
OTH-Brain: Ein adaptives KI-Tutorsystem
In Einführungsveranstaltungen zur Programmierung ist die selbständige Bearbeitung von Übungsaufgaben durch Lernende essenziell. Insbesondere in hybriden Lernsettings wird während der Bearbeitung häufig jedoch nicht ausreichend individuelles Feedback gegeben, sodass zeitintensive wiederholte Anwendung falscher Strategien Frustration hervorruft. Um dem entgegenzuwirken, erproben wir in einer hybriden Programmierveranstaltung für internationale Studierende ein Konzept, das interaktive Programmieraufgaben mit einem tutoriellen KI-Assistenten verbindet. Die Kernideen des Konzepts sind:Interaktive Programmieraufgaben mit automatischem FeedbackDie Aufgaben werden mit dem System CodeRunner entwickelt, das eine automatische (formative/summative) Bewertung und sofortiges Feedback zur aktuellen Lösung ermöglicht.Fortlaufend trainierter, modulspezifischer KI-AssistentEin für die Lehrveranstaltung konfigurierter KI-Assistent wird durch ein Plugin im Lernmanagementsystem integriert und unterstützt Studierende bei der Aufgabenbearbeitung. Das dahinterliegende Modell wird mit stetiger Nutzung feinjustiert.Analyse der Konversationsdaten zur kontinuierlichen Verbesserung der AufgabenDie anonymisierten Anfragen an den Assistenten werden aufgabenspezifisch analysiert. Dadurch können Aufgaben gezielt verbessert werden.Begleitendes Projektseminar "BrainLab AI4Peers"Studierende des Studiengangs "KI" gestalten und entwickeln den KI-Tutor im Rahmen eines Projektseminars aktiv mit.
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Das Projekt Make Bio ART verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als transdisziplinäres, ästhetisch-experimentelles Lehrformat in der Lehramtsausbildung zu verankern. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Species Services den Potenzialen von Mikroorganismen wie Pilzen, Algen und Bakterien zur Lösung gesellschaftlicher Problemstellungen in einem forschend-gestalterischen Laborumfeld. Studierende agieren hierbei nicht lediglich als Rezipient:innen, sondern als aktiv Mitgestaltende: Sie konzipieren eigenständig Projekte, entwickeln nachhaltige Artefakte und reflektieren ihre Rolle als zukünftige Multiplikator:innen einer kreativen, handlungsorientierten BNE.Die methodische Umsetzung folgt einem Design-Based-Research-Ansatz, der eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Lehrformate im Dialog mit den Studierenden ermöglicht. Die Wirksamkeit wird mittels eines Mixed-Methods-Designs evaluiert, das unter anderem Veränderungen in Einstellungen zu BNE und Biodiversität sowie die Entwicklung von Selbstwirksamkeitserwartung erfasst. Ergebnisse werden im Rahmen öffentlicher Präsentationen sichtbar gemacht und als Open Educational Resources (OER) verbreitet. Das Projekt leistet damit einen strukturellen Beitrag zur curricularen Innovation in der Lehrer:innenbildung und bietet übertragbare Impulse für weitere Lehrkontexte.
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