
Core Practices im Lehramt: digitales Praxislernen
Lehramtsstudierende sollen professionelle Kompetenzen für das Unterrichten entwickeln. Im Studium wird der Kompetenzaufbau jedoch dadurch erschwert, dass das Wissen entlang der Wissenslogiken der einzelnen Disziplinen und Studienbereiche vermittelt wird (Fachwissenschaften, Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften) und nicht entlang von Anforderungen des Lehrberufs. Mit dem Projekt CoPra wird ein Wahlpflichtmodul für Lehramtsstudierende an der Ruhr-Universität Bochum unter Einbezug von Studierenden entwickelt, in dem Lehramtsstudierende evidenzbasiertes Wissen zu sog. Core Practices also zu zentralen Lehrhandlungen in wiederkehrenden Unterrichtssituationen erlernen und den Wissenstransfer anhand realer Unterrichtsvideos einüben. Die Auswahl der für das Modul ausgearbeiteten Core Practices orientiert sich an studentischen Lernbedarfen. Das Modul folgt dem Prinzip des Inverse Blended Learning: Das Wissen zu den Core Practices wird in einer Online-Lernumgebung für den individuellen Wissenserwerb u. a. mit Lernvideos aufbereitet und in Präsenzphasen gemeinsam vertieft und anhand von Unterrichtsvideos eingeübt. Die Lernzielerreichung wird in der Online-Lernumgebung mit kompetenzorientierten Aufgaben überprüft, die in interaktive Unterrichtsvideos integriert werden. Die Online-Lernumgebung wird auch über das Modul hinaus mehreren tausend Lehramtsstudierenden zur Selbstnutzung zur Verfügung stehen (z. B. in Praktika), die modularen Inhalte werden zudem als OER disseminiert.
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Digitalisierung entlang Lehren, Lernen und Forschen integrieren
Bislang wurde das Thema digitale Lehre an der Universität Hohenheim auf der Ebene der einzelnen Lehrveranstaltung betrachtet. Mit dem vorliegenden Vorhaben werden erstmals auch die Ebene der Studiengänge sowie die Ebene der Lehrkultur und Lehrorganisation systematisch bearbeitet. Gute digitale Lehre basiert dabei auf dem konzertierten Einsatz technischer Innovationen in Kombination mit didaktischen, curricularen und organisationalen Innovationen, die zusammen einen kulturellen Wandel in der Hochschule unterstützen. Dazu werden verknüpfte Maßnahmenbündel implementiert, die sich sowohl an Studierende als auch an Lehrende richten. Als Output am Ende des Projekts stehen Ergebnisse, die auch über den spezifischen Kontext hinaus relevant und in andere Hochschulsettings übertragbar sind: studiengangsbasierte, digitale Kompetenzprofile, good practices für die Integration digitaler Formate in Studiengänge, fachspezifische digitale Toolboxen für Lehrende, ein Konzept für die digitale Unterstützung Forschenden Lehrens und Lernens, ein KI-gestütztes Lernassistenzsystem, eine auf digitaler Texterkennung basierende Evaluationsmethode sowie wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse zum Einsatz und zur Wirkung digitalen Lehrens und Lernens.
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#myfirstresearchpaper
#myfirstresearchpaper ist ein Modul- bzw. Kursangebot, welches Studierende dabei begleitet und unter-stützt, hervorragende schriftliche Ausarbeitungen (bspw. Seminar-, Projekt-, Abschlussarbeiten) im Be-reich der Wirtschaftsinformatik in wissenschaftliche Arbeitspapiere so weiterzuentwickeln, dass diese einreichungsreif für eine wissenschaftliche Tagung (bspw. European Conference on Information Systems) oder eine wissenschaftliche Zeitschrift (bspw. Business & Information Systems Engineering) sind. Aktuell werden nur wenige der hervorragenden Arbeiten von Studierenden zu wissenschaftlichen Einreichungen weiterentwickelt, wodurch potenzielles Wissen ungenutzt bleibt. #myfirstresearchpaper bietet einen Rahmen und Hilfestellungen, um es Studierenden zu vereinfachen ihre im Studium erzielten wissenschaftlichen Erkenntnisse einem breiten wissenschaftlichen Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig werden damit auch Studierende an die Wirtschaftsinformatik-Community herangeführt.
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