
All the dhbworld is one
Wir gehen in eine Zukunft, in der Menschen zunehmend über Virtualität zusammenkommen und persönliche Beziehungen aufbauen. Virtuell miteinander verbundene Lernräume sollen so ausgestattet und aufgesetzt werden, dass sie verteilte Lernerlebnisse ermöglichen, aber auch für den informellen Austausch zur Verfügung stehen. "All the dhbworld is one" baut auf mehreren Bewegungen dieses Ansatzes auf. So haben die beteiligten Standorte begonnen, Smartrooms aufzubauen oder besitzen Technologien, die diverse Studierendengruppen zur Problemlösung einsetzen könnten. Den Studierenden sollen verteilte Projekte wie z.B. Planspiele, interdisziplinäre "Design Thinking" Workshops oder Hackathons ermöglicht werden. Die Studierenden und Lehrenden werden zukünftig vom Umgang mit neuesten Technologien profitieren und erweitern ihre Skill-Sets auch mit Hilfe der interkulturellen Begegnungen. Als Erstes werden vorhandene Technologien, Lernräume und aktuelle Entwicklungen gesichtet. Auf dieser Basis soll ein Konzept für die Ausstattung und Nutzung von Smartrooms erstellt werden, um Virtual Mobility zu ermöglichen und somit ortsungebundene Vorlesungen abzuhalten und die DHBW Standorte untereinander und international mit Partnerhochschulen zu vernetzen. Nach der Implementierung des Konzepts an den Standorten werden Pilot-Events geplant, umgesetzt und mit Evaluationen begleitet. Das finale Konzept soll am Ende des Projekts an weiteren Standorten und Partnerhochschulen leicht umzusetzen sein.
Auf einen Blick
Ausführliche Beschreibung
All the DHBWorld is one
Bekanntlich ist die hybride Lehre die schwierigste, wie wir während Covid gelernt haben. Trotzdem haben wir den Weg gewagt und in 3 Schritte aufgeteilt:
Phase 1 (Konzept und Bestandsaufnahme) begann mit einer systematischen Erhebung des Status quo an DHBW-Standorten. Parallel dazu wurden umfangreiche Studierenden- und Lehrenden-Befragungen durchgeführt. Diese empirische Grundlage war entscheidend, denn sie verhinderte, dass Infrastrukturentscheidungen allein auf technischen Annahmen beruhten, sondern auf den dringlichsten Bedarfen: Ergonomie, Zuverlässigkeit und Akustik. Die Lehrenden-Umfrage identifizierte drei Adoptionspersonas (Early Adopters, Moderate Users, Reluctant Adopters) die eine einheitliche Schulungsstrategie ausschließ. [1&2]
Phase 2 (Infrastruktur und Pilotierung) setzte das in Phase 1 entwickelte Smartroom-Konzept um. Grundlage ist das EEMP-Framework: Remote-Teilnehmende brauchen Eyes (Kamera mit Weitwinkelblick in den Raum), Ears (Raummikrofon), Mouth (sichtbares Gesicht und hörbare Stimme) und Presence (einen definierten sozialen Ort, realisiert durch ein dediziertes zweites Display). AV-Makros für „Frontal Lecture" und „Group Work" entsprechen den Ansprüchen von Ergonomie und Akustik. Die Makro-basierte Umschaltung reduziert den Eingangs-Aufwand auf einen Knopfdruck. Das finale Design Framework ist zwar elegant und bezahlbar, hat aber währende des Projektes für überraschend viele Feedback-loops gesorgt. [3]
Phase 3 (Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit) läuft parallel zu den anderen Phasen und sichert die Übertragbarkeit der Ergebnisse. Die Publikationsstrategie, zwei IEEE-Beiträge, ein EDEN-Abstract sowie die laufende Dokumentation im STiL-Transferkiosk sind integraler Bestandteil des Wissenstransfers und wurden seit Beginn von unseren Educational Support Center auch in anderen Projekten und Enscheidungen beachtet.
Zukünftige Perspektiven über den Projekthorizont hinaus
Skalierung innerhalb der DHBW: Das entwickelte Smartroom-Konzept ist als generischer Blueprint angelegt. Zwei Ausstattungsvarianten positionieren sich weit unterhalb kommerzieller Telepräsenz-Lösungen und machen das Konzept wirtschaftlich realistisch und sind Voraussetzung für die Umsetzung.
Angesichts steigender Reisekosten und wachsender Internationalisierungsbedarfe bietet das Smartroom-Konzept eine strukturelle Antwort auf die Frage, wie internationale Zusammenarbeit, z.B. mit COIL-Angeboten, ohne vollständige physische Mobilität gelingen kann. Mehr Studienrende bekommen dadurch Zugang zu internationalen Angeboten. Partnerschaften im Rahmen von der EU Allianz sind in Planung. Studierende erhalten in funktionierenden hybriden Räumen die Möglichkeit Standort übergreifend and Angeboten teilzunehmen. Zukünftig kann man auch Hochschul-übergreifende Angebote auf diese Weise umsetzten. Krankheiten schließen einen nicht mehr von Vorlesungen aus und die Einbindung von Online und Onsite Studierenden bieten die gleiche Qualität und Mitarbeit in der Veranstaltung.
Forschungsperspektive: Die entwickelten Erhebungsinstrumente und das EEMP-Evaluationsframework eignen sich für Längsschnittstudien und komparative Analysen über Hochschultypen hinweg. Die Datenerhebung bis 2026 legt die Grundlage für eine quantitative Validierung der Persona-Modelle. Darüber hinaus öffnet sich ein Forschungsfeld zu KI-gestützten Lernanalytiken und adaptiven Lehrformaten, die im virtuellen/hybriden Raum evtl. zukünftig mehr Möglichkeiten bieten könnten.
Hochschulpolitische Dimension: Die Befunde zu Governance-Barrieren, wie fehlende Genehmigungen für hybride Formate und mangelnde Anreizsysteme für Lehrende, weisen auf eine politische Handlungsebene hin. Das Projekt liefert Evidenz für Reformvorschläge, wie analoge Lehrdeputate für hybride Formate oder institutionelle Förderprogramme.
Learnings auf Projektebene
Empirische Fundierung vor technologischer Lösung. Die Entscheidung, vor jeder Investition umfangreiche Befragungen durchzuführen, war aufwendig, aber strategisch richtig. Die Ergebnisse korrigierten erwartete Priorisierungen mehrfach: Studierende wollen keine VR-Brillen, sondern funktionierende Steckdosen und akustisch ruhige Räume. [1]
Prozessschulung schlägt Produktschulung. Das wirkungsvollste Element der pädagogischen Begleitung war nicht die Einweisung in Systemfunktionen, sondern die Einzelschritte bei Problemen.
"Simplicity is Complexity Resolved" - Constantin Brâncuşi. Die Reduktion auf zwei Lernmodi und die Makro-basierte Automatisierung und das EEMP-Framework entstanden nicht über Nacht. Erstaunlich viele Iterationen, immer mit dem Anspruch auf Ergonomie, Menschlichkeit und Einfachheit führten zu diesem Durchbruch.
Koordination braucht explizite Strukturen. Die vier Standorte bringen unterschiedliche Ausstattungen, Kompetenzen und institutionelle Kulturen mit. Weitgehende Zieleinigeit im Team ist eine gute Basis, aber unterschiedliche Interpretationen des Weges erfordern aktives Erwartungsmanagement.
Kontakt

All the DHBWorld is one: Initiative zur Entwicklung und Evaluation nachhaltiger hybrider Lehr- und Lernräume an der DHBW
Das Projekt ist eine standortübergreifende Initiative der DHBW zur Entwicklung, Erprobung und Evaluation hybrider Lehr-/Lernräume. Ziel ist es, räumlich verteilte Studierende und Lehrende gleichwertig in synchronen Lehrsettings zusammenzuführen und nachhaltige hybride Lehrformate zu etablieren. Im Mittelpunkt steht ein praxisnahes Hybridraumkonzept, das technische Infrastruktur, didaktische Nutzungsszenarien und organisatorische Rahmenbedingungen integriert. Aufbauend auf Pilotinstallationen an mehreren Standorten wurden technische Setups systematisch getestet, iterativ optimiert und in einer technologieoffenen, ökonomisch effizienten Shoppingliste dokumentiert. Didaktische Erfahrungen, Schulungskonzepte und Supportstrukturen für Lehrende und IT-Personal wurden entwickelt und evaluiert. Das gewonnene Wissen soll leicht und finanzierbar auf andere Hochschulen übertragbar sein für zukunftssichere, ergonomische und kostenbewusste hybride Infrastruktur einer Universität der Zukunft.
