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Dekoloniales Lern- und Lehrlabor

Das Projekt schafft einen Raum, in dem unterschiedliche Wissensordnungen – so auch die des Globalen Südens – miteinander in Beziehung gesetzt werden, um eine plurale Wissenslandschaft zu schaffen. Hierfür wird ein interaktives Labor für dekoloniale Wissensaneignung entwickelt – ein offener, ko-kreativer Raum, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam neue Formen des Lehrens und Lernens gestalten. Ziel ist es, Formate zu entwickeln und erproben, die koloniale Kontinuitäten im Hochschulsystem kritisch hinterfragen und auf epistemische Gerechtigkeit zielen. Édouard Glissants Konzept der „Welt in Beziehung“ dient dem Projekt als pädagogischer Leitgedanke.Im Zentrum steht die aktive Mitverantwortung der Studierenden: Sie entwickeln eigene Wissensaneignungsstrategien, reflektieren sie kritisch und erproben sie in gemeinsamen hierarchiefreien Settings. Ihre Mitwirkung wird durch das Zertifikat „Dekoloniale Bildungspraxis“ gewürdigt, das Kompetenzen in machtkritischer Reflexion, partizipativer Didaktik und transkultureller Verantwortung sichtbar macht.In Seminaren, Werkstätten sowie im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und internationalen Partner*innen entstehen Bildungsräume, die Pluralität erfahrbar machen. Strukturell werden zwei curricular verankerte Module, ein MOOC (interaktiver Massive Open Online Course), ein Leitfaden und praxisnahe Tools zur Hochschulentwicklung erarbeitet. Das Labor fungiert als Modellraum für institutionellen Wandel.

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Q_M_itgestalten. Vom studentischen Lernen zur Partizipation

Seit der Systemakkreditierung 2012 veranstaltet die Universität Potsdam ein Schulungsseminar, mit dem Studierende auf die Rolle als studentisches Mitglied der hochschulinternen Akkreditierungskommission vorbereitet werden. Allerdings werden die sich bietenden Potenziale zur Förderung von Kompetenzen im Bereich des Qualitätsmanagements (QM) bislang nicht ausgeschöpft. Ziel des Projekts „Q_M_itgestalten“ ist es, das bestehende Seminar zu evaluieren und umfassend neu zu konzipieren, um theoretische Kenntnisse sowie praxisnahe Kompetenzen des QM zu vermitteln, dessen Relevanz sich schließlich in immer mehr Berufsfeldern zeigt. Somit soll ganzheitliches QM am Beispiel von Lehre und Studium erlebbar werden. Die Studierendenschaft soll zielgruppenorientiert in ihrer gesamten Vielfalt adressiert und attrahiert und auf diese Weise für studentische Partizipation gewonnen werden. Hiermit soll die studentische Beteiligung an hochschulischen Entwicklungsprozessen angeregt werden, indem klassische Verhinderungsfaktoren wie mangelndes Wissen, fehlende Sichtbarkeit von Nutzen und Einflussmöglichkeiten abgebaut werden. Mit der Durchführung findet eine formative Evaluation des Seminars statt. Die reflektierten Erfahrungen aus der Umsetzung des Seminars werden zudem für die Fach-Community aufbereitet. Mit dem Ergebnistransfer aus dem Projekt „Q_M_itgestalten“ wird das bisher nur geringe Wissen über Möglichkeiten der Förderung studentischer Partizipation im Bereich Lehre und Studium erweitert.

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