
Hochschule und Engagement als Resonanzraum
Über 100.000 junge Menschen engagieren sich jedes Jahr freiwillig für die Zivilgesellschaft. An den Hochschulen bleibt dieses Engagement weitgehend unsichtbar. Zwischen der gelebten Erfahrung im Engagement und der akademischen Bildung besteht bislang kaum Verbindung und damit gehen wertvolle Chancen für junge Menschen, Wissenschaft und Demokratie verloren. HERO Hochschule und freiwilliges Engagement als gemeinsamer Resonanzraum für Orientierung schließt diese Lücke auf zwei Pfaden: HERO@Start richtet sich an junge Menschen in Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, ÖBFD). Unabhängig von einer Hochschulzugangsberechtigung können sie ihr Engagement als Lernort nutzen, Micro-Credentials erwerben und sich wissenschaftlich orientieren. Das Programm entsteht in enger Kooperation mit den Trägern der Freiwilligendienste.HERO@University spricht Studierende an, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen etwa als Peer-Coaches für HERO@Start, im Campusleben oder durch Engagement in der Gesellschaft. Dieses Engagement wird curricular verankert, reflexiv begleitet und mit ECTS zertifiziert.HERO wird von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) und der Technischen Hochschule Augsburg (THA) gemeinsam entwickelt, curricular verankert und qualitätsgesichert umgesetzt mit begleitender Evaluation, kompetenzorientierten Micro-Credentials und einem Transferpaket. So entsteht ein Modellprogramm, das Studierende, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander verbindet.
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Der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität gehören zu den Herausforderungen unserer Zeit. Zur Anpassung an die Klimawandelfolgen, die zunehmend im urbanen Raum auftreten (z. B. Hitze, Trockenheit, Starkregen, Sturm und Hagel sowie Verlust der Biodiversität), müssen interdisziplinäre Lösungen gefunden werden. In der universitären Lehre werden Lehrveranstaltungen jedoch meist nur für wenige, thematisch ähnliche Fachrichtungen angeboten. Fachübergreifende Angebote sind selten, echte Interdisziplinarität, bei denen Studierende verschiedener Studienrichtungen praxisnah zusammenarbeiten, findet sich kaum. Hier setzt das beantragte Projekt an. Für Studierende aus drei unterschiedlichen Fakultäten (Architektur und Stadtplanung, Bauingenieurwesen und Umweltschutztechnik sowie Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik) wird ein Mastermodul zu den Themen Klimaanpassung und Biodiversität im urbanen Raum entwickelt. Das Modul adressiert weitere Lehrbausteine, die in den gegenwärtigen Curricula meist nur für wenige, spezialisierte Fachrichtungen zur Verfügung stehen, wie Messtechnik, (Labor-)Praktika und Präsentationstechniken. Neben der Vermittlung einer fundierten Fachkompetenz hinsichtlich Klimawandel, Anpassungsmaßnahmen und Biodiversitätsförderung wird eine Verbesserung der digitalen, Team- sowie Berufskompetenz der Studierenden angestrebt.
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