
Dynamische Curricula - Adaptive Studienarchitektur
Die Universität Konstanz stärkt mit diesem Vorhaben die Zukunftsorientierung ihres Lehr- und Studienangebots und erhöht dessen Erneuerungsfähigkeit. In einer dynamisch begriffenen Zukunftsstrategie Lehre formuliert sie partizipativ ihr universitätsweites Verständnis von zentralen Zukunftskompetenzen und -themen und nutzt sie, um Studienarchitekturen und Lehr-, Lern- und Prüfungsformen gemeinsam weiterzuentwickeln. Studierende sollen so gezielter Kompetenzen ausbilden, um künftige gesellschaftliche und technologische Transformationen aktiv und verantwortlich mitgestalten zu können. Um die Adaptivität der Curricula in inhaltlicher wie struktureller Hinsicht weiter zu erhöhen, erneuert die Universität auch ihre Prozesse der Studiengangentwicklung und bezieht sie auf die Zukunftsstrategie. Kern des Antrags ist ein CurriculumLab, in dem über die Projektlaufzeit hinweg acht bis zwölf curriculare Pioniervorhaben umgesetzt werden, die das Potenzial haben, die Lehrarchitektur der Universität nachhaltig zu verändern und ihre Zukunftsorientierung zu erhöhen. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Arbeit werden für die Fortschreibung der Zukunftsstrategie und für den inner- wie außeruniversitären Transfer verfügbar gemacht.
Auf einen Blick
Ausführliche Beschreibung
Hintergrund und Zielsetzung
Das Projekt „Dynamische Curricula – Adaptive Studienarchitektur“ (dynaKON) an der Universität Konstanz wird im Rahmen des Förderprogramms „Lehrarchitektur“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre seit 1. Oktober 2025 für sechs Jahre mit 5,77 Mio. Euro gefördert. Ziel ist es, die Zukunftsorientierung des Lehr- und Studienangebots zu stärken als auch dessen Erneuerungsfähigkeit zu erhöhen. Dadurch erhalten Studierende gezielt Kompetenzen, um in einer Welt aus technologischem Wandel, gesellschaftlicher Komplexität und ungewissen Arbeitsmärkten anpassungs- und handlungsfähig zu bleiben.
Kernideen und Inhalte
Zukunftsstrategie Lehre:
Der bereits bestehende Kodex für gute Lehre soll in der geplanten Zukunftsstrategie Lehre ergänzt werden. In dieser Lehrstrategie werden Veränderungsziele für das Lehr- und Studienangebot der Universität formuliert und Wege zu deren Umsetzung aufgezeigt. Mit Blick auf die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen muss die Zukunftsstrategie Lehre mit dynamischer Natur, als fortlaufend und anpassungsfähig angelegt, gesehen werden. Durch einen partizipativen Ansatz, der zukünftig Prozesse adaptieren lässt und ein universitätsweites Verständnis zentraler Zukunftskompetenzen anstrebt, wird das strategische Vorhaben in Beteiligungsformaten wie dem Tag der Lehre oder studentischen Zukunftskongressen erarbeitet. Zur Qualitätssicherung begleitet und evaluiert eine externe Person den Projektprozess der Lehrstrategie und das Gesamtprojekt als „Critical Friend“. Während die Zukunftsstrategie Lehre den Kern des Projekts darstellt, dient das CurriculumLab und damit die Umsetzung der Pioniervorhaben als Erprobungsraum für die strategische Zielsetzung.
CurriculumLab – Innovationsraum für Curricula:
Das CurriculumLab wird ein Entwicklungsraum, in dem über die Projektlaufzeit hinweg acht bis zwölf curriculare Pioniervorhaben realisiert werden. Es dient als Werkzeug zur Erprobung und Weiterentwicklung der strategischen Ziele.
Die Pioniervorhaben sind experimentelle Lehrentwicklungsprojekte, die es ermöglichen, Veränderungen an konkreten Beispielen durchzudenken und zu erproben. Sie dienen der Weiterentwicklung von Lehr- und Studienarchitekturen der Universität Konstanz. Ziel ist es, Zukunftskompetenzen strukturell in Curricula zu verankern, flexible Studienmodelle zu erproben sowie neue Lehr-, Lern- und Prüfungsformate zu entwickeln. Bewährte Ansätze werden schließlich in die Zukunftsstrategie Lehre überführt.
Prozesserneuerung curricularer Entwicklung:
Prozesse wie die Konzeption neuer Studiengänge oder die Anpassung von Prüfungsordnungen werden kontinuierlich weiterentwickelt und effizient ausgestaltet. Diese Transformationsaufgabe wird sich über verschiedene Abteilungen erstrecken und Regelprozesse zwischen Fächern und zentralen Diensten beeinflussen. Im CurriculumLab werden diese Neuerungen erprobt und in Standardprozesse übernommen.
Kontakt

