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Digital Accessibility Checking and Simulation

DACHS (Digital Accessibility Checking and Simulation) ist ein interaktives Portal, welches Lehrende für die Erfordernisse barrierefreier Lehre sensibilisiert und ihnen Fertigkeiten zur Umsetzung vermittelt. Mit seinen vier Portalbestandteilen „Simulieren, Sensibilisieren, Anleiten und Testen“ vereint es alle relevanten Informationen, Werkzeuge sowie Unterstützungsangebote [an einem Ort] und sorgt für die nachhaltige Integration von Barrierefreiheit als selbstverständlichen Anspruch an die eigene Lehre. Für die Nutzung sind keine technischen Vorkenntnisse erforderlich.

Auf einen Blick

Ausführliche Beschreibung

Simulieren 

Um Lehrenden einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, werden ausgewählte Barrieren, die bei der Nutzung digitaler Materialien im Zusammenhang mit verschiedenen Beeinträchtigungen, Erkrankungen, Neurodivergenzen oder Umweltreizen entstehen können, simuliert. Diese Simulationen stehen in Verbindung mit Informationstexten zu der jeweiligen Behinderung, deren Auswirkungen auf das Lernen in LMS-Kursen sowie Handlungsempfehlungen. Es soll greifbar gemacht werden, warum bereits kleine Entscheidungen in der Gestaltung digitaler Lehrmaterialien für Studierende mit Beeinträchtigungen/Erkrankung/Neurodivergenzen aber auch für jene ohne einen großen Unterschied machen können. Bei Lehrenden sollen „Aha-Momente“ ausgelöst werden und theoretisches Wissen über Barrieren durch exemplarische, praktische Erfahrungen ergänzt werden.

Sensibilisieren

DACHS bietet aufbereitetes Wissen zu Assistenzen und Hilfsmitteln, Beeinträchtigungen, chronischen und psychischen Erkrankungen sowie Neurodivergenzen, Modellen von Behinderung, Nachteilsausgleichen, rechtlichen Bestimmungen, zur Gestaltung von Studienumgebung und Arbeitsräumen sowie zu aktuellen Zahlen und Daten. Neben dem eigens erstellten Glossar, welches alle relevanten Begriffe um die Themen Behinderung, Inklusion, Teilhabe und (digitale) Barrierefreiheit sammelt, ermöglichen Erfahrungsberichte Lehrenden wertvolle Einblicke in die Lebensrealitäten von Studierenden und schärfen den Blick für ihre Belange.

Anleiten

Vielfältige Anleitungen zur Konzipierung von digitalen und E-Prüfungen, Dokumenten, Lehre, Kommunikation, LMS-Kursen sowie Videos ermöglichen Lehrenden einen niedrigschwelligen Einstieg in die Gestaltung barrierefreier Lehrangebote. Praxisnahe Tipps und konkrete Umsetzungshilfen unterstützen Lehrende dabei, eine Lernumgebung zu schaffen, die für alle Studierenden geeignet ist. 

Testen

Zusätzlich können Lehrende im Bereich Testen ihre eigenen Moodle- oder ILIAS-Kurse auf Barrierefreiheit überprüfen. Automatisierbare Testkriterien von Barrierefreiheit überprüft das System direkt. Die manuelle Barrierefreiheitstestung erfolgt innovativ programmgestützt, ohne dass besondere technische Vorkenntnisse nötig sind. Für einen direkten Kurs-Import wird das Portal über ein Plugin an Moodle angebunden. Gamification-Elemente ermöglichen Lehrenden nicht nur ein lehrreiches, sondern auch motivierendes Nutzer*innenerlebnis. Durch Scores und Rankings können diese ihre Fortschritte verfolgen und sich mit anderen Lehrenden messen.

