
Internat. Curricula erfahrungsbasiert entwickeln
Das Projekt SAXperience hat zum Ziel, die Curriculumsentwicklung in allen international ausgerichteten Studiengängen der HTW Dresden durch eine vorgeschaltete Reallabor-Phase zu fundieren und so noch stärker an den Bedarfen der Studierenden auszurichten. In den geplanten vier Reallaboren explorieren Teams von internationalen und nationalen Studierenden in Projektphase 1 mittels des erfahrungsbasierten Lernens nach Kolb (1984) themenbezogene Formate/Ansätze, unterstützt von Alumni, Unternehmenspartnern, Akteuren der Zivilgesellschaft. In Projektphase 2 werden aus den entwickelten Formaten/Ansätzen konkrete curriculare Weiterentwicklungen für die 4 Studiengänge Electrical Engineering, Environmental Engineering, International Management, German Business Culture/International Management. Diese Curriculumsentwicklungen werden im Rahmen der internen Lehr-QM-Prozesse sukzessive implementiert. Ergänzend entsteht mind. 1 extracurriculares Angebot. Die Reallabore stehen unter den nachfolgend genannten Titeln und beziehen sich insbesondere auf die in Klammern genannten Phasen des Student Life Cycle: Democracy, Diversity + Inclusion (Studieneingangsphase); Language + Communication (Studien- und Prüfungsphase); Work + Company Culture (Berufsorientierungsphase); Innovation + Sustainability (Berufsübergangsphase). Zudem wird ein Evaluations- und Transferlabor als Querschnittsfunktion aufgesetzt, um Projektergebnisse systematisch auszuwerten und hochschulin- und -extern zu verstetigen.
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Förderung der digitalen Lehre durch globale Vernetzung
Das Projekt zielt darauf, die in jüngster Zeit besonders umfangreichen Erfahrungen mit Herausforderungen und Lösungsansätzen zur digitalen Lehre auch nachhaltig nutzbar zu machen. Als konkretes und ganzheitliches Anwendungsszenario wird die internationale englischsprachige Lehre genutzt. Zentral hierfür ist der zu etablierende "Digital Incubator (DI), der als physische und virtuelle Anlaufstelle, Impulsgeber und Verteiler die Entwicklung eines zukunftsorientierten Studienangebots befördert. Den Kern bildet dabei die Durchführung von Projekten in den Fakultäten und Fächern zum Auf- und Ausbau von digitalen internationalen Modulen und Studiengängen. Zusätzlich zu diesen Projekten wird eine umfassende Vernetzungs- und Supportstruktur geschaffen, welche aus verschiedenen Vernetzungsformaten, einem Think Tank für neue Studiengänge und einem Qualifizierungsangebot für Lehrende besteht. Durch die begleitende Evaluation werden empirische Kenntnisse gesammelt und stetig in den Digital Incubator zurückgespielt. Die curriculare Verankerung der entwickelten Studiengänge und Module stellt ein wichtiges Ziel für eine nachhaltige, ressourcenschonende und zukunftsorientierte Veränderung von Lehre und Studium an der TU Braunschweig dar.
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Agile Lehrformate etablieren
Agile Lehrveranstaltungen wurden so gestaltet, dass Studierende in Teams selbstorganisiert arbeiten, ihre Prozesse transparent machen und Lernschritte iterativ reflektieren. Methodisch kamen vor allem Scrum (Sprints, Reviews), Design Thinking (nutzerzentrierte, ergebnisoffene Problemlösung), Kanban Boards (Visualisierung von Arbeit), LEGO Serious Play (kreative Modellbildung) und Retrospektiven (systematische Reflexion) zum Einsatz. Blended-Learning-Formate verzahnten asynchrone Teamphasen mit Präsenzterminen. Die Erfahrungen zeigen eine hohe Anwendbarkeit über Fächer hinweg. Eine individuelle Anpassung an Lernziele, Inhalte und Zielgruppe ist für eine erfolgreiche Umsetzung nötig. Herausforderungen von agilen Formaten waren u.a. ein intensiverer Betreuungs- und Kommunikationsbedarf, die Sicherstellung der curricularen Anschlussfähigkeit, sowie die Akzeptanz für innovative Lehrformate bei Kollegen und Studierenden. Die Ergebnisse wurde in einem OER Methoden-Baukasten gebündelt.
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Multimodale Modellantworten als direktes Feedback bei der individuellen Unterrichtsvideoanalyse
Im Diskurs um Reformen in der Lehrkräftebildung wird der Forderung nach fundierten, berufspraktisch relevanten Kompetenzen u. a. mit dem Einsatz von Unterrichtsvideos begegnet. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach geeigneten Maßnahmen, um den Kompetenzerwerb auch im digitalen Raum bei der individuellen Videoanalyse zu begleiten, sondern es gilt auch zu untersuchen, welche Modalität diese Begleitmaßnahmen haben sollten, um für Studierende im Sinne der Cognitive Theory of Multimedia ansprechend und gut nutzbar zu sein. Es wurde eine Erhebung in einem videobasierten Online-Lernsetting durchgeführt, bei dem 137 Grundschullehramtsstudierende zwischen auditiven und transkribierten Modellantworten als direktes Feedback wählen konnten. Analog zur Feedbackmodalitätsforschung bestätigte sich das Audio als präferierte Modalität. Jedoch wurde ein einschränkender Reihenfolgeeffekt festgestellt. Erste Erklärungen, warum Studierende Audio oder Transkript präferieren, liefert eine Inhaltsanalyse.
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