Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Digitale Lehr- & Lerninfrastruktur: Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für Studierende und Lehrende

Ziel der Maßnahme war die Schaffung von digitalen Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für Studierende und Lehrende, um die Kommunikation untereinander zu verbessern und relevante Informationen u.a. mobil zur Verfügung zu stellen. Durch innovative Plattformen sollten kollaborative Lernprozesse gefördert, der fachübergreifende Dialog intensiviert und flexible, ortsunabhängige Interaktionsmöglichkeiten geschaffen werden.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Austausch
Vernetzung
Kommunikation
Kollaboration
Community
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Die zentrale Herausforderung lag in der Verbesserung der digitalen Vernetzung und Kommunikation zwischen Studierenden, Lehrenden und anderen Hochschulakteuren. Hierzu fehlten adäquate digitale Plattformen, die effektive Kommunikation und Vernetzung ermöglichten. Die vorhandenen Strukturen wurden den Anforderungen einer modernen, digitalisierten Hochschullehre nicht gerecht.

Herangehensweise

Zur Bewältigung der Herausforderung wurden drei methodische Ansätze verfolgt:

Partizipativer Ansatz: Anregungen aus Fachbereichen und von Studierenden wurden aufgegriffen. Der Bedarf einer hochschulweiten App führte über zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Marktsichtung. Im Projekt wurde die App „UniNow“ mit Studierenden getestet. Die positive Resonanz führte zunächst zur hochschulweiten Einführung und später zur Entwicklung einer personalisierten „White Label App“.

Bedarfsanalyse-basierter Ansatz: Zur Vernetzung von Lehrenden wurde zunächst der bestehende OLAT-Kurs „E-Learning Fundus“ evaluiert. Auf Basis dieser Bedarfsanalyse erfolgte die Weiterentwicklung zum Portal „Lehr im Dialog“.

Pilot-/Testansatz: Für Studierende wurde der OLAT-basierte Makerspace „PeerIT“ zur fachbereichsübergreifenden Vernetzung eingerichtet, getestet und schließlich inhaltlich zum „Schreibraum Digital“ weiterentwickelt.

Zusammenhang

 

Die Maßnahme wurde im Rahmen des hochschulweiten Strategieprozesses zur Digitalisierung erprobt:
Im Handlungsfeld "Infrastruktur für den Studienbetrieb" wurde die fehlende zentrale Plattform für hochschulweite Informationen adressiert.
Im Handlungsfeld "Lehre und Studium sowie Weiterbildung" wurden durch Evaluation des Portals "Lehre im Dialog" Austauschbedarfe der Lehrenden identifiziert. Der Pilotansatz bei den Studierenden wurde im Rahmen des Tutorenprogramms erprobt.

Voraussetzung

Für die Durchführung der Maßnahme waren folgende Voraussetzungen relevant:

Hochschul-App: Erfassung des Bedarfs: Dieser wurde durch den AStA und mehrere Fachbereiche an den IT-Lenkungsausschuss herangetragen. Aufbauend erfolgte eine umfangreiche Markanalyse, die Beschaffung und Erprobung der App. Grundlegend mussten zunächst die vertraglichen Vorstellungen des Unternehmens mit denen der Hochschule übereinstimmen. Darüber hinaus waren ausreichend personelle Ressourcen erforderlich, welche die Erprobung koordinierten und die Evaluation durchführten. Ebenfalls war eine ausreichende Beteiligung von Studierenden an der Erprobung der Maßnahme erforderlich.

Plattformentwicklung: Bedarfsanalyse, Erprobung, Evaluation und Verbesserungsschleifen stellen ebenfalls die wesentlichen Voraussetzungen für die Entwicklung von Austausch- und Vernetzungsplattformen für Studierende und Lehrende dar.

Eignung

Hochschul-App: Grundlage war das Aufgreifen konkreter Bedarfe. Das methodische Vorgehen mit Diskussionen in entsprechenden Arbeitskreisen zeigten, dass fachliche Akteure die Maßnahme als geeignet empfanden. Die systematische Evaluation durch qualitative Interviews stellte sicher, dass Studierende die Maßnahme als sinnvoll und lösungsorientiert empfanden. 70% nutzten die App aktiv, besonders Erstsemester schätzten die gebündelten Informationen. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse erfolgte die hochschulweite Implementierung 2023. Die spätere Beschaffung einer hochschulangepassten White-Label-App bestätigte nachhaltig den Erfolg der Maßnahme.
Die Kombination aus systematischer Evaluation, transparenter Darstellung von Erfolgen und Herausforderungen sowie der nachhaltigen institutionellen Verankerung trifft ebenfalls auf die Entwicklung der digitalen Vernetzungsplattformen für Studierende und Lehrende zu und macht die Eignung der Maßnahme für Nachnutzende erkennbar.

Vorgehen/Schritte

Phase 1: Bedarfsanalyse und Vorbereitung

  • Stakeholder-Einbindung: Frühe Einbindung von Studierendenvertretung und Fachbereichen, interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit IT-Verantwortlichen, Fachbereichsleitungen und Hochschulleitung.

  • Ist-Analyse: Systematische Erfassung bestehender Kommunikationskanäle, Identifikation von Lücken und Redundanzen, Studierendenbefragung zu Bedürfnissen und Nutzungsgewohnheiten.

