
Digitale Lehrkompetenz: Digitale Weiterbildungs- und Vernetzungsplattform für Lehrende
Ziel der Maßnahme ist die Entwicklung einer digitalen Plattform, die Lehrenden als Weg zum Austauschen und Vernetzen dient. Thematische Schwerpunkte liegen auf Mediendidaktik und digitaler Lehre, damit die geteilten Gedanken in die Bildung der Kultur der Digitalität mit einfließen können. Zur Umsetzung wurde der bestehende E-Learning-Fundus ausgebaut und durch kommunikative Funktionen zur umfangreichen Plattform "Lehre im Dialog" erweitert.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Lehre stehen Lehrende immer häufiger vor der Situation, dass sich die – oft ungeplanten und spontanen – Kontakte und Begegnungen erheblich reduzieren. Um der Abnahme des informellen Austauschs zwischen Lehrenden entgegenzuwirken, bedarf es einer aktiven Kultivierung von Austausch- und Vernetzungsangeboten, über die Lehrende sich einfach und gezielt zu aktuellen Entwicklungen informieren und austauschen können.
Herangehensweise
Basierend auf den Bedarfen der Lehrenden wird die Plattform „Lehre im Dialog“ konzipiert, erstellt und über die gesamte Projektlaufzeit weiterentwickelt. Im Rahmen ihrer Entwicklung stellt sich die Plattform nicht nur als Vernetzungsplattform dar. sondern als zentrale Anlaufstelle für asynchrone Weiterbildungsangebote, Informationen über anstehende Schulungs- und Austauschveranstaltungen sowie Updates zum Förderpreis Innovation in der Lehre und dem Tag der Lehre. Abgerundet wird die Plattform durch den „Community“-Bereich, der Ideen-Whiteboards, Feedbackmöglichkeiten sowie Kontaktoptionen zu Ansprechpersonen für verschiedene Anliegen beinhaltet. Ein regelmäßiger Newsletter informiert Lehrende über neue Inhalte, kommende Veranstaltungen und Updates der Plattform.
Zusammenhang
Das Portal „Lehre im Dialog“ wurde auf dem Fundament des vorangegangenen E-Learning-Fundus weiterentwickelt. Anhand von Bedarfsanalysen und Evaluationen wurden Struktur, Funktionalität und Design stetig verbessert und an die Bedarfe der Lehrenden angepasst. Aktive Nutzung und Weiterentwicklung fanden so stets parallel statt und das Portal war permanent über das LMS OpenOLAT zugänglich. Community-Funktionen wie Abstimmungen oder Whiteboards werden zusätzlich in Live-Veranstaltungen eingebettet.
Vorgehen/Schritte
Zur Bedarfsanalyse neben Lehrenden gezielte Schlüsselpersonen der Fachbereiche, z. B. Digitalisierungsbeauftragte, identifizieren und befragen.
Bei der Bedarfsanalyse stets bereits bestehende Angebote mitdenken und erwägen, ob diese optimiert oder lediglich besser beworben werden müssen.
Zur initialen Konzeption nutzungsorientierter Angebote bieten sich Design-Thinking-Workshops mit den Mitarbeitenden an.
Plattform muss nicht zwingend völlig neu entwickelt werden, sondern kann auch auf die Nutzung etablierter LMS aufbauen.
Zentral beim Anlegen und Betreiben der Plattform ist die Kooperation von Mitarbeitenden mit technischer und mediendidaktischer Expertise.
Vor Umsetzung der Maßnahme muss sich der Bedarf an stetiger Pflege und Aktualisierung der Plattform nach Veröffentlichung bewusst gemacht werden.
Es empfiehlt sich, eine einheitliche, zentrale Plattform für Austausch- und Vernetzung sowie Weiterbildungsangebote einzurichten.
Informationen und Anmeldung zu Schulungen und anderen Veranstaltungen sind auf der Plattform auch gut aufgehoben.
Generell lohnt sich zu prüfen, ob die Plattform zur effektiven Umsetzung weiterer Projektmaßnahmen beitragen kann.
Die Anwendung der Austauschfunktionen der Plattform können ertragreich in Live-Veranstaltungen integriert werden.
Es empfiehlt sich die Einrichtung eines Bereichs, in dem Ansprechpersonen zu verschiedenen Anliegen kontaktiert werden können.
Ein Buchungssystem mit festen Zeitslots für Beratungen kann lohnenswert in die Plattform integriert werden.
Zur Inspiration und Anregung des Austauschs empfiehlt es sich, Best-Practice-Beispiel aus dem Lehrkollegium auf der Plattform zu spotlighten.
Zum Informieren über Neuigkeiten auf der Plattform und anstehende Veranstaltungen empfiehlt sich die Etablierung eines regelmäßigen Newsletters.
Thema Öffentlichkeitsarbeit und Information sollte mitbedacht werden, z. B. via Social Media oder Zusammenarbeit mit entsprechender Abteilung.
Multiplikatoren sollten identifiziert und miteingebunden werden.
Die Nutzung der Plattform sollte im Onboarding-Prozess für neuberufene Professor*innen integriert sein.
Bei der Evaluation der Plattform empfiehlt es sich, Plattformstatistiken und qualitative Befragungen miteinander zu kombinieren.
Bei der Evaluation der Plattform empfiehlt sich die gleichmäßige Befragung Neuberufener und bereits mit der Plattform vertrauter Lehrender.
Ebenso empfiehlt sich das Befragen von Lehrenden mit unterschiedlichen Ständen der Expertise hinsichtlich digitaler Lehre.
Hinweise
Learnings
Es empfiehlt sich, von Anfang an einen starken Fokus auf Werbemaßnahmen für die Plattform zu legen. Dazu gehören z. B. Social-Media-Kanäle, Newsletter oder Erwähnungen in Weiterbildungs- und Austauschveranstaltungen. Weiterhin bietet sich ab Beginn Hinweise zur Plattformnutzung im Onboarding-Prozess für neue Lehrende an.
Tipps
Regelmäßige Erinnerungen an die Nutzung der Plattform und an anstehende Veranstaltungen, z. B. durch Rundmails, sind sehr ergiebig. Hier bietet sich die Bündelung mehrerer Informationen in einer Nachricht an. Zusätzlich können Social-Media-Kanäle genutzt werden, um Lehrende auf die Plattform zu leiten, in dem Beiträge mit neuen oder anstehenden Inhalten, Funktionen und Terminen veröffentlicht werden.
Weiterhin ergiebig ist die Beschaffung passender Inhalte von anderen Abteilungen oder Fachbereichen, z. B. Onboarding-Maßnahmen. So gewinnt die Plattform gleichzeitig an Inhalten als auch an potentiellen neuen Gruppen von Besucher*innen.
Methoden
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