
Creating Prototypes for Global Health
PRO-HEALTH ist ein innovatives Lehrprojekt der Universität Erfurt, das Masterstudierende der Gesundheitskommunikation und Photonics von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einem interdisziplinären Lernformat zusammenbringt. Gemeinsam entwickeln sie im Jenaer Makerspace Lichtwerkstatt frugale Innovationen für reale Problemstellungen im Bereich Global Health. Diese Challenges stammen vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und umfassen Fragestellungen der klinischen Epidemiologie und Diagnostik. In der ersten Lehrveranstaltung (Innovation Lab) entwerfen interdisziplinär zusammengesetzte Teams nutzerzentrierte Prototypen sowie zielgruppengerechte Kommunikationsmaßnahmen. Grundlage sind partizipative Co-Creation-Prozesse mit Projektpartnern aus den betroffenen Ländern. In der zweiten Veranstaltung (Implementation Lab) wird ein ausgewählter Prototyp mit Anwender:innen vor Ort getestet und gemeinsam weiterentwickelt ein zentraler Bestandteil der Implementationsforschung. Studierende erwerben dabei technologische, sozialwissenschaftliche und methodische Kompetenzen, stärken ihre Innovationsfähigkeit und entwickeln ein Bewusstsein für kulturelle Sensibilität, soziale Verantwortung und globale Zusammenhänge.
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Flexible DaZ-Professionalisierung im Lehramt
Dynamische gesellschaftliche Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an Lehrkräftebildung und Schulen: Lehrachitekturen müssen agil auf diversifizierte Studienbiografien und neue Zielgruppen reagieren können. Schulen sind mit zunehmenden Anforderungen an die Sprachbildung konfrontiert. Dies gilt insbesondere für die mehrsprachige Metropole Ruhr mit ihren überdurchschnittlich vielen Schulen in herausfordernder sozialer Lage. Diesen strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen begegnen die drei Partner*innen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit dem vorliegenden Verbundvorhaben. Dafür werden im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) (1) das obligatorische DaZ-Modul studiumsbegleitend, individuell profilierend und flexibler gestaltet, (2) eine Spezialisierung auf neu zugewanderte Schüler*innen ermöglicht und (3) Theorie-Praxis-Bezüge konzeptionell innoviert und strukturell flexibilisiert. Im gut ausgebauten Bereich DaZ der UA Ruhr ergänzen sich die Forschungs- und Lehrgebiete hervorragend. Gelenkt wird der Verbund durch die zentralen Stakeholder der drei Universitäten. Ein externer Expert*innenrat berät an Gelenkstellen des Projekts. Die Bedingungen für das Gelingen des Vorhabens sind in der 2007 gegründeten UA Ruhr ausgezeichnet: Sie ist mit aktuell ca. 20.000 Lehramtsstudierenden bundesweit der bedeutendste lehrkräftebildende Bildungsraum, und bietet ihren Studierenden am Ruhrcampus3 ein gemeinsames Lehrveranstaltungsangebot.
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Communities of Practice für Lehrinnovation
Mit dem Aufbau von Communities of Practice wurde ein strukturiertes Format zur Stärkung innovativer Lehre eingeführt. Durch einen offenen Call konnten Lehrende eigene Themen einbringen und gemein-schaftlich bearbeiten. Begleitet durch fachliche Beratung, organisatorische Unterstützung und finanzielle Mittel entwickeln sich daraus selbstorganisierte kollegiale Lern- und Arbeitsgemeinschaften.
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Räume der Hochschullehre
Wie gestalten wir die Hochschullehre der Zukunft? Welche Räume fördern effektives Lernen und kreative Entfaltung? Die Beiträger*innen zeigen aus interdisziplinärer Perspektive die Wechselwirkungen zwischen Raum, Technologie und Lehrmethoden. Von hybriden Lernumgebungen, die Studierende in ihrer Selbstorganisation unterstützen, bis zu digitalen Prüfungsformaten im Nachhaltigkeitskontext verdeutlichen sie, wie universitäre Räume als Katalysatoren für kritisches Denken und kreatives Lernen fungieren. Das Fazit: Interaktive Formate und neue didaktische Konzepte transformieren die Lehre und revolutionieren das Lernen.
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