
Querschnitt12 - Kompetenz interfakultär!
Komplementäre und Alternative Medizin (KAM) hat in unserer Gesellschaft eine weite Verbreitung. Die geringe Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung und damit hohe Anfälligkeit breiter, auch gebildeter Teile der Bevölkerung für Alternative Medizin wird zu einem zunehmenden Problem in der Versorgung, mit dem Ärzte und andere Fachberufe immer mehr konfrontiert werden. KAM eignet sich in besonderer Weise, Studierende der Medizin mit den Aufgaben, Kenntnissen und Fähigkeiten anderer Berufsgruppen vertraut zu machen. Interdisziplinäre und multiprofessionelle Kommunikation und Diskussion sowie die Entwicklung gemeinsamer Behandlungsstrategien können hier an konkreten Krankheitsbildern gelernt werden. Studierende der Medizin, Psychologie, Pharmazie, Ernährungs- und Kommunikationswissenschaften sowie Medizinethik sollen in Fallkonferenzen in Teams Aufgabenstellungen in Form von Praxisbeispielen bearbeiten. Die konstruierten Fallbeispiele beginnen mit einem einfachen Szenario, das dann durch unterschiedliche Ergänzungen komplexer gestaltet werden kann, indem einmal die medizinische Situation ausgestaltet wird (z.B. Komplikationen oder Komorbiditäten) oder psychologische, soziale und ethische Aspekte hinzukommen. Zum Erwerb des notwendigen Wissens und der Kenntnisse und Fähigkeiten wird ein Depositorium von Wissens-Nuggets zu KAM für die verschiedenen Fächer entwickelt. Bildungstechnologien unterstützen darüber hinaus das fakultäts- und fächerübergreifende Lehr-/Lernszenario.
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Zukunftscampus im Verbund der VFH
Der VFH-Zukunftscampus soll die Studierenden auf ein turbulentes Umfeld mit Umbrüchen, Chancen und Risiken neuer Technologien bestmöglich vorbereiten und sie umfassend dazu aktivieren, mehr Verantwortung zu ergreifen. Vier Arbeitspakete nehmen vier unterschiedliche Perspektiven ein und greifen wie folgt ineinander: In der Ausgangsperspektive werden die gesellschaftlichen Herausforderungen in interdisziplinären Zukunftsmodulen thematisiert. Es werden Module entwickelt, in denen die Studierenden konkrete Problemstellungen lösen und ihnen Future Skills vermittelt werden, um diese Herausforderungen bewältigen zu können.In der Hochschulperspektive wird untersucht, wie der Einsatz von Zukunftsmodulen die bestehenden Lehrarchitekturen verändern kann und welche neuen Lehrarchitekturen ermöglicht werden.In der Unternehmensperspektive werden Instrumente entwickelt, um die Lehrarchitekturen durch Anrechnung durchlässiger zu gestalten und durch die Integration von praktischen Fragestellungen mit der Unternehmenspraxis zu vernetzen.Schließlich sollen in der Studierendenperspektive neue Studienassistenzsysteme erprobt werden, mit denen Studierende besser durch die Lehrarchitekturen navigieren und ihren Studienerfolg erhöhen können.Die Studierenden sollen durch neue Formen der Teilhabe an der Ausgestaltung der Lehre beteiligt und aktiviert werden, mehr Verantwortung zu übernehmen - für die Gesellschaft, für ihre Arbeitgeber und für ihr Selbstmanagement.
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