
mappingNRW - Baustoff, Baukonstruktion, Baukultur
Angesichts der zunehmenden Ressourcenknappheit und der Tatsache, dass die Bauindustrie rund 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verursacht, ist ein grundlegender Wandel der Baubranche erforderlich. Das Projekt "mappingNRW" an der TU Dortmund zielt darauf ab, Architekturstudierende auf diesen Wandel vorzubereiten. Durch experimentelle Lehrformate soll ein vertieftes Verständnis für lokale Baukultur und nachhaltige Bauweisen etabliert werden. Studierende erkunden im Rahmen von geführten Stadtspaziergängen die gebaute Umwelt NRWs und setzen sich in unterschiedlichen Lehrformaten aktiv mit lokaler Baukultur, Naturbaustoffen und ressourcenschonenden Konstruktionsweisen auseinander. Dabei werden sie von externen Expert:innen begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der digitalen Kartenstruktur "mappingNRW" aufbereitet und als Atlas veröffentlicht. Dieser dient als Grundlage für das forschende Entwerfen und wird in die Pflichtlehre integriert. Das Projekt folgt dem didaktischen Konzept des "Lernende durch Lehren" (LdL), bei dem Studierende aktiv in den Lernprozess eingebunden sind. Durch eine partizipative, digitale Kartierung entsteht eine kooperative Lernumgebung, die Peer-to-Peer Learning fördert. Ziel ist es Architekturstudierende für regionale Baukultur und Konstruktionsweisen zu sensibilisieren und die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung fest in der Lehre der TU Dortmund zu verankern, um langfristig einen wichtigen Beitrag zur Bauwende zu leisten.
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