
Forschendes Lernen mit Oral History in der Geschichtswissenschaft
FLOH (Forschendes Lernen mit Oral History in der Geschichtswissenschaft) zielt darauf ab, in den fünf geschichtswissenschaftlichen Studiengängen der Ruhr-Universität Bochum einen geeigneten Rahmen zur Integration von Oral History als Methode und Quellengattung in die Lehre zu schaffen. Die Studierenden erwerben so Kompetenzen im Umgang mit lebensgeschichtlichen Interviews, welche sie später als Vermittler:innen in Schulen und geschichtskulturellen Institutionen nutzen können. Zugleich entstehen in der gemeinsamen Arbeit mit den Studierenden verschiedene kleinere Forschungsprojekte. Diese werden über die Veröffentlichung in einem OpenAccess-Journal und auf der Projektwebsite einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine Integration der komplexen Forschungspraxis Oral History, welche für die Erhebung, Sicherung und Analyse der Interviews erhebliche technisch-organisatorische Vorarbeiten erfordert, in die Lehre ist schwierig. Denn der Aufwand übersteigt oft den Umfang einer einzelnen Lehrveranstaltung sowohl für die Studierenden als auch die Lehrenden. FLOH möchte diesen Herausforderungen entgegentreten, indem Lehrende fertig konzipierte und erprobte Lehrmaterialien mit technischen, organisatorischen und rechtlichen Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, die sie direkt auf ihr inhaltliches Thema anwenden können. Hierdurch bleibt ausreichend Zeit für eine Erhebung der Quellen, deren Reflexion und eine auf ihnen basierende geschichtswissenschaftliche Analyse.
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