
Stahlbau 4.0: Digitalisierte Planung und Fertigung
Das moderne Aufgabenfeld im Bauwesen befindet sich durch die voranschreitende Digitalisierung im stetigen Wandel. Um materialeffizient zu bauen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird vermehrt auf serielles Bauen mit einem hohen Automatisierungsgrad gesetzt. Besonders im konstruktiven Stahlbau hängen die digitale Planung, die automatisierte Fertigung sowie die Montage von Bauteilen unmittelbar zusammen, erfolgen jedoch räumlich und zeitlich getrennt. Dies erfordert ein hohes Maß von interdisziplinärer Kommunikation aller Projektbeteiligten.Erste Teilaspekte der digitalisierten Planung, wie bspw. die Vernetzung von Planungsständen mit dem Building Information Modeling sind bereits in der universitären Lehre repräsentiert. Im Rahmen des Projekts DigiStahl erfolgt die ganzheitliche Betrachtung von Planung, Fertigung und Montage sowie der gegenseitigen Wechselwirkungen in einem Co-Learning-Lab (CLL). Im CLL planen die Studierenden kooperativ ein Beispielbauwerk und begleiten dieses durch die automatisierte Fertigung in einer Lehrwerkstatt mit CNC-Fräsen, Wasserstrahlschneideanlage und Schweiß-Cobot bis zur Fertigstellung.Durch den ganzheitlichen Ansatz des CLL-Konzepts erlernen die Studierenden digitale Planungskompetenzen im konstruktiven Ingenieurbau. Die interkulturelle Kommunikation wird anhand der Arbeit im Projektteam gezielt gefördert. Das Lehrkonzept ist auf weitere Bereiche des digitalen Bauens und in andere Hochschulen übertragbar.
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Flexible DaZ-Professionalisierung im Lehramt
Dynamische gesellschaftliche Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an Lehrkräftebildung und Schulen: Lehrachitekturen müssen agil auf diversifizierte Studienbiografien und neue Zielgruppen reagieren können. Schulen sind mit zunehmenden Anforderungen an die Sprachbildung konfrontiert. Dies gilt insbesondere für die mehrsprachige Metropole Ruhr mit ihren überdurchschnittlich vielen Schulen in herausfordernder sozialer Lage. Diesen strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen stellen sich die drei Partner*innen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit dem vorliegenden Verbundvorhaben. Dafür werden im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) (1) das obligatorische DaZ-Modul studiumsbegleitend, individuell profilierend und flexibler gestaltet, (2) eine Spezialisierung auf neu zugewanderte Schüler*innen ermöglicht und (3) Theorie-Praxis-Bezüge konzeptionell innoviert und strukturell flexibilisiert. Im gut ausgebauten Bereich DaZ der UA Ruhr ergänzen sich die Forschungs- und Lehrgebiete hervorragend. Gelenkt wird der Verbund durch die zentralen Stakeholder der drei Universitäten. Ein externer Expert*innenrat berät an Gelenkstellen des Projekts. Die Bedingungen für das Gelingen sind in der 2007 gegründeten UA Ruhr hervorragend: Sie ist mit aktuell ca. 20.000 Lehramtsstudierenden bundesweit der bedeutendste lehrkräftebildende Bildungsraum, und bietet ihren Studierenden am Ruhrcampus3das gesamte, gemeinsame Lehrveranstaltungsangebot.
Projekt anzeigen
Unterrichtsvideos interaktiv aufbereiten
Die Analyse von Unterrichtsvideos erweist sich im Rahmen der Lehrkräfteprofessionalisierung als vielversprechend, gilt jedoch nicht per se als wirkungsvoll. Unterrichtsvideos müssen so aufbereitet werden, dass insbesondere Studienanfänger:innen systematisch angeleitet werden und so einen nachhaltigen Lerneffekt erzielen können. Im Projekt wurden Unterrichtsvideos ausgewählt, in denen beobachtet werden kann, wie eine Lehrkraft konstruktiv oder weniger konstruktiv mit Leistungsheterogenität umgeht. Es wurden relevante Szenen ausgewählt und in kurze Videosegmente unterteilt. Zu diesen Segmenten wurden Beobachtungsfragen formuliert, die sich an den Subprozessen der professionellen Wahrnehmung orientieren. Nach der Bearbeitung der Beobachtungsfragen können Studierende auf einen Sprachkommentar der Dozierenden zurückgreifen, der als Modellantwort dient. Evaluationen zeigen, dass insbesondere der Sprachkommentar sehr positiv von den Studierenden aufgenommen wird.
Maßnahme anzeigen
Enhancing the Peer-Feedback Process Through Instructional Support: A Meta-Analysis
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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