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All the DHBWorld is one: Initiative zur Entwicklung und Evaluation nachhaltiger hybrider Lehr- und Lernräume an der DHBW
Das Projekt ist eine standortübergreifende Initiative der DHBW zur Entwicklung, Erprobung und Evaluation hybrider Lehr-/Lernräume. Ziel ist es, räumlich verteilte Studierende und Lehrende gleichwertig in synchronen Lehrsettings zusammenzuführen und nachhaltige hybride Lehrformate zu etablieren. Im Mittelpunkt steht ein praxisnahes Hybridraumkonzept, das technische Infrastruktur, didaktische Nutzungsszenarien und organisatorische Rahmenbedingungen integriert. Aufbauend auf Pilotinstallationen an mehreren Standorten wurden technische Setups systematisch getestet, iterativ optimiert und in einer technologieoffenen, ökonomisch effizienten Shoppingliste dokumentiert. Didaktische Erfahrungen, Schulungskonzepte und Supportstrukturen für Lehrende und IT-Personal wurden entwickelt und evaluiert. Das gewonnene Wissen soll leicht und finanzierbar auf andere Hochschulen übertragbar sein für zukunftssichere, ergonomische und kostenbewusste hybride Infrastruktur einer Universität der Zukunft.
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Appropriating Hybrid Teaching: Faculty Challenges in a Multi-Campus German University System
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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Enhancing Student-Centered Learning Environments: A Data-Driven Approach to Hybrid Lecture Room Classification and Resource Allocation
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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Eyes, Ears, Mouth, and Presence: Designing a Human-Centered Hybrid Classroom for Natural Interaction
Hybrid classrooms that feel genuinely human remain difficult to achieve despite sustained post-pandemic investment. Most current solutions still privilege content delivery over social presence, with remote participants positioned as observers rather than participants in a shared learning space. This paper presents the design philosophy and interim evaluation of the All the DHBWorld is One project, a multi campus initiative across four DHBW sites. It is organized around a simple but operational principle: remote participants require Eyes (visual access to the room), Ears (reliable audio), a Mouth (the ability to speak and be seen), and a Presence (a defined location within the room’s social geometry). A central assumption of the design is that these elements must not be fragmented across devices and interfaces. When visual, auditory, and expressive channels are separated, interaction becomes effortful and unnatural. The new design therefore brings these elements together into a single coherent representation of the remote participant within the room. Findings from two pilot sessions suggest that technical predictability, especially automated AV switching, is a precondition for teacher adoption. More importantly, the display-as-body concept appears to shift how remote participants are perceived, promoting them from peripheral viewers to socially situated actors. The paper concludes by outlining design principles for scalable, low cost hybrid classroom implementations.
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Appropriating Hybrid Teaching: Faculty Challenges in a Multi-Campus German University System
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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Eyes, Ears, Mouth, and Presence: Designing a Human-Centered Hybrid Classroom for Natural Interaction
Hybrid classrooms that feel genuinely human remain difficult to achieve despite sustained post-pandemic investment. Most current solutions still privilege content delivery over social presence, with remote participants positioned as observers rather than participants in a shared learning space. This paper presents the design philosophy and interim evaluation of the All the DHBWorld is One project, a multi campus initiative across four DHBW sites. It is organized around a simple but operational principle: remote participants require Eyes (visual access to the room), Ears (reliable audio), a Mouth (the ability to speak and be seen), and a Presence (a defined location within the room’s social geometry). A central assumption of the design is that these elements must not be fragmented across devices and interfaces. When visual, auditory, and expressive channels are separated, interaction becomes effortful and unnatural. The new design therefore brings these elements together into a single coherent representation of the remote participant within the room. Findings from two pilot sessions suggest that technical predictability, especially automated AV switching, is a precondition for teacher adoption. More importantly, the display-as-body concept appears to shift how remote participants are perceived, promoting them from peripheral viewers to socially situated actors. The paper concludes by outlining design principles for scalable, low cost hybrid classroom implementations.
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