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Maßnahmen zu diesem Projekt
  • Maßnahme 101089
    Maßnahme

    Iterative Portalentwicklung mit kontinuierlichem Nutzendenfeedback

    Bei der Entwicklung des Portals DACHS zur digitalen Barrierefreiheit bestand die Herausforderung darin, ein technisch komplexes Tool mit einem kleinen Team, das Entwicklung, Projektmanagement und inhaltliche Konzeption gleichermaßen abdeckte, nutzerfreundlich und bedarfsgerecht für Lehrende zu gestalten. Um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Bedürfnisse der Zielgruppe kontinuierlich einzubeziehen, wurde das Portal in vier aufeinanderfolgenden Reifegraden entwickelt: Prototyp, Alpha, Beta und finale Version. Nach jedem Entwicklungsschritt wurde das jeweilige Release mit Vertreter*innen der Zielgruppe getestet. Das dabei gewonnene Feedback floss systematisch in die jeweils nächste Entwicklungsstufe ein. Auf diese Weise konnte das Portal schrittweise an die tatsächlichen Bedürfnisse von Lehrenden angepasst und Entwicklungsrisiken frühzeitig reduziert werden, bevor größere Ressourcen investiert wurden.

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  • Maßnahme 101126
    Maßnahme

    Niedrigschwellige Barrierefreiheitsprüfung ohne technisches Vorwissen

    Barrierefreiheit digitaler Lehrmaterialien selbstständig zu prüfen, stellt Lehrende vor Herausforderungen: Kriterien wie WCAG korrekt einzuschätzen setzt Fachwissen voraus, das im Lehralltag meist fehlt – ebenso wie zeitliche Ressourcen. Im Bereich „Testen“ von DACHS können Lehrende ihre LMS-Kurse (Moodle und ILIAS) deshalb ohne besondere technische Vorkenntnisse auf Barrierefreiheit prüfen: Automatisierbare Kriterien überprüft das System direkt und automatisch. Für alle übrigen, nicht automatisiert erfassbaren Kriterien führt eine programmgestützte, schrittweise Anleitung durch die manuelle Prüfung. So werden auch Aspekte testbar, die sich technisch nicht automatisch erfassen lassen (z. B. Sinnhaftigkeit von Alternativtexten), ohne dass Lehrende Testverfahren oder Regelwerke im Detail kennen müssen. Zusätzlich stehen Lehrenden Umsetzungshilfen sowie Checklisten zur Verfügung mittels derer sie Materialien barrierefrei gestalten oder auch Barrierefreiheit prüfen können.

    Maßnahme anzeigen

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Projekt

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Cross-Reality-Labore (XR-Labore: Lehr-Lernlabore, die digitale Medien und VR mit einbeziehen) drängen inzwischen verstärkt in die hochschulische Laborlehre auf allen Studienstufen der MINT-Fächer. Neben der fachbezogenen Kompetenzentwicklung können so auch Kompetenzen für kollaboratives, agiles Lernen 4.0 von den Studierenden generiert werden. KICK 4.0 greift diese Entwicklungslinien auf, verknüpft sie aber mit völlig neuartigen KI-Kompetenzbedarfen, die mit der zunehmenden Verbreitung von KI-basierten Natural-Language-Processing(NLP)-Systemen umfassend notwendig werden. Ziel des Projektes ist es, Chancen und Grenzen dieser Mensch-KI-Kollaboration für Studierende reflexiv erfahrbar zu machen. Hierzu werden Real-World-Scenarios (didaktische Szenarien für Real-World-Problem-Solving) für die Laborlehre in der Strömungsmechanik entwickelt und eingesetzt, in denen Studierende die KI für motivierende, berufsnah gestaltete Forschungsaufträge unterstützend nutzen sollen. Sie werden so gezielt in ihrem kreativen, realweltlichen Problemlösen gefördert, sollen aber auch die Unzulänglichkeiten solcher Systeme kritisch prüfen, beurteilen und überwinden lernen. Auf diese Weise sollen die Studierenden in realweltlichen Laborkontexten eine für Gesellschaft und Arbeitswelt 4.0 zunehmend notwendige KI-Kompetenz reflexiv-kritisch entwickeln. Methodisch wird hierzu ein Design-Based-Research-Ansatz verfolgt, der Studierende und Lehrende in die Gestaltung der KI-unterstützten Laborlehre einbindet.

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