
Lass mal Bildung gemeinsam machen
Das Projekt ist im Bereich der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung angesiedelt und richtet sich an Studierende des BA-Studiengangs Bildungswissenschaft. Angesichts aktueller weltpolitischer Entwicklungen und dem Zuwachs autoritärer, anti-demokratischer Bewegungen ist es elementar, zukünftigen Pädagog:innen demokratische, d.h. auf Partizipation und Handlungsfähigkeit ausgelegte Lernräume zu ermöglichen, in denen sie sich als selbstwirksam und als an demokratischen Prozessen beteiligt erfahren können. Ziel ist es, durch einen partizipativ angelegten Lernprozess die Entwicklung einer demokratisch-pädagogischen Haltung zu eröffnen. In der geplanten Lehrveranstaltung setzen sich die Studierenden mit den gesellschaftlichen Bedingungen ihres Lebens und Lernens auseinander und formulieren Entwicklungs- und Veränderungsbedarf. Der eröffnete Freiraum erlaubt ein Denken über bestehende Verhältnisse hinaus und gibt Raum für Reflexion und Veränderung. In Mikroprojekten münden die entfalteten Ideen schließlich in einer konkreten Gestaltung von Lernräumen innerhalb oder außerhalb der Hochschule. Eine öffentliche Vernissage präsentiert die Mikroprojekte der Hochschul- und Stadtöffentlichkeit und ermöglicht einen gemeinsamen Verständigungs- und Diskussionsprozess zu Perspektiven von Leben und Lernen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind schließlich Grundlage für die Entwicklung eines neuen Moduls Demokratie und pädagogische Haltung im BA Studiengang Bildungswissenschaft.
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E-Assessment und Feedback zur Optimierung von Selbstlernphasen im Chemiestudium
Ziel des Projekts ist es, asynchrone Selbstlernphasen im Chemiestudium durch die Nutzung eines formativen E?Assessments und adaptiver Online?Lernmaterialien zu intensivieren und zu optimieren. Vor dem Hintergrund hoher Durchfallquoten in der Allgemeinen Chemie und den geringen Fähigkeiten der Studierenden zur Selbstregulation ihres Lernprozesses leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung des Studienerfolgs und der Studienzufriedenheit sowie zur Verringerung der Studienabbruchquote. In einer experimentellen Studie werden das E?Assessment und die adaptiven Online?Lernmaterialien im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Akzeptanz unter den Studierenden untersucht. Dazu werden zwei Interventionsstudien mit Studierenden verschiedener Chemiestudiengänge der Universität Duisburg?Essen durchgeführt, in denen zwei Implementationsbedingungen miteinander verglichen werden. Diese unterscheiden sich in Bezug auf zeitliche Vorgaben und Mindestleistungsanforderungen und ermöglichen damit mehr bzw. weniger Freiheitsgrade bzgl. der Nutzung des E?Assessments. Im Sinne eines Blended Learning Ansatzes werden die asynchronen Selbstlernphasen durch eine wöchentliche Präsenzübung ergänzt, in der die Studierenden Gelegenheit erhalten, Nachfragen zu stellen und Verständnisschwierigkeiten auszuräumen. Zudem erhält der Lehrende der Übung Einblick in den Wissensstand der Studierenden, wodurch er in der begleitenden Präsenzveranstaltung gezielt auf Verständnisschwierigkeiten eingehen kann.
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Learning Analytics
Übergeordnetes Feedback für das Studierverhalten mit Hilfe von „Learning Analytics“ unterstützt die Studierenden in ihrem Lernverhalten. Dabei werden die Datenspuren der Studierenden in Moodle mit Zusatzdaten ergänzt und mit Hilfe von selbstprogrammierten KI-Modellen mit Vorgängerkohorten verglichen und Prognosen auf das Bestehen der Prüfung gemacht, sowie aufgrund der persönlichen Datensituation individuelle Tipps zum Wiederholen und Lernen gegeben. Der Maßnahme liegt ein robustes Datenschutzkonzept für die Verarbeitung der persönlichen Daten der Studierenden zugrunde.
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Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Innovationsräumen. Herausforderungen am Beispiel hochschulischer Lehrentwicklungsprojekte
Interdisziplinäre Zusammenarbeit gilt als zentrale Herausforderung in vielen Forschungsprojekten und ist entsprechend breit diskutiert. Deutlich weniger Beachtung findet bislang die Kooperation in hochschulischen Lehrentwicklungsprojekten, die als Innovationsräume fungieren und auf strukturelle Veränderungen an Hochschulen abzielen. Dieser Beitrag untersucht solche Konstellationen anhand einer qualitativen Interviewstudie mit 20 Projektkoordinator:innen aus drittmittelfinanzierten Entwicklungsprojekten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich insbesondere für Hochschulentwicklungsprojekte zwei Besonderheiten ergeben, die auf die Interdisziplinarität der Projektgruppe und die strukturellen Einflüsse der Hochschule zurückzuführen sind. Abschließend sollen Handlungsempfehlungen aus einem diskursiven Workshop-Format für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in Projekten gegeben werden.
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