
Zeit-Raum-Archiv. Sustainable educational resources video platform.
Das Zeit-Raum-Archiv ist eine nachhaltige ER-Video-Plattform, in der einzelne Filmsequenzen gelagert und bearbeitet werden können. Ziel ist es, dadurch den Studierenden im Arbeiten und Lernen und den Lehrenden im Lehren mehr Freiraum und Austausch zu ermöglichen. Es wird das künstlerische erfahrungsorientierte Arbeiten und Forschen im Außenraum mit einem neuen, innovativen Ansatz digitaler Lehre verknüpft. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Eine Infrastruktur, um Filme zu schneiden, zu archivieren und zentral auf einer Plattform zu speichern, auf die alle Studierenden Zugriff haben, war nicht gegeben.
Zu wenig Speicherplatz; komplizierter Zugang; Qualität der Daten nicht einheitlich; technisches Know-how fehlte; keine Barrierefreiheit.
Die Studierenden sollten ermächtigt werden, ein nachhaltiges gemeinschaftliches Filmprojekt zu realisieren.
Keine Gewährleistung von Qualität, einheitlicher Auflösung der einzelnen Videos, da technisc
Voraussetzung
Bei der Fertigstellung des gemeinsamen Videos wurde klar, dass die Studierenden des zweiten Kurses große Bedenken hatten, die Videos des ersten Kurses zu verändern, aus Kollegialität und dem Gefühl für Urheberrechte. So entstand abschließend kein eigenständiges Video, sondern ein durch Bündelungen strukturiertes gemeinsames Video-Reel. Die von den Studierenden endwickelten Bündelungen (Cluster) sind der Grundstein für die Archivstruktur des ZRA in der Zukunft.
Genügend Speicherplatz auf der Plattform, einfache Zugänglichkeit und identische technische Voraussetzungen bei der Produktion.
Eignung
formativ (projektbegleitend)
summativ (zum Abschluss)
Mündliche Evaluation zum Ende des Kurses (1,5 h) sowie schriftliche Evaluation anhand des Evaluationsbogens für Seminare der TU Berlin. Über die Evaluation der Zwischenschritte als Formation studentischen Empowerments wurde das ZRA optimiert und weiterentwickelt.
Vorgehen/Schritte
Auftragsvergabe Plattformdesign (4 Wochen)
Erste Schritte Konzeptentwicklung (4 Wochen)
Besprechung des ersten Prototyps (4 Wochen)
Entwicklung der Grundstruktur (2 Wochen)
Feedback und Weiterentwicklung (1 Woche)
Herstellung der Video-Tutorials „Ana“ und Miro Board Wilderness. (3 Wochen)
Erste Laufzeit im WiSe22/23 (2 Monate)
Optimierungen und Problemlösungen, Feedbackrunde mit Studierenden und Mitarbeiter*innen (2 Monate)
Zweite Laufzeit SoSe23 (2 Monate)
Übergabe und Entwicklung der Archivstruktur und Übergabe vom Admin an das FG Bildende Kunst (3 Monate)
ein Semester bis zu einem Jahr
Hinweise
Effekte
Es wurde ermöglicht, gemeinschaftlich ein 90-minütiges Video-Reel zu entwickeln (5 Wahlpflichtkurse aus dem WiSe 22/23 und SoSe 23). Da alle 34 Projekte mit identischem Equipment gearbeitet hatten, konnte eine gleichbleibende technische Qualität und Auflösung der Videos gewährleistet werden. Diese praktische Grundlage ermöglichte, aus den einzelnen Videos ein gemeinsames Ganzes zu schaffen. Durch das Zeit-Raum-Archiv konnte der Zugriff auf Roh-Dateien unkompliziert gewährleistet werden.
Die Studierenden haben im WiSe 22/23 den Kurs maßgeblich im Sinne eines studentischen Empowerments geformt. Von den Studierenden wurden Vorgaben und Handlungsanweisungen für die zu produzierenden Videos entwickelt und kommuniziert.
Learnings
Die Bereitstellung von professionellem Equipment (Kameras, Drohnen, der Video-Plattform ZRA, Miro-Boards) wurde von den Studierenden als Ausdruck einer Wertschätzung wahrgenommen und hat, wie die Evaluationen der Kurse ergaben, zu einer größeren Motivation und der Bereitschaft, mehr Energie und Zeit in den Kurs zu investieren, geführt.
Ein zweites Learning war, dass Nachhaltigkeit, Diversity, Equality und Inklusion in der Struktur der Plattform gestaltet wurden: Tutorials sind von einer KI-generierten Persona „Ana“ eingesprochen. Das spart Arbeitszeit und ermöglicht die Sprachwahl.
