
Interaktive und adaptive Physik-Praktika
Laborpraktika sollen im Rahmen des Physikstudiums wissenschaftliche Arbeitsweisen vermitteln, fachliches Wissen vertiefen, kommunikative und kooperative Kompetenzen stärken und Motivation steigern. Häufig sind Versuche allerdings in einem starren und begrenzten Setting verortet und von kochrezeptartigen Versuchsanleitungen (Skripten) begleitet, sodass weder kritisches Nachfragen noch exploratives Weiterdenken begünstigt werden. Dieser Diskrepanz zwischen Zielvorstellungen und Erfahrung begegnet das Projekt INTERAPT.Im Rahmen des Projektes wird ein Laborpraktikums-Modul so neukonzipiert, dass es den individuellen Lern-/Wissenstand und das Interesse der Studierenden berücksichtigt, um die Integration theoretischen Wissens und experimenteller Praxis, Hypothesenbildung als Element wissenschaftlichen Arbeitens und die Motivation zu fördern. Dies geschieht über den Einbau interaktiver und adaptiver Skripte und Versuche, die alle Arbeitsprozesse innerhalb der Praktika begleiten. Durch interaktive Elemente wie Simulationen, Bildschirmexperimente und Quizfragen sollen die Studierenden angeregt werden sich aktiv mit den physikalischen Inhalten und experimentellen Aufbauten auseinandersetzen. Basierend auf den Interessen und dem Antwortverhalten der Studierenden sollen die Skripte adaptiv weiterführende Informationen bereitstellen und adressatenspezifische Versuche ermöglichen (unterschiedliche Teilversuche, Manipulation vs. Programmierung, offene vs. geschlossene Versuchsaufträge).
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Mensch-Umwelt-Interaktion fachlich und künstlerisc
Die Auseinandersetzung mit den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ist für die Bewältigung aktueller Herausforderungen von zentraler Bedeutung. Diese Wechselwirkungen sind nicht nur komplex, sondern auch von unterschiedlichen Sichtweisen geprägt. Während in der Hochschullehre die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Umwelt im Vordergrund steht, wird die Subjektivität der Umweltwahrnehmung meist vernachlässigt. Gerade die unterschiedlichen Perspektiven auf Umwelt (-probleme) müssen aber verstanden und berücksichtigt werden, um einen echten Dialog zwischen verschiedenen Akteuren zu ermöglichen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden. Ziel des Projektes ist es, ein Konzept zu entwickeln, bei dem Studierende sich mit Fallbeispielen im Themenkomplex Mensch-Umwelt-Interaktion beschäftigen. Neben einer fachlichen Analyse soll auch eine kreative / künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik erfolgen. Durch den kreativen Prozess werden Hintergründe, Perspektiven und Beziehungen sichtbar und erlebbar gemacht werden. Der Perspektivwechsel ist ein zentrales Element dieses Vorhabens und wird auf transdisziplinäre Weise erarbeitet. Durch erfahrungsbasiertes Lernen weiten die Studierenden ihren Blick hinsichtlich der Vielfalt in der Welt und können ihre Kompetenzen bezüglich Analyse und Vermittlung von Sachverhalten schärfen. Diese Kompetenzen eignen sich vor allem für Situationen, in denen Lösungen für Probleme nur gemeinschaftlich erarbeitet werden können.
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Beteiligungsformate für studentische Partizipation
Um studentische Partizipation sowohl im Projekt umzusetzen als auch hochschulweit zu fördern, wurden verschiedene Beteiligungsformate entwickelt und erprobt. Die Formate reichten von niedrigschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten im Vorbeigehen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen mit vorheriger Anmeldung. Mit den Beteiligungsformaten wurden Studierende nicht nur als Zielgruppe, sondern insbesondere als Mitgestaltende von Hochschullehre und -leben einbezogen. Durch die Beteiligungsformate konnte studentische Partizipation aktiv gefördert und sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse und Learnings, die im Rahmen der Förderung studentischer Partizipation im Projektzeitraum entstanden sind, wurden auf einer Website zur studentischen Partizipation dokumentiert, um den Transfer zu ermöglichen.
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Automatisierte Durchführung und Auswertung von ingenieurwissenschaftlichen Online-Praktika in der Messtechnik [2]
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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