
Kasuistische Demokratiebildung im Lehramt
Soziale Polarisierung äußert sich in Schule zunehmend als religionsbezogene Diskriminierung und Radikalisierung. Das für alle Lehramtsstudierenden (LAS) verpflichtende Modul "Politische Bildung für alle" (PBA) bereitet Dresdener LAS hierauf vor. Das didaktische Konzept beruht auf kasuistischer Demokratiebildung: Lerngegenstand sind komplexe Konfliktfälle aus der sächsischen Schulpraxis, die auch politisch-religiöse Dynamiken betreffen. Die LAS erschließen die Fälle im Modul multiperspektivisch und sie diskutieren Handlungsstrategien im Lichte fachdidaktischer Qualitätsstandards (FQS). Allerdings ist für viele LAS eine religionssensible Konfliktanalyse überfordernd. Aus diesem Grund wird im Projekt die Lernumgebung von PBA mit religionsbez. Expertise weiterentwickelt. Die Herangehensweise ist an partizipatives Design-Based-Research (DBR) angelehnt und in Dresden etabliert: Die Lernumgebung wird iterativ überarbeitet, erprobt und evaluiert. Modell für die Überarbeitung ist "Justice in Schools" (Harvard), der Benchmark kasuistischer Demokratiebildung. Die Konfliktanalyse soll so durch 3 Innovationen gestärkt werden: 1) Fälle werden lebendig erzählt und multimedial inszeniert. 2) Systematisch berücksichtigt wird die Sicht ausgewählter zivilgesellschaftlicher Stakeholder auf Unterricht - beispielsweise Spannungen zwischen den Perspektiven von Eltern und Schulleitung. 3) Zusätzlich stärken strukturierte Diskussionsprotokolle die multiperspektivische Konfliktanalyse.
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Portfolioprofis: Portfolioprüfungen als Initialzündung einer veränderten Lern- und Lehrkultur
Das Projekt Portfolioprofis: Portfolioprüfungen als Initialzündung einer veränderten Lern- und Lehrkultur entwickelt, erprobt und evaluiert didaktische Konzepte, die es erlauben, große Studierendengruppen ( > 100 Studierende) im Rahmen von benoteten semesterbegleitenden Portfolioprüfungen zu prüfen. Dabei ist ein Hauptanliegen des Projektes, dass diese Prüfungen den Paradigmen der kompetenzorientierten und studierendenzentrierten Lehre folgen und selbstgesteuerte Lernprozesse unterstützen können. Entwickelt und erprobt werden die Konzepte im Bachelorstudiengang Psychologie an der TU Dresden, der auf Basis der Anforderungen des neuen Psychotherapiegesetzes zum Wintersemester 2021/22 umgestellt wurde. Nunmehr ist in der Mehrzahl der im Studiengang zu absolvierenden Module die Portfolioprüfung die alleinige Prüfungsform, sodass 15 Module mit einem benoteten Portfolio im Umfang zwischen 30 und 60 Stunden abschließen. Durch die im Projekt angestrebten Veränderungen der Lehr-/Lernpraxis kann sich die Lern- und Lehrkultur an der Fakultät Psychologie weiterentwickeln. Dabei vollziehen die Lehrenden einen schrittweisen Rollenwechsel hin zum Lernbegleiter. Die Studierenden werden partizipativ einbezogen und bzgl. ihrer Selbstlernkompetenz geschult. Außerdem kann das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Fachdiskussion leisten, indem es Möglichkeiten des didaktisch reflektierten Einsatzes von benoteten Portfolioprüfungen in großen Studierendengruppen aufzeigt.
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Digital Object Identifier (DOI)
Alle Text-Beiträge, die im Portal LEHRELADEN veröffentlicht werden, werden mit einem Digital Object Identifier (DOI) versehen, was die Attraktivität für Autor*innen erhöht. Dahinter stehen eine Kooperation mit der für DOI verantwortlichen Universitätsbibliothek sowie ein eigens entwickeltes Plugin für die WordPress-Instanz, das die Kommunikation mit DataCite ermöglicht.
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Do achievement goals and self-efficacy matter for feedback use?
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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