Tag der Lehre 2026 – erster Baustein zu einer partizipativen Strategieentwicklung Lehre
Die Universität Konstanz erarbeitete bereits Elemente für eine Lehrstrategie, wie dem Kodex für gute Lehre, Förderprogramme und vergangene Tage der Lehre. Diese Elemente sollen im Prozess einer partizipativ erarbeiteten Lehrstrategie verdichtet und expliziter werden. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende werden aktiv eingebunden, um sowohl die vielfältigen Perspektiven aufzunehmen als auch eine breite Tragweite der Strategie in die Universität zu gewährleisten. Der Tag der Lehre 2026 wurde bewusst als Auftakt für den Strategieprozess geplant. Im Fokus standen die Fragen, wie Lehre zukunftsfähig und innovativ gestaltet werden kann, welche Kompetenzen Absolvent*innen benötigen und wie sich diese Anforderungen in Studium und Lehre integrieren lassen. Impulse externer Gäste wurden mit interaktiven Workshops verbunden. Dadurch wurde ein gemeinsames Strategiebewusstsein geschaffen, die Beteiligung zentraler Zielgruppen aktiviert und die universitätsweite Verankerung von Beginn an gestärkt.
Maßnahme anzeigen

Tag der Lehre 2026 – erster Baustein zu einer partizipativen Strategieentwicklung Lehre
Die Universität Konstanz erarbeitete bereits Elemente für eine Lehrstrategie, wie dem Kodex für gute Lehre, Förderprogramme und vergangene Tage der Lehre. Diese Elemente sollen im Prozess einer partizipativ erarbeiteten Lehrstrategie verdichtet und expliziter werden. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende werden aktiv eingebunden, um sowohl die vielfältigen Perspektiven aufzunehmen als auch eine breite Tragweite der Strategie in die Universität zu gewährleisten. Der Tag der Lehre 2026 wurde bewusst als Auftakt für den Strategieprozess geplant. Im Fokus standen die Fragen, wie Lehre zukunftsfähig und innovativ gestaltet werden kann, welche Kompetenzen Absolvent*innen benötigen und wie sich diese Anforderungen in Studium und Lehre integrieren lassen. Impulse externer Gäste wurden mit interaktiven Workshops verbunden. Dadurch wurde ein gemeinsames Strategiebewusstsein geschaffen, die Beteiligung zentraler Zielgruppen aktiviert und die universitätsweite Verankerung von Beginn an gestärkt.
Maßnahme anzeigenDas könnte Sie auch interessieren

Kollaborativ Biodiversität erleben
Der schwindenden naturwissenschaftlichen Kenntnis und dem, auch bei Studierenden der Biologie, sinkenden Interesse an der Natur begegnen wir mit einem innovativen, offenen Kurs- und Raumkonzept, um z.B. Artenkenntnis, Selbstlernkompetenz und positive Selbstkonzepte zu fördern. Die Studierenden gestalten den auf Kompetenzerwerb, Interessensgenese und Handlungsbereitschaft abzielenden Kurs von Dozierenden unterstützt im Design-Thinking Prozess. Digital-gestütztes und selbstgesteuertes Lernen in Form kollaborativen Freien Forschens werden im innovativ ausgestatteten Co-Working Lernraum CoBioHub umgesetzt, der auch für heterogene Lernende die vielschichtige Auseinandersetzung mit Biodiversität, Nachhaltigkeit und Artenkenntnis ermöglicht. Die Studierenden erarbeiten sich forschungsprozessorientiert ein selbst gewähltes Habitat, das Forschungsziel und die Erhebungsmethoden. Diese setzen sie im Feld und im Labor selbstständig ein. Über die Arbeit im CoBioHub mit dem vernetzten 360°-Labor, erarbeiten sie interaktiv mit existierenden H5P-Tools innovative Methoden (Barcoding), bewerten und diskutieren die Daten kooperativ und lösungsorientiert auf Grundlage der identifizierten Zusammenhänge und Wechselwirkungen innerhalb des Ökosystems und veröffentlichen die Ergebnisse auf einer interaktiven webbasierten Karte. Sie reflektieren die Relevanz der Organismen für die Natur und bilden Empathie aus. Das Konzept wird evaluiert, in weiteren Kursen implementiert und in Workshops angeboten.
Projekt anzeigen
Hospitationen bei Partnerships (Teilprojekten)
Zur Förderung des persönlichen Austauschs, des Kennenlernens der Teilprojekte (sog. „Partnerships“) und dem praktischen Erleben wurden über den Verlauf der Förderung mehrere Hospitationen bei allen Partnerships durchgeführt. Ziel war es, Einblicke in die jeweiligen Arbeitsweisen, Herausforderungen und Fort-schritte zu gewinnen und dadurch Synergien innerhalb des Gesamtprojekts zu stärken. Diese persönlichen Kontakte und praktischen Erfahrungen ermöglichten einen gezielten Wissenstransfer und trugen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Teilprojekte bei.
Maßnahme anzeigen
Aufbau eines mehrstufigen e-Assessments unter Verwendung der Bildungsplattform OPAL/ONYX für leistungsgerechte Vorbereitung von Laborpraktika
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen