
WissensWert – Lehren und Lernen an der Uni Bremen
WissensWert – Lehren und Lernen an der Uni Bremen (WWUB) ist die zentrale Wissensplattform der Universität Bremen für Lehrende und alle, die sich mit Hochschullehre beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen regelmäßig erscheinende Artikel zu aktuellen Themen, Trends und Herausforderungen rund um Lehren und Lernen. Die Beiträge bieten Orientierung, ordnen Entwicklungen ein und zeigen praxisnahe Lösungsansätze für die Gestaltung von Lehre auf. Zudem können Lehrende ihr Wissen, ihre Materialien und Beispiele guter Praxis einbringen und so Impulse für andere Lehrende geben. So führt WissensWert relevantes Wissen an einem Ort zusammen und macht es für die Lehrpraxis leicht zugänglich.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
An der Universität Bremen stellen unterschiedliche Einrichtungen und Akteur:innen Informationen, Materialien und Unterstützungsangebote für die Lehrpraxis an verschiedenen Stellen bereit. Für Lehrende ist es daher nicht immer einfach, passende Inhalte schnell und gebündelt zu finden. WissensWert setzt hier an: Die Plattform führt relevante Inhalte an einem Ort zusammen, bereitet sie in Artikeln verständlich und praxisnah auf und verlinkt auf die jeweiligen originären Angebotsseiten.
Zusammenhang
WissensWert ist im Rahmen des Projekts SKILL – Studierendenzentriert, kollaborativ, innovativ Lehren und Lernen an der Universität Bremen entstanden und wurde nach Projektabschluss dauerhaft an der Universität Bremen verankert. Die Plattform wird von einem festen Team im Referat Lehre und Studium betreut, redaktionell bespielt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Voraussetzung
Wesentliche Voraussetzungen für die Durchführung waren die institutionelle Rückendeckung, die Zusammenarbeit verschiedener Akteur:innen im Bereich Lehren und Lernen, eine tragfähige technische Lösung inklusive fester Supportstrukturen sowie der Aufbau eines Redaktionsteams. Dieses identifiziert Themen, schreibt und wirbt Beiträge ein, bearbeitet Inhalte redaktionell, pflegt die Plattform kontinuierlich und unterstützt ihre Bekanntmachung innerhalb der Universität. Zudem braucht es geeignete Kommunikationskanäle, um regelmäßig auf neue Inhalte aufmerksam zu machen und Lehrende zur Nutzung sowie zur Beteiligung anzuregen.
Eignung
Die Maßnahme eignet sich besonders für Hochschulen, an denen Informationen, Materialien, Unterstützungsangebote und Erfahrungen rund um Lehren und Lernen bislang an unterschiedlichen Stellen bereitgestellt werden und stärker gebündelt sichtbar gemacht werden sollen.
Vorgehen/Schritte
Für die Adaption einer ähnlichen Maßnahme sollten frühzeitig zentrale konzeptionelle, technische, redaktionelle und kommunikative Fragen geklärt werden. Hilfreich sind insbesondere folgende Schritte:
Relevante Akteur:innen einbinden:
Informationen, Materialien und Unterstützungsangebote rund um Lehren und Lernen entstehen meist an vielen Stellen der Hochschule. Deshalb sollten zentrale Einrichtungen, Projekte, Fachbereiche und Lehrende früh zusammengebracht werden, um vorhandene Inhalte, Bedarfe und mögliche Beiträge zu klären.Ziele und Zielgruppen klären:
Vor dem Aufbau sollte deutlich sein, wen die Plattform erreichen soll und welchen Mehrwert sie bietet: Orientierung, Materialien, Erfahrungsberichte, Verweise auf Angebote oder Beispiele guter Praxis. Eine klare Zielsetzung erleichtert Entscheidungen zu Struktur, Formaten und Kommunikation.Gemeinsame Struktur entwickeln:
Unterschiedliche Inhalte müssen sinnvoll geordnet werden. Dafür sollten Themenbereiche, verständliche Kategorien, geeignete Beitragsformate sowie Verknüpfungen zu bestehenden Materialien, Angeboten und Ansprechpersonen festgelegt werden.Geeignete technische Lösung wählen:
Die Plattform sollte zur Hochschulinfrastruktur passen, langfristig betreut werden können und redaktionelles Arbeiten ermöglichen. Wichtig sind Übersichtlichkeit, Nutzungsfreundlichkeit, Gestaltungsspielraum, Verlinkungsmöglichkeiten sowie die Berücksichtigung von Datenschutz. Ein datenschutzkonformes Tracking kann helfen, Nutzung und Weiterentwicklungsbedarfe zu erkennen.Redaktion nachhaltig verankern:
Für regelmäßige und aktuelle Inhalte braucht es ein Redaktionsteam mit klaren Zuständigkeiten. Es plant Themen, schreibt und bearbeitet Beiträge, wirbt Inhalte ein, pflegt bestehende Artikel und sichert Qualität und Aktualität.Beitragende aktiv gewinnen:
Lehrende, Projekte und Einrichtungen sollten gezielt zur Beteiligung eingeladen werden. Niedrigschwellige Möglichkeiten, redaktionelle Unterstützung und gute Kommunikation erleichtern es, Wissen, Materialien oder Beispiele guter Praxis einzubringen.Plattform bekannt machen:
Die Bekanntmachung sollte von Anfang an mitgedacht werden. Dafür kann vorhandene Kommunikationsinfrastruktur der Hochschule genutzt werden, z. B. Webseiten, Newsletter, Verteiler, Veranstaltungen oder Beratungsangebote. Multiplikator:innen in Fachbereichen und Netzwerken helfen, regelmäßig auf neue Inhalte hinzuweisen und zur Nutzung sowie Beteiligung anzuregen.Ressourcen realistisch einplanen:
Aufbau und Betrieb erfordern Zeit und personelle Kapazitäten für Konzeption, Abstimmung, technische Umsetzung, Design, Redaktion, Qualitätssicherung, Bewerbung und kontinuierliche Pflege.
