
Re:Law - Lehre
Recht ist mit Kultur oder Wirtschaft entscheidende gesellschaftliche Kraft. Es basiert auf Normen und realisiert sich über Praxis. Im Rechtsalltag von Verhandlung, Rechtsprechung, Gesetzgebung oder Mobilisierung unterliegt das Recht ständigem Wandel. Juristische Berufe erfordern Verantwortung und damit Wissen um Potentiale und Grenzen rechtlicher Handlungsspielräume, kurz interdisziplinäre Kompetenz. Derzeit dominiert im Jurastudium die Orientierung am Pflichtfachexamen. Mit professioneller Praxis, der Arbeit am realen Fall sind Studierende oft erst danach konfrontiert. Umgekehrt scheint juristische Eigenlogik in der interdisziplinären Ausbildung oft als Barriere auf, die Studierende vor vertiefter Arbeit mit Recht zurückschrecken lässt. Re:Law/lehre möchte traditionelle Lehrpläne um ein interdisziplinäres und praxisrelevantes Konzept erweitern. Zu diesem Zweck orientiert sich das Projekt an einer internationalen Bewegung zwischen Wissenschaft und Praxis: Den Feminist Judgments. Seit knapp 20 Jahren finden sich unter diesem Titel Richter*innen, Akademiker*innen oder Aktivist*innen zusammen, um Gerichtsentscheidungen aus intersektional-feministischer Perspektive neu/anders zu schreiben. Als Methode kritischer Rekonstruktion etabliert sich dieses "ReWriting" aktuell im deutschsprachigen Raum - nicht zuletzt über Forschungsprojekte rund um die HU Berlin. Mit Re:Law/lehre geht es nun darum, diese Dynamik aufzugreifen und für die Hochschullehre produktiv zu machen.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

FutureScape Conference
Die FutureScape Conference an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ist eine innovative Lehrveranstaltung, in der Studierende aller Fachrichtungen eine Konferenz aktiv gestalten und organisieren. Das Modul ist integriert in die öffentliche Ringvorlesung "Verantwortung Zukunft", die regelmäßig Zukunftsthemen aus dem Kontext der Sustainable Development Goals (SGDs) aufgreift. Es orientiert sich an den Prinzipien des Challenge based Learnings, bei dem wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden anhand komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen erarbeitet und praxisorientierte Kompetenzen gefördert werden. Die Studierenden setzen sich aktiv mit Megatrends wie Nachhaltigkeit und den notwendigen Transformationsprozessen auseinander. Sie sind eingeladen, u.a. ein SDG auszuwählen, es zu ihrer persönlichen Herausforderung zu machen, praxisnah zu erforschen und ihre Ergebnisse zu präsentieren. Die gesamte Konferenz, von der Themenwahl bis zur Präsentation, wird von den Studierenden selbst gesteuert. Unterstützt werden die Studierenden dabei einerseits durch thematischen Input von Lehrenden und andererseits im MakerSpace bei der konkreten Umsetzung ihrer Prototypen oder Mock-Ups. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Entwicklung anwendungsorientierter Nachhaltigkeitskompetenzen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Befähigung der Studierenden, als Change Agents zur Großen Transformation hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen.
Projekt anzeigen
Umstrukturierung der Software-Architektur
"Durch die Umstrukturierung der Software-Architektur und den Wechsel der Programmiersprache von Matlab® auf den Open-Source-Code Python konnte eine Verringerung des Programmieraufwandes sowie eine Verbesserung der grafischen Oberfläche und der Bedienbarkeit erzielt werden."
Maßnahme anzeigen
Gemeinsam tiefer graben, Ideen spinnen und Kaffee trinken – wie drei ungewöhnliche Austauschformate die digitale Verbundarbeit verbessern.
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen