
Interaktionsraum: Kunst
Klassenzimmer und Fachräume werden in den Bildungswissenschaften oft als statische Lernumgebungen konzeptualisiert, deren Beschaffenheit Unterricht vermeintlich determiniert. Das forschungsbasierte Lehrkonzept versteht Unterricht hingegen als Interaktion in räumlich-situativen built environments, die als kommunikative Ressource von den beteiligten Akteur/innen dynamisch genutzt werden und am Vollzug unterrichtlicher Interaktion beteiligt sind. Gerade im Kunstunterricht mit seinen selbstinitiierten Praxis- und Kooperationsphasen spielt die dynamische Raumnutzung in der Interaktion von Schüler/innen und Lehrkräften eine zentrale Rolle. Ziel des forschungsbasierten Lehrprojekts ist, gemeinsam mit Studierenden auf der Basis von Laborversuchen und teilnehmender Beobachtung im Schulalltag das Lehrkonzept einer auf das Unterrichten im Fach Kunst bezogenen De-Facto-Didaktik zu entwickeln, welche in der Lehrer/innenbildung der TU Dortmund verstetigt werden kann. Dabei geht es nicht um Optimierbarkeit oder Routinen, sondern darum, unterrichtliche Situationen als de facto komplexe raumbasierte Aushandlungsprozesse in den Blick zu nehmen. Lehramtsstudierenden wird bereits in der Bachelor-Phase ein Zugang eröffnet, um lehrer/innen- und schüler/innenbezogenes situatives Handeln im Kunstunterricht professionell zu verstehen.
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