
Sokratisch-personzentrierte Dialoge in Mathematik
Die Lehrinnovation will sokratisch-personzentrierte Gespräche als neues Gesprächsformat in den Übungsbetrieb der mathematischