um den Informationsfluss zu sichern. Ein Projektmanagement-Tool unterstützte die transparente Aufgabenvert
Maßnahme anzeigen
Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Innovationsräumen. Herausforderungen am Beispiel hochschulischer Lehrentwicklungsprojekte
Interdisziplinäre Zusammenarbeit gilt als zentrale Herausforderung in vielen Forschungsprojekten und ist entsprechend breit diskutiert. Deutlich weniger Beachtung findet bislang die Kooperation in hochschulischen Lehrentwicklungsprojekten, die als Innovationsräume fungieren und auf strukturelle Veränderungen an Hochschulen abzielen. Dieser Beitrag untersucht solche Konstellationen anhand einer qualitativen Interviewstudie mit 20 Projektkoordinator:innen aus drittmittelfinanzierten Entwicklungsprojekten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich insbesondere für Hochschulentwicklungsprojekte zwei Besonderheiten ergeben, die auf die Interdisziplinarität der Projektgruppe und die strukturellen Einflüsse der Hochschule zurückzuführen sind. Abschließend sollen Handlungsempfehlungen aus einem diskursiven Workshop-Format für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in Projekten gegeben werden.
Publikation anzeigen