Die Plattform ist auf ein absolutes Minimum reduziert worden, um unnötige Daten zu vermeiden.
Mit Bio-Host und Windcloud wurden Cloudspace und Domain mit nachhaltiger Energie betrieben.
Die Daten werden regelmäßig bereinigt und die Strukturierung verhinderte die Produktion von Dark Data.
Um finanzielle Ressourcen zu schonen, wurde bei der Entwicklung auf die Grundstruktur von „Nextcloud“ zurückgegriffen. Die
Empfehlung
Wir haben uns im Sinne der Nachhaltigkeit auf eine sehr einfache Version einer Video-Datenbank beschränkt, um die Produktion von Dark Data auf ein Minimum zu beschränken und Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Cloud und Domain werden mit nachhaltiger Energie betrieben. Die Erklärvideos und Tutorials haben wir von einer KI-Persona einsprechen lassen. Untertitel und eine Sprachwahl sichern eine maximale Barrierefreiheit. Das minimale Design der Plattform ist ressourcenschonend und übersichtlich. Begonnen hatten wir mit der Idee einer bunten, sehr visuellen Plattform, haben uns im Entwicklungsprozess aber von dieser Idee verabschiedet, zu Gunsten von Übersichtlichkeit und Nachhaltigkeit.
Tipps
Keep it simple.
Tutorials von KI einsprechen lassen.
Auf Nachhaltigkeit auch im Digitalen achten.
Methoden
Empfohlen
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Physik in Bielefeld - Vom Labor auf die Bühne
Im Physikstudium sollen Lehramts- und Fachstudierende sowohl theoretisches Wissen als auch experimentelle Kompetenzen erwerben. Letzteres kommt jedoch aus Sicht der Studierenden selbst sowie aus Sicht der Fachdidaktik häufig zu kurz. Zudem bemängeln die Studierenden das noch stets traditionelle (Selbst-)Bild des Faches, was sich u.a. in einer geringen Diversität unter Dozierenden sowie den insgesamt niedrigen Zahlen an Studienanfänger:innen manifestiert. Das Projekt Physik in Bielefeld Vom Labor auf die Bühne (PiBonStage) adressiert diese Herausforderungen indem ein Seminarkonzept für Lehramts- und Fachstudierende der Physik entwickelt wird, welches die Entwicklung experimenteller Kompetenzen explizit fördert und gleichzeitig ein modernes Bild der Physik durch proaktive Wissenschaftskommunikation vermittelt. Im Sinne des Design-Based Learning konzipieren und bauen die Teilnehmer:innen unter Begleitung von Expert:innen aus Experimentalphysik, Physikdidaktik und Wissenschaftskommunikation eigenständig (Mitmach-)Experimente und stellen diese zu einer Physikshow für Schulen aus der Region zusammen. Neben dem Erwerb praktischer Fähigkeiten im Bereich des Experimentierens und in der zielgruppengerechten Wissenschaftskommunikation, tragen die Studierenden damit selbst als Role-Models und Multiplikator:innen zum Abbau von tradierten Vorstellungen über das Fach bei.
Projekt anzeigen
Social Media für Verbundprojekte
Je nach Projektart ist Öffentlichkeitsarbeit notwendig, um verschiedenste Zielgruppen zu erreichen, um Veranstaltungen zu bewerben, aber auch um Erkenntnisse außerhalb des Projektes sichtbar zu machen. Da es sich bei D2C2 um ein Verbundprojekt mit vielen beteiligten Hochschulen handelt, entstand zusätzlich der Bedarf, Entwicklungen in Teilprojekten auf informellem Weg nach innen hin sichtbar zu machen. Social Media als ÖA sollte in D2C2 also verschiedene Ziele verfolgen: - Veranstaltungen und bestehende Netzwerke bewerben, um Teilnehmende zu gewinnen - Veröffentlichungen bewerben - Projektinhalte vorstellen, um diese außerhalb und innerhalb des Verbundprojektes sichtbar zu machen Social Media sollte also verschiedene Zielgruppen erreichen und einen zusätzlichen niedrigschwelligen Informationsaustausch nach außen und innen ermöglichen. Dazu wurden verschiedene Social-Media-Profile eingerichtet. Zudem wurden Zugänge zur Bildbearbeitungssoftware Canva erworben, um Grafiken zu erstellen.
Maßnahme anzeigen
Relevance of student motivation for providing high-quality peer-feedback: Results of two field studies
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen