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Digitales Praxismodul – Facetten der Berufsbilder

Im digitalen Praxismodul „Facetten der Berufsbilder“ erhalten ISTAB-Masterstudierende (Internationaler Studiengang Technische und Angewandte Biologie) praxisnahe Einblicke in biologische Berufsfelder durch Alumni- und Expert:innenvorträge aus Forschung, Industrie und Diagnostik. Ziel ist es, Übergänge zu Projekt- und Masterarbeiten zu erleichtern und berufsrelevante Netzwerke aufzubauen.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Berufsorientierung
Praxiskontakte
Alumni Netzwerk
Challenge Based Learning
Wissenschaftskommunikation
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Tutor:innen/stud. Mentor:innen
Professor:innen
Lehrbeauftragte
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Technisch-räumliche Infrastruktur
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Lehrkonzepte/-formate entwickeln
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Curricula/Studienprogramme entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Studierende im ISTAB-Masterstudiengang stehen vor der Herausforderung, praxisnahe Einblicke in die vielfältigen Berufsbilder der Biowissenschaften zu erhalten und Kontakte für Projekt- oder Masterarbeiten zu knüpfen. Viele haben noch Fragen dazu, welche Karrierewege offenstehen und wie der Übergang ins Berufsleben gelingen kann. Das Modul adressiert den Bedarf an Orientierung, authentischen Praxiskontakten und der Entwicklung berufsrelevanter Kompetenzen.

Herangehensweise

Die Maßnahme bietet eine praxisnahe, strukturierte Annäherung an verschiedene Berufsbilder in den Biowissenschaften: In acht bis zehn hybriden Vorträgen berichten Alumni und Expert:innen aus Industrie, Forschung und Diagnostik anschaulich über ihren Werdegang und Arbeitsalltag. Die Vortragenden werden gezielt so ausgewählt, dass Möglichkeiten für Projekt- und Masterarbeiten entstehen. Zusätzlich bearbeiten die Studierenden im Challenge Based Learning-Teil eine aktuelle, reale Fragestellung aus der Praxis in Teamarbeit, um Problemlösungsstrategien und Selbstorganisation zu trainieren. Unterstützt von Lego® Serious Play® werden Rollen- und Teamentwicklung gefördert. Die Teilnahme am einem Life Science Meeting inkl. Posterpräsentation stärkt die Fähigkeit zur Wissenschaftskommunikation und baut Fachnetzwerke auf. Laufendes Feedback sowie die enge Begleitung durch die Lehrenden helfen, Unsicherheiten abzubauen und die Maßnahme bedarfsorientiert weiterzuentwickeln.

Zusammenhang

Das Modul wurde als Pilotmaßnahme im „Freien Modul Industriebiologie“ des Masterstudiengangs Technische und Angewandte Biologie (ISTAB) an der Hochschule Bremen durchgeführt. Es ist als Wahlpflichtmodul für ca. 10 - 15 Studierende konzipiert und gezielt auf den Übergang zwischen Studium und Praktika/Masterarbeit ausgerichtet.

Voraussetzung

Wesentliche Voraussetzungen waren der Zugang zu einem aktiven Alumni-Netzwerk sowie die Bereitschaft externer Expert:innen, ihre Berufserfahrungen zu teilen und ggf. Plätze für Projekt- und Masterarbeiten anzubieten. Für den erfolgreichen Modulablauf benötigten wir einen geeigneten, hybriden Veranstaltungsraum sowie digitale Infrastruktur für Onlinevorträge und Gruppenarbeit. Die Abstimmung mit Challengegeber:innen erforderte frühzeitige und klare Kommunikation – insbesondere durch Erstellung und Einsatz eines Leitfadens für den Ablauf des CBL. Die Studierenden profitierten von einer motivierenden Atmosphäre sowie von Flexibilität in der Zusammenarbeit (z. B. verschiedenen Präsentationsformen, Wahl der Postergruppen, Online-Zuschaltung). Für das Challenge Based Learning war außerdem die kreative Einführung über Lego® Serious Play® wertvoll, um Rollenfindung und Teamzusammenhalt zu stärken. Offenheit für Neues und die Unterstützung durch alle Beteiligten waren entscheidend.

Eignung

Die Wirksamkeit zeigt sich durch die positive Modul-Evaluation der Studierenden (Durchschnittsnote 1,65) und das starke Engagement der Studierenden in allen Modulbestandteilen. Besonders hervorgehoben werden die Relevanz und Vielfalt der Vorträge, die konkreten Kontakte für Masterarbeiten/Projekte sowie das Life Science Meeting als effektiver Baustein für Vernetzung und Präsentationspraxis. Der iterative Verbesserungsprozess (z. B. Einführung des CBL-Leitfadens, Anpassungen nach Feedback) hat Akzeptanz und Umsetzung deutlich gesteigert. Auch die Challengegeber:innen geben positives Feedback zum Modell und sehen Vorteile in der offenen, kreativen Zusammenarbeit. Die Maßnahme eignet sich für eine nachhaltige Integration von Praxisbezügen und bietet offene Strukturen für den Transfer in andere Studiengänge.

Vorgehen/Schritte

  1. Bedarfsanalyse und Zieldefinition: Klären Sie zunächst, welche Unterstützung Studierende beim Übergang in die Praxis/den Beruf in Ihrem Kontext ben

  2. Alumni- und Expert:innen-Netzwerk aufbauen: Pflegen Sie Kontakte zu Alumni und externen Part-ner:innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern und wähl

  3. Formatmix festlegen: Kombinieren Sie Praxisvorträge mit interaktiven Elementen (z. B. Challenge Based Learning, Posterpräsentation, Netzwerkveranst

  4. Organisation hybrider Veranstaltungen: Richten Sie einen Raum mit stabiler digitaler Infrastruktur für hybride oder Online-Vorträge ein und ermögliche

  5. Frühzeitige und strukturierte Kommunikation: Nutzen Sie Leitfäden (vor allem für CBL-Praxispartner:innen), definieren Sie klare Erwartungen und unters

  6. Methodenvielfalt ermöglichen: Setzen Sie optional kreative Methoden wie z. B. Lego® Serious Play® gezielt zur Teambildung und Rollenfindung beim CBL e

  7. Individuelle Begleitung und Feedback: Begleiten Sie die Studierenden und externen Gäste eng, Geben Sie regelmäßiges Feedback und schaffen Sie eine wer

  8. Praxisorientierte Prüfungsleistungen: Integrieren Sie Leistungen wie Posterpräsentationen auf Fach-veranstaltungen, kurze Präsentationen oder die Bear

  9. Laufende Evaluation und iterative Anpassung: Sammeln Sie regelmäßig Feedback aller Beteiligten ein (z. B. anonyme Studierendenevaluation, Gespräche mi

  10. Transfer und Nachnutzung sichern: Dokumentieren Sie zentrale Materialien (Leitfäden, Checklisten, Ablaufpläne), tauschen Sie sich hochschulweit und au

Hinweise

Effekte

Erwartet wurde, dass die Studierenden durch reale Erfahrungsberichte und Praxiskontakte Orientierung gewinnen und gezielt passende Plätze für Projekt- oder Masterarbeiten finden. Positiv war das hohe Engagement der Studierenden im Modul, bei interaktivem Austausch mit den Vortragenden, dem Challenge Based Learning und bei den Posterpräsentationen und selbst bei zunächst ungewohnten Methoden wie Lego® Serious Play®. Viele Studierende empfanden insbesondere die Vorträge und das Life Science Mee-ting als großen Gewinn für ihre Netzwerkarbeit. Auch die Resonanz und Bereitschaft der externen Referent:innen, sich wiederholt zu engagieren, war größer als angenommen.