Hinweise
Learnings
Besonders die technische und gestalterische Umsetzung kann anspruchsvoll sein: Auch wenn seitens der Universität eine Supportstruktur vorhanden ist, braucht es eine Person im Team, die die Plattform technisch gut kennt, Anforderungen in funktionale und gestalterische Konzepte übersetzt und den Aufbau in Nutzerführung, Struktur und Design eng begleitet.
Die Entwicklung einer gemeinsamen Seiten-Struktur mit vielen beteiligten Akteur:innen ist ein längerer Prozess. Unterschiedliche Perspektiven, Zuständigkeiten und Inhalte müssen zusammengedacht, geordnet und in eine für Lehrende verständliche Form gebracht werden.
Zu Erstveröffentlichung braucht es einen Grundbestand an Artikeln und weiteren Inhalten, etwa Seitenbeschreibungen oder Einführungstexten. Dafür sollten frühzeitig Autor:innen und Beitragende gewonnen werden, zum Beispiel aus dem Kreis der beteiligten Einrichtungen oder aus dem eigenen Lehrendennetzwerk. Voraussetzung ist, dass die Seiten- und Artikelstruktur bereits geklärt ist.
Empfehlung
Es ist empfehlenswert, vor dem Launch mehr Zeit für Usability-Tests mit Vertreter:innen der Zielgruppe einzuplanen. Im Projekt war dies aufgrund des nahenden Projektabschlusses und des damit verbundenen Zeitdrucks vor der Veröffentlichung nur eingeschränkt möglich. Für Nachnutzende wäre es sinnvoll, Lehrende frühzeitig in die Erprobung einzubeziehen, z. B. um Navigation, Verständlichkeit der Kategorien, Auffindbarkeit von Inhalten und redaktionelle Formate zu testen. Die Rückmeldungen könnten genutzt werden, um Struktur, Design und Nutzerführung vor dem offiziellen Start gezielt zu optimieren, statt später im Live-Betrieb aufwendig nachsteuern zu müssen.
Tipps
Eine solche Plattform sollte nicht nebenbei im Regelbetrieb aufgebaut werden. Für die initiale Umsetzung braucht es ausreichend personelle, zeitliche und technische Ressourcen. Von Beginn an sollte geklärt werden, wie sie nach der Aufbauphase dauerhaft verankert, redaktionell betreut und weiterentwickelt wird.
Hilfreich sind ein Redaktionsleitfaden und ein Leitfaden für Autor:innen: Sie regeln Abläufe, Zuständigkeiten, Standards, Freigaben und Qualitätssicherung und unterstützen verständliche, praxisnahe Beiträge. Ergänzend sollten technische und gestalterische Dokumentationen Funktionen, Gestaltungsvorgaben, Vorlagen und wiederkehrende Arbeitsschritte festhalten. Alle Leitfäden und Dokumentationen sollten regelmäßig gepflegt werden.
Sonstiges
Zentrale technische Tools im Überblick:
WordPress-basiertes Blogsystem der Universität Bremen: Etablierte, technisch betreute Plattform zur strukturierten Veröffentlichung und ansprechenden Gestaltung der Inhalte
Affinity: Tool zur Bildbearbeitung und Erstellung eines einheitlichen visuellen Erscheinungsbilds
Wekan: Kanban-Board für redaktionelle Planung, Themenabstimmung, Zuständigkeiten, Bearbeitungsstände und Veröffentlichungstermine
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