Phase 2: Marktanalyse und Entscheidung

  • Anbietervergleich: Strukturierte Marktanalyse verschiedener Campus-App-Anbieter nach definierten Kriterien (Funktionen, Kosten, Integration, Support), Einholung von Hochschulreferenzen, Pilotphasen zur Evaluation.

  • Entscheidungsmatrix: Klare Bewertungskriterien, Gewichtung verschiedener Aspekte, transparente Dokumentation der Entscheidungsgrundlagen.

Phase 3: Implementierung

  • Technische Vorbereitung: Sicherstellung ausreichender IT-Ressourcen, Klärung von Systemintegrationen, Definition von Service-Level-Agreements.

  • Change Management: Kommunikationsstrategie für alle Zielgruppen, Schulungskonzept für Multiplikatoren, schrittweise Einführung.

Phase 4: Begleitende Maßnahmen

  • Ergänzende Plattformen: Parallel Entwicklung spezifischer Lösungen für verschiedene Zielgruppen, Integration in Lehr-/Lerninfrastrukturen.

  • Qualitätssicherung: Definition von Erfolgsindikatoren, regelmäßige Nutzungsstatistiken, kontinuierliche Anpassung basierend auf Nutzererfahrungen.

Phase 5: Evaluation und Nachhaltigkeit

  • Systematische Evaluation: Qualitative Interviews mit verschiedenen Nutzergruppen, quantitative Nutzungsanalysen.

Hinweise

Effekte

Die erwarteten Effekte traten ein: Die App wurde positiv wahrgenommen, da sie viele Informationen an einem Ort bündelte. Gleichzeitig wurden hochschulweite Akzeptanz und institutionelle Integration erreicht.

Learnings

Die größten Learnings aus dieser Maßnahme lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Nach dem Launch ist vor dem Launch - kontinuierliche Pflege erfordert dauerhafte Ressourcen.

  2. Digitale Transformation ist ein kultureller Prozess, der Zeit braucht. Digitalisierung ist primär organisational und kulturell - Erfolg hängt mehr von Menschen ab als von perfekter Technik.

Tipps

  • Fragen Sie Studierende nach bereits genutzten inoffiziellen Apps - oft existieren funktionsfähige Lösungen.

  • Befragen Sie explizit auch App-Verweigerer - ihre Gründe verraten wichtige Designanforderungen.

  • SSO-Integration mitdenken - Studierende akzeptieren keine weitere Login-Barriere.

  • Konzentrieren Sie sich zu Beginn auf 3-4 Kernfunktionen statt vieler Features.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Qualitative Befragung
Formate
Fokusgruppen, Arbeitsgruppen
Technische Tools
Zoom

Kontakt

Projekt Kontakt
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Entwicklung von digitalen Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für Studierende und LehrendeLink aufrufenKultur der Digitalität, Teilprojekt Digitale Lehr- & Lerninfrastruktur: Entwicklung von digitalen Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für Studierende und Lehrende/Link/

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101163
Projekt

Pädagogisches Reflektieren in Bildungsräumen

Studien zeigen, dass Lehramtsstudierenden und päd. Fachkraftstudierenden die Transformation theoretischen Studienwissens in Professionskompetenzen in der Praxis eingeschränkt gelingt und dies durch ein „Noch Mehr“ an Praxis nicht verbessert wird. PReBi setzt sich zum Ziel, Theorie-Praxis-Verzahnung mit einem visionären Modell reflexiver Bildungspraxis neu zu denken. Im Zentrum steht, dass Studierende systematisch Reflexion als inhärent für ihre fortlaufende Professionalisierung erfahren und erlernen. Die Praxis wird dabei zum Ausgangspunkt für fachspezifisches, theoriegeleitetes professionelles Reflektieren. PReBi setzt dabei auf drei Säulen: Reflexive Bildungspraxis:Studierende erlernen systematische Reflexion als Grundlage ihrer Professionalisierung, basierend auf einem generischen Rahmenmodell. Reflexive Bildungsräume (RBR):Bestehende Lehr-Lern-Labore werden zu RBR weiterentwickelt. Dort erproben Studierende Bildungsangebote, die videografiert und anschließend theoriegeleitet reflektiert werden. Die RBR sind flexibel ausgestattet und ermöglichen so individualisierte Settings. Street University (SU): Die SU erweitert den Bildungsprozess in den Sozialraum und ermöglicht die Erprobung informeller Lernangebote. PReBi wird durch KI-basierte Feedbacksysteme unterstützt und partizipativ evaluiert.Durch die Verankerung in der Rahmenprüfungsordnung und die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wird eine nachhaltige Implementierung des Konzepts angestrebt.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100047
Maßnahme

Arbeitsstruktur-/Prozessanalysen im Verbund

Im Rahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung im Verbundprojekt D2C2 soll auch sicherge-stellt werden, dass die Mitarbeitenden im Verbund gut zusammenarbeiten. Hierfür werden geeignete Arbeitsstrukturen und Prozessabläufe benötigt, die den unterschiedlichen Projektphasen gerecht werden. Als Maßnahme wurde regelmäßig erfasst, wie die Strukturen und Prozesse genutzt bzw. um-gesetzt werden. Dies erfolgt über regelmäßige interne Online-Befragungen mit den Verbundmitarbei1. Projektkoordinationtenden, qualitativen Feedbacks während der Treffen.

Maßnahme anzeigen
Publikation 100035

Mechanik mit nichtlinearen finiten Elementen - Digitale Lehr- und Lernmethoden

[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]

Publikation anzeigen