Learnings

Zu den wichtigsten Learnings zählt, dass Studierende von authentischen und vielfältigen Einblicken in Berufsfelder sowie konkreten Praxiskontakten besonders profitieren. Eine klare, frühzeitige Kommunikation und strukturierte Begleitung, vor allem bei neuen Methoden und in der Zusammenarbeit mit externen Part-ner:innen, sind entscheidend für den Erfolg. Kreative Methoden wie Lego® Serious Play® eignen sich gut für Rollenfindung und Teamentwicklung, sollten jedoch verständlich eingeführt werden. Die Erfahrung zeigt außerdem, dass Studierende beim Format wissenschaftlicher Posterpräsentationen eng begleitet werden sollten, da hier häufig Unsicherheiten bestehen.

Empfehlung

Grundsätzlich hat sich die Kombination aus Alumni-/Expert:innenvorträgen, praxisorientierten Aufgaben wie Challenge Based Learning und Netzwerkaktivitäten bewährt. Wer geringere Ressourcen zur Verfügung hat, kann zu Beginn gezielt mit weniger Vorträgen oder lokalem Alumni-Pool starten und das Format später ausbauen. Auch der Einsatz kreativer Methoden wie Lego® Serious Play® ist optional. Wichtig ist, Praxis-orientierung, Interaktivität und individuelle Begleitung der Studierenden in den Mittelpunkt zu stellen.

Tipps

Binden Sie die Interessen und Bedarfe der Studierenden frühzeitig ein, etwa durch eine Umfrage zu gewünschten Berufsfeldern oder Vortragenden. Planen Sie für Organisation und Kommunikation mit externen Partner:innen ausreichend Vorlaufzeit ein. Konzentrieren Sie sich auf maximal zehn, dafür relevante und engagierte Gäste. Unterstützen Sie die Studierenden bei neuen Aufgabenformaten wie dem Challenge Based Learning. Fördern Sie eine offene Lernatmosphäre und begegnen Sie anfänglicher Skepsis gegenüber kreativen Methoden mit Transparenz und kleinen Einstiegsübungen.

Sonstiges

Das Modul schafft eine wertvolle Brücke zwischen Studium und Praxis und ermöglicht Studierenden, eigene Wege in der Biowissenschaft aktiv zu gestalten. Rückmeldungen zeigen, dass authentische Begegnungen mit Alumni und praxisnahe Herausforderungen das Selbstvertrauen und die berufliche Orientierung nachhaltig stärken. Das Format eignet sich als Blaupause für andere Studiengänge, die Praxisbezug und Netzwerkbildung fördern möchten.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Hybride Vortragsreihe mit Alumni und Expert:innen, Challenge Based Learning, kreative Methoden zur Rollen- und Teamentwicklung (z. B. Lego® Serious Play®), projektbasierte Zusammenarbeit, individuelle Poster- und Präsentationstrainings, kontinuierliches Feed-back.
Formate
Hybridveranstaltungen (Präsenz und Online), Gastvorträge, Posterpräsentationen auf Fachveranstaltungen, Kleingruppenarbeit, Abschlusspräsentationen, Reflexionsrunden, Diskussionsformate mit externen Gästen.
Technische Tools
Videokonferenzplattformen (z. B. Zoom), digitale Präsentationsmedien (Beamer, Screensharing), Online-Lernplattform (z. B. ILIAS), stabile Mikrofon- und Soundsysteme für Hybridbetrieb.

Nicht empfohlen

Methoden
Wenig geeignet sind rein frontale Fachvorträge ohne Anschlussdiskussion oder interakti-ve Elemente. Zudem erweisen sich unklare Aufgabenstellungen und fehlende Begleitung beim Einstieg in neue Methoden (z. B. Posterarbeit, CBL) als hinderlich für den Lernerfolg.
Formate
Formate ohne Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten (reine Streamingformate, große, anonyme Online-Vorträge) sind wenig empfehlenswert.
Technische Tools
Technik mit schlechter Tonqualität (fehlende Mikrofone/Soundsysteme im Hybridbetrieb), schlecht betreute Online-Plattformen oder umständliche, nutzerunfreundliche Tools be-hindern Austausch und Interaktivität.

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
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