
Partizipatives Offline Learning Analytics
Grundlagenveranstaltungen im MINT-Bereich sind oft Massenveranstaltungen mit sehr heterogenen Studierenden. Lehrende und TutorInnen haben dabei wenig Einblick in die Lernprozesse, insbesondere in analoge Aktivitäten wie Übungsbearbeitungen ohne Abgabe. Learning Analytics (LA) bietet zwar datenbasierte Einsichten, konzentriert sich aber meist auf digitale Formate. Studierende sind bei der Entwicklung oft kaum partizipativ eingebunden.Das Projekt entwickelt iterativ ein modulares, frei verfügbares Tool PaOLA, das analoge Lernprozesse sichtbar macht. Studierende erfassen selbst Daten (z.B. Lernzeiten, Fragen und Probleme), um ihr eigenes Lernen zu reflektieren. Ebenso erhalten Lehrende aggregierte Einblicke über ein Dashboard, um gezielter auf die Bedürfnisse der Studierenden eingehen zu können. Ziel ist es, die Lücke zwischen Lehrenden, TutorInnen und Lernenden zu schließen und die Selbstregulation der Studierenden zu fördern. Dabei stehen Datenschutz, einfache Integration in den Lernalltag (als mobile App/Web-App) und Motivation zur freiwilligen regelmäßigen Nutzung (z.B. durch Gamification und Zugang zu Zusatzmaterialien) im Fokus. Studierende, TutorInnen und Lehrende werden aktiv in die Entwicklung einbezogen. Das Projekt beantwortet die Frage, wie analoge Lernaktivitäten sinnvoll in Learning Analytics integriert werden können, welche Funktionen ein solches Tool bereitstellen sollte und wie daraus Impulse für Reflexion der Lernprozesse und Verbesserung der Lehre entstehen.
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Innovation ermöglichen und Transfer fördern: Strukturen für digitale Hochschullehre an der Universität Mannheim
Die Digitalisierung der Lehre ist für die Universität Mannheim strategisch wichtig, um die Internationalisierung und den Studienerfolg ihrer Studierenden zu fördern. Die letzten zwei Semester haben das vorhandene Potential zur Gestaltung digitaler Lehre aufgezeigt, aber ebenso Bedarfe für die dauerhafte Etablierung von digitaler Lehre sichtbar gemacht. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sollen drei ineinandergreifende Maßnahmen digitale Lehrinnovationen und deren Transfer strukturiert fördern: 1. Aufbau eines Förderfonds für digitale Lehrprojekte: Universitätsinterner Innovationswettbewerb mit dem Ziel, Lehrenden Freiräume für Innovationen zu schaffen. 2. Implementierung eines Qualitätsentwicklungskonzepts: Begleitende Evaluation mit Fokus auf Studierendenzentrierung und Lernwirksamkeit der Projekte. 3. Stärkung von Strukturen für die Umsetzung und den Transfer der Projekte: Projektbezogener Ausbau von Infrastruktur und Support, Stärkung digitalisierungsbezogener Kompetenzen von Lehrenden und Studierenden. Der Transfer der Projektergebnisse wird durch Open Access-Publikationen, die Gestaltung von Entwurfsmustern, die Bereitstellung von Open Educational Resources und die Einbringung in die einschlägigen Netzwerke gewährleistet.
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Das Digital-Humanities-Zertifikat der UA Ruhr
Im Verbund der Universität Duisburg Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund wurde ein hochschulübergreifendes Digital-Humanities-Zertifikat implementiert, das Studierenden aller drei Standorte eine formale Zusatzqualifikation ermöglicht. Das dreistufige Modell aus Einführung, Vertiefung und Kolloquium mit Posterpräsentation setzt bewusst auf die Öffnung bereits bestehender Lehrveranstaltungen und schafft so Sichtbarkeit für DH-bezogene Lehre in der Universitätsallianz Ruhr (UAR). Wer ein ähnliches Zertifikat einführen möchte, sollte wissen: Die größten Herausforderungen liegen in der Information von Lehrenden und der Akquise von anrechenbaren Lehrveranstaltungen sowie in der Abstimmung im Verbund. Unterschiedliche Anrechnungsregelungen und Zuständigkeiten erforderten viel Koordinationsaufwand in der Pilotphase. Hilfreich ist es, Prozesse fortlaufend nachzusteuern sowie Lehrende frühzeitig aktiv mit einzubinden.
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Förderung studentischer Partizipation am Beispiel einer Planungszelle. Horizont Lehre. Perspektiven und Wege, 1(1)
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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