
Material Art Lab
Am Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der HS Koblenz studieren angehende Künstler:innen im Bachelor oder Master Freie Kunst Keramik und Glas. Das IKKG weist ausgezeichnete Expertise an handwerklich-künstlerischen Techniken auf, wobei der Schritt in Richtung computergestützte künstlerische Lehre noch aussteht. In Zeiten von NFT und virtuellen Präsentationsformaten ist dieser Schritt für eine zukunftsträchtige künstlerische Ausbildung unumgänglich. Für das gezielte Anwenden von 3D-Technologien im Bereich Freie Kunst Keramik/Glas werden daher grundlegende Expertise und Wissen sowie technische Ausstattung benötigt. Ziel des Projekts MaRt-Lab ist es, mit einem Modell des forschenden Lernens die Studierenden zu befähigen, in einem Reallabor eigenständig und explorativ 3D-Technologien für ihr künstlerisches Arbeiten zu erproben, ausstellungsreif anzuwenden und einen zeitgemäßen Material- und Werkbegriff für Künstlerische Keramik und Glas, der auch die immaterielle (virtuelle) Skulptur einfasst, zu etablieren. Dafür werden im Projekt die Einrichtung des MaRt-Labs in einem Tiny House, die Erprobung und Evaluierung der 3D-Technologien, Blockwochen zur materialspezifischen Erprobung und Evaluierung sowie der Transfer in die künstlerische Praxis durch MaRt-Lab-Ausstellungen umgesetzt. Die Erprobung im Lehrkontext und projektbegleitenden Evaluierungen bilden die Basis für die Integration der neuen Erkenntnisse und Techniken in Lehrmodule für das IKKG.
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Empirisches Lernen mit Co-Creation in der Biologie
Biowissenschaftliche Fragestellungen werden immer komplexer und verlangen zunehmend die Verknüpfung experimenteller und computergestützter Methoden genau hier setzt ECOBIO an. Das Projekt entwickelt ein innovatives, interdisziplinäres Lehrformat, das die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließt. In einem neu konzipierten Modul analysieren Studierende synthetische mikrobielle Gemeinschaften mithilfe von Metagenomik, Bioinformatik und systembiologischer Modellierung. Ziel ist es, metabolische Nischen zu charakterisieren, mikrobielle Interaktionen zu simulieren und computergestützte Vorhersagen experimentell zu validieren. Der zyklische Lernprozess von der Hypothesenbildung über die Simulation bis zur Laborprüfung fördert forschendes Lernen, kritisches Denken und eigenverantwortliches wissenschaftliches Arbeiten. Zugleich etabliert ECOBIO ein partizipatives Lehrentwicklungsverfahren: Studierende sind aktiv an Planung, Umsetzung und Evaluation beteiligt. Arbeitsgruppen und ein studentischer Beirat sichern die kontinuierliche Mitwirkung über alle Projektphasen hinweg. Inhalte und Materialien entstehen in Co-Creation-Prozessen unterstützt durch modulare Schulungsformate, personalisierte Lernpfade und KI-gestützte Tools. So entsteht nicht nur ein innovativer Kurs, sondern ein strukturelles Modell für nachhaltige, übertragbare Mitgestaltung von Lehre. Skalierbarkeit, curriculare Anschlussfähigkeit sowie offene Materialien und Leitfäden sichern den langfristigen Transfer.
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