
Digitale Lehr- & Lerninfrastruktur: Erprobung (KI-spezifischer) Tools
Aufgrund der Entwicklungen im Bereich generativer KI wurden KI-Tools für unterschiedliche Anwendungsgebie-te in Studium und Lehre erprobt. Ziel war die systematische Evaluation neuer Möglichkeiten von KI Tools für Studium und Lehre gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Die rasante Entwicklung neuer KI-Technologien stellte die Hochschule vor Herausforderungen: Die Vielzahl verfügbarer KI-Tools erschwert die Auswahl geeigneter Lösungen für die Lehre. Gleichzeitig fehlten Lehrenden und Studierenden praktische Erfahrungen, wie diese sinnvoll in Studium und Lehre eingesetzt werden können.
Herangehensweise
Es wurde ein partizipatives Vorgehen gewählt: Zunächst erfolgte eine gezielte Ansprache von Lehrenden, um gemeinsam interessante KI-Tools für die jeweilige Fachrichtung zu identifizieren. Ergänzend flossen Vorschläge der Projektmitarbeitenden ein, wobei besonders fachbereichsübergreifend anwendbare Tools berücksichtigt wurden. Die gesammelten Empfehlungen wurden anschließend nach verschiedenen Testszenarien kategorisiert und ausgewählt. Je nach Tool erfolgte die Auswahl der Testpersonen unterschiedlich: Entweder wurden gezielt geeignete Lehrende angesprochen oder es bestand die Möglichkeit einer Bewerbung um Testlizenzen mit konkreten Anwendungsvorhaben. Jeder Testphase ging eine Einführungsveranstaltung voraus, die sowohl die wichtigsten Funktionen als auch die Rahmenbedingungen vermittelte. Die eigentliche Erprobung fand über einen definierten Zeitraum statt, gefolgt von moderierten Austauschrunden zur Feedbacksammlung und einer abschließenden quantitativen Evaluation.
Zusammenhang
Die ausgewählten KI-Tools wurden in unterschiedlichen Zusammenhängen getestet: Bei manchen Tools stand die fachbereichsübergreifende Anwendung im Fokus, um die Nützlichkeit verschiedener Lehrformen zu evaluieren und das Potenzial zu bewerten. Andere Anwendungen wurden gezielt für spezielle Lehrveranstaltungen erprobt. Hierbei ging es darum, den Mehrwert sowohl für den Lehrgegenstand zu bewerten als auch für die beiden beteiligten Parteien - Lehrende und Lernende.
Voraussetzung
Die Voraussetzungen für einen Test waren durch vielfältige Rahmenbedingungen definiert. Zum einen gab es Anforderungen hinsichtlich des Datenschutzes und des Kostenrahmens: Die funktional geeigneten Tools mussten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entsprechen. Gleichzeitig mussten die erforderlichen Lizenzkosten in den geplanten Kostenrahmen passen. Darüber hinaus war die Bereitschaft der Lehrenden zur aktiven Teilnahme an den Tests erforderlich. Schließlich war eine zeitliche Koordination zwischen Testzeiträumen und Semesterzyklen notwendig, um realistische Anwendungsszenarien zu ermöglichen.
Eignung
Die Eignung der Maßnahme zeigt sich bereits im methodischen Vorgehen: Der partizipative Ansatz bei der Tool-Auswahl steigerte die Bereitschaft der Lehrenden zur Teilnahme an der Erprobung. Das Bewerbungsverfahren um verfügbare Testlizenzen zielte auf freiwillige Teilnahme interessierter Lehrender ab. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes belegt die hohe Beteiligung an den Tests und die vollständige Nutzung der verfügbaren Lizenzen. Bei den Testdurchführungen konnten Studierende direkt mit KI-Tools interagieren und praktische Erfahrungen mit KI-Anwendungen im Hochschulkontext sammeln. Die nachgelagerten Feedbackrunden und systematischen Evaluationen lieferten konkrete Indikatoren für die Weiternutzung sowie fundierte Empfehlungen für eine potenzielle hochschulweite Beschaffung. Nachnutzende können an der hohen Akzeptanz, der vollständigen Lizenzausnutzung und den strukturierten Evaluationsergebnissen die Erfolgsaussichten des Ansatzes ablesen.
Vorgehen/Schritte
Hinweise
Effekte
Erwartete Effekte
Die kritische Betrachtung von KI-Tools durch die Lehrenden entsprach den Erwartungen. Die Teilnehmenden hinterfragten sowohl datenschutzrechtliche Aspekte als auch didaktische Sinnhaftigkeit der verschiedenen Anwendungen. Ebenso bestätigte sich die Annahme, dass der Mehrwert dieser Technologie stark kontextabhängig ist - während sich manche Tools für bestimmte Fachbereiche als sehr nützlich erwiesen, zeigten sie in anderen Lehrszenarien wenig bis gar keinen Nutzen.
Unerwartete Effekte
Positiv: Durch die zahlreichen projektbezogenen KI-Angebote wie Einführungsveranstaltungen, Testphasen und Feedback-Runden wurde der fachbereichsübergreifende Austausch zwischen den Lehrenden deutlich intensiver als ursprünglich erwartet. Es entstand ein lebendiger, hochschulweiter Diskurs über Einsatzmöglichkeiten, Grenzen und praktische Erfahrungen mit KI-Tools.
Learnings
Das gemeinsame Testen neuer KI-Tools stärkt den fachbereichsübergreifenden Austausch zwischen den Lehrenden zu Einsatzmöglichkeiten, Grenzen und praktische Erfahrungen.
Methoden
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