
Sustainable Alloy Navigator
Die Vermittlung von Nachhaltigkeitskonzepten in der Ingenieurausbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Heutige IngenieurInnen sollen auch die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen ihrer Entscheidungen berücksichtigen. Nachhaltigkeit vermittelt dabei ein ganzheitliches Denken, indem den ressourcenschonenden Einsatz von Materialien und Energie sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Umweltauswirkungen thematisiert wird. Bisher werden Vorlesungen zu Nachhaltigkeit oder Ressourceneffizienz unzureichend in Ingenieur-Curricula berücksichtigt, da hier interdisziplinäre Lehr-Lernangebote zu Querschnittsthemen notwendig sind, die über die fachsystematische Struktur von MINT-Curricula hinausgehen. Dieses Vorhaben schließt diese Lücke durch die Erarbeitung einer innovativen, interdisziplinären, lernendenzentrierten und digitalen Lernplattform, dem Sustainable Alloy Navigator (SAlly). Mit Hilfe von SAlly werden die wesentlichen Grundlagen der Themen Nachhaltigkeit, 10R-Strategien, Life-Cycle-Assessment, Eco-Audit in Form von Wissensbausteinen den Studierenden bereitgestellt und in die Lehre integriert. Die Lernmotivation wird über die Bearbeitung konkreter Themenstellungen aus der Industrie gesteigert werden. Für die praktische Bearbeitung der Themen wird ein physisches Nachhaltigkeitslabor SAlly+, welches als Ergänzung der digitalen Lernplattform fungiert, aufgebaut. Die Entwicklung wird empirisch begleitet bzw. evaluiert.
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Eine transformative Universitätsucht Antworten auf sich ständig verändernde Anforderungen in einer Gesellschaft. Sie macht dabei nicht nur die Veränderungsprozesse zum Kern von Forschung, Lehre und Transfer, sondern gestaltet die dafür notwendigen Rahmenbedingungen kollaborativ mit regionalen Akteur*innen. Als Brückenbauende eines solcherart geöffneten Bildungsraums agieren Studierende als transformative ambassadors sie lernen Perspektiven von Wissenschaft und Gesellschaft zu reflektieren und nachhaltige Möglichkeitsräume als gemeinsamen gesellschaftlichen Raum zu gestalten. Sie lernen dabei, sich auch nach dem Studium in gesellschaftliche Prozesse einzubringen und spezifische regionale Bedürfnisse mitzugestalten (Chatterton/Goddard 2000). Gut leben, lernen und arbeiten wird zum Motto eines neu definierten regionalen Bildungsraums. Für eine solche Neuinterpretation von Universität baut das Projekt auf bereits bestehenden Transformationsprojekten auf und führt sie im gerade in Bau befindlichen Internationalen Wissenschaftszentrum im Rahmen des Projektes TrauBe zu einem transformativen Bildungsraum zusammen. Dabei entsteht eine neue Lehr- und Lernarchitektur, die sowohl physische als auch digitale Räume integriert, um flexible, partizipative und transdisziplinäre Lernformate zu ermöglichen, die weit über die Universität hinausdenkt: Die Universität wird zu einem Ort des Dialogs und der Ko-Konstruktion, der über die Grenzen des Campus hinaus in die Region wirkt.
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