
ra:ve - Raum für Veränderung
ra:ve Raum für Veränderung ist ein innovatives Lehrprojekt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das interdisziplinäre Lehrkonzept bringt Studierende der Regionalwissenschaft/Raumplanung, Geographie und Architektur mit praxisnaher transformativer Stadtforschung zusammen, indem sie aktiv an Veränderungsprozessen in einem Stadtquartier mitwirken.Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels gewinnt eine gerechte, inklusive und resiliente Transformation von Städten zunehmend an Bedeutung. Im Zentrum von ra:ve steht die interdisziplinäre Suche nach kollaborativen Ansätzen, insbesondere in den zentralen Handlungsfeldern der Stadt der Zukunft: Wohnen, Mobilität sowie Nutzung und Aneignung des öffentlichen Raums.Herzstück des Projekts ist ein Netzwerklokal in der Karlsruher Südstadt, die zum Reallabor wird. Hier gestalten Studierende gemeinsam mit der Stadtgesellschaft ko-kreative Transformationsprojekte, welche die Verbindung zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft nachhaltig stärken.So entstehen innovative Lehrformate, die Elemente des forschenden Lernens, der transdisziplinären Zusammenarbeit und gesellschaftlicher Relevanz verbinden. Verankert im neuen fakultätsübergreifenden Masterstudiengang Just Urban Transformations am KIT prägen sie die Lernkultur hin zu partizipativer, praxisnaher Hochschullehre. Die entwickelten Ansätze sind Inspiration für andere urbane Kontexte und regen Innovationen in Lehre, Wissenschaft und Stadtentwicklung an.
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Architektur einer Interdisziplinären Zukunftslehre
Das Projekt Architektur einer Interdisziplinären Zukunftslehre (ARCHIPEL) an der Hochschule Neubrandenburg zielt auf eine Neugestaltung von Hochschulstrukturen und Studienangeboten ab. Im Mittelpunkt stehen flexible anwendungsbezogene Studienangebote, die auf gesellschaftliche Transformationen, neue Arbeitsmarktanforderungen, der fortschreitenden Digitalisierung sowie dem Fachkräftemangel in ländlichen Regionen reagieren (CHE, 2024; Destatis, 2024). Neben fachlichen Fähigkeiten werden interdisziplinäre Kompetenzen und Future Skills adressiert. So sollen ein Orientierungssemester für alle berufsqualifizierenden Bachelorstudiengänge implementiert und in den Masterstudiengängen inter- und transdisziplinäre Vertiefungsrichtungen angeboten werden. Die Reorganisation ist inspiriert von Erfahrungen anderer Hochschulen (Zingg, 2010) und beinhaltet die Überführung der Fachbereiche in Kompetenzfelder und flachere Hierarchien, um Agilität zu fördern und neue Zielgruppen anzusprechen. Die zehn Arbeitspakete, die diesen Prozess begleiten, beleuchten unterschiedliche Change-Management-Aspekte, welche die gesamte Hochschule in ihren Lehr- und Verwaltungseinheiten betreffen. Der Prozess zielt perspektivisch auf die Etablierung einer Matrixorganisation und fördert partizipative und co-kreative Prozesse in Bezug auf die Lehre. Die aktive Einbindung aller relevanten Stakeholder sowie die Verankerung zukunftsfähiger Angebote und Formate ist ein Grundpfeiler für die angestrebte Lehrarchitektur.
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Entwicklung des Stud.IP-Plugins „getFeedback!“
Insbesondere in Großveranstaltungen ist es häufig schwierig, allen Studierenden prozessbezogenes Feedback auf ihre Lernprodukte (z.B. Aufgabenblätter) zu geben. Eine potenzielle Lösung liegt darin, tutorielles und/oder peer-basiertes Feedback umzusetzen. Wie die empirische Lehr-Lernforschung zeigt, muss dieser Feedbackprozess jedoch gut angeleitet werden, um erfolgreich zu sein. Wir haben daher das Stud.IP-Plugin „getFeedback!“ entwickelt, das es Lehrenden erlaubt, strukturierte tutorielle und/oder peer-basierte Lehr-Lernszenarien für ihre Lehrveranstaltungen zu entwickeln und diese entweder synchron oder asynchron (in jedem Fall aber anonymisiert) umzusetzen.
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