
Data-informed Engineering in der Stahlbau-Lehre
Viele Brücken haben ihre rechnerische Lebensdauer überschritten. Eine nachhaltige Weiternutzung erfordert eine kontinuierliche Überwachung doch bislang werden Monitoring-Daten oft manuell und wenig automatisiert ausgewertet. Dies beeinträchtigt Effizienz und Qualität der Zustandsbewertung, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Bauwesen. Das Projekt Data-informed Engineering in der Stahlbau-Lehre adressiert diese Herausforderung und bereitet Studierende gezielt auf das Digital Thinking vor, eine neue Denkweise, die ein tiefes Verständnis digitaler Prozesse, Technologien und Innovationspotenziale in den Mittelpunkt stellt. Hierfür wird ein modular aufgebautes Beispieltragwerk errichtet und mit Messtechnik ausgestattet. Die erfassten Daten werden über eine neu entwickelte, cloudbasierte Lernplattform auf Basis von Jupyter Notebooks analysiert und visualisiert. Diese interaktiven digitalen Arbeitsumgebungen ermöglichen einen transparenten, praxisnahen Umgang mit komplexen Datensätzen. In Gruppenarbeiten erweitern die Studierenden die Plattform eigenständig und vertiefen ihre Kompetenzen in Datenanalyse, Modellbildung und Präsentation. Das zugrundeliegende didaktische Konzept des Inquiry-Based Learning stärkt selbstgesteuertes Lernen und kritisches Denken. Das Projekt schafft so ein innovatives Lehrformat und vermittelt zentrale digitale und ingenieurtechnische Fähigkeiten für die Zukunft des Bauingenieurwesens.
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Digitale Lehr- und Lernlabore zur Förderung digitalitätsbezogener Professionskompetenzen in der Lehrkräftebildung
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