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Lehre innovieren – für Sprechsituationen sensibilisieren – Debattenkultur in Lehrveranstaltungen verbessern. Kurz: Lehrinnovation durch Stärkung der Debattenkultur

Die internationalen andauernden Diskussionen um Wissenschaftsfreiheit stellen Universitäten vor eine Herausforderung, deren Lösung zukunftsweisend sein wird. Die zentrale Frage lautet: Wer darf bzw. kann was wann sagen? Um Diversität und eine gerechte Teilhabe an Studium und Lehre zu fördern, ist es elementar, die ermöglichenden Bedingungen der Teilhabe – vor allem der studentischen – an akademischen Debatten stärker zu thematisieren. Wir gehen davon aus, dass bei Studierenden und bei Lehrenden die Möglichkeiten der Teilhabe bzw. die Sensibilisierung für ihre Bedingungen sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Ziel des Projekts ist es, Lehrende und Studierende für die Sprechsituationen in Lehrveranstaltungen zu sensibilisieren und eine aktive Teilhabe möglichst vieler Studierender an Diskussionen vor allem in Seminaren zu fördern. Mithilfe von siebzehn studentischen Hilfskräften werden studentische Erfahrungen, Expertisen und Ideen bzgl. der Sprechsituationen in Lehrveranstaltungen in konkreten Teilmaßnahmen produktiv gemacht, sodass sie ständigen Eingang in den Prozess der Verbesserung der Lehre finden. Es gilt, das Sprechen über das Sprechen als alltägliche Praxis zu etablieren und als notwendigen Bestandteil guter Lehre anzuerkennen: Studierende sollen sich auch auf dieser Ebene in die Verbesserung der Debattenkultur in Lehrveranstaltungen einbringen können. Dies halten wir für maßgeblich: als Bestandteil der Wissenschaftsfreiheit und als Voraussetzung für gute Wissenschaft.

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Praxis-Erfahrungen studentischer (PES-)Lehrkräfte unterstützen und im Studium integrieren

Aufgrund des Lehrkräftemangels nutzen Schulen in Rheinland?Pfalz immer häufiger die Möglichkeit einer befristeten Anstellung von Vertretungslehrkräften. Diese können als Maßnahme des Personalmanagements im Rahmen Erweiterter Selbstständigkeit (PES) von Schulen direkt angeworben und flexibel eingesetzt werden. Sowohl die Fachbereiche der Universität als auch das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) beobachten eine wachsende Zahl an Lehramtsstudierenden, die als PES?Kräfte an Schulen arbeiten. Während sie Lücken im Schulbereich füllen, bewegen sich die Studierenden selbst in einem unbegleiteten Raum des Bildungswesens. Für sie ist weder eine Vorbereitung, noch eine Betreuung zur Reflexion der Tätigkeiten vorgesehen, da diese in keinen etablierten Unterstützungsbereich für Praktika oder Vorbereitungsdienst fallen. So muss den Studierenden nicht nur eine Balance zwischen den Anforderungen von Studium und Schule gelingen, sie müssen auch unbegleitet einen Umgang mit den Herausforderungen des „Praxisschocks“ finden. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu einer Fossilisierung (intuitiver) didaktisch?pädagogischer Methoden oder sogar zu einer Wegorientierung vom Lehrberuf kommt, da Erfahrungen nicht reflektiert und aufgearbeitet werden können.? Im Projekt wird ein Informations? und Unterstützungsangebot für studentische Lehrkräfte entwickelt, das Maßnahmen für Information, Austausch und Reflexion umfasst, die mit Angeboten der Fachdidaktiken und des ZfLs verzahnt sind.

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