
Praxismodul für partizipative Technikgestaltung
In der Technikentwicklung wird der Bedarf nach ethischem Handeln immer stärker. Um disruptive Technologien in Einklang mit gesellschaftlichen Werten zu bringen, brauchen zukünftige Entwickler*innen ein Wissen um die Gestaltungskraft von Technik und entsprechende, methodische Kompetenzen. Aktuell ist die Ausbildung der Ingenieursstudiengänge überwiegend am Paradigma der technischen Machbarkeit ausgerichtet, das ethische Fragestellungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen ausblendet. Um diese Leerstelle zu füllen, entwickelt das Berlin Ethics Lab (BEL) ein neues Praxismodul an der TU Berlin. In interdisziplinären Lehr-Lern-Settings kooperieren Studierende aus den Geistes-, Sozial- und Technikwissenschaften, erhalten Einblicke in ethische Fragestellungen in der Praxis, bringen sich aktiv in die Entwicklung ein und lernen Wissensformen außerhalb der eigenen Disziplin. Angeleitet von Lehrenden aus dem Bereich Technikethik bzw. Technikfolgenabschätzung und ergänzt durch die Supervision von Mitgliedern des Berlin Ethics Lab werden die interdisziplinären Studierendengruppen eine Technikfolgenabschätzung für ein technisches Entwicklungsprojekt erarbeiten. Die Studierenden durchlaufen im Rahmen eines Semesters die Phasen Analyse, ethische Bewertung, Stakeholder-Integration und Re-Design, bei dem in Kooperation mit einem Praxispartner Entwicklungsalternativen für einen existierenden Anwendungsfall erarbeitet werden.
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Team Innovation and Design Engineering Hub
Mit dem TIDEN-Hub (Team Innovation und Design Engineering Hub) entsteht an der TU Hamburg eine interdisziplinäre Innovationsplattform, die Studierende aus Wirtschaftswissenschaften und Maschinenbau zusammenführt. Ziel ist es, reale Innovations- und Produktentwicklungsprozesse praxisnah und gemeinschaftlich zu erleben. Im Projektverlauf wird ein neuartiges Modulkonzept entwickelt, das zwei bestehende Lehrveranstaltungen aus unterschiedlichen Disziplinen zu einem gemeinsamen Projekt (12 ECTS) verbindet, das gleichzeitig auch separat belegbar bleibt (2×6 ECTS).Kern des Vorhabens ist die Entwicklung und Umsetzung interdisziplinärer Lehre auf Augenhöhe: Studierende gestalten Aufgabenformate, Methoden und Reflexionsprozesse aktiv mit. Externe Unternehmenspartner bringen reale Problemstellungen ein und begleiten die Teams mit Expertenfeedback. Agile Arbeitsformen, diverse Teams und iterative Entwicklung stehen im Zentrum.Ein begleitendes Evaluationskonzept mit qualitativen und quantitativen Methoden sichert die Wirksamkeit. Die Prüfungsleistungen bestehend aus Prototypen, Reflexionen und mündlichen Prüfungen sind kompetenzorientiert gestaltet. So schafft das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Studienmotivation, Selbstverantwortung und interdisziplinären Zusammenarbeit und bereitet den Weg für die schrittweise Erweiterung des TIDEN-Hubs um weitere Disziplinen.
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Laterale Führung in der Projektkoordination
Projektkoordinator:innen in Hochschulentwicklungsprojekten tragen Mitverantwortung für den Projekterfolg, haben aber meist keine formale Weisungsbefugnis gegenüber den Teilprojekten und Projektmitarbeitenden. Diese Maßnahme dokumentiert Strategien für eine wirksame Koordination ohne Hierarchie. Der Ansatz basiert auf drei Säulen: aktive Legitimation durch die Projektleitung, Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen zu allen Beteiligten und das Schaffen von erkennbarem Mehrwert für das Gesamtprojekt. Ziel ist es, dass die Koordination als hilfreiche Instanz wahrge-nommen wird, nicht als zusätzliche Kontrollschicht.
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PyRope – Ein codebasierter Ansatz für E-Assessment in MINT-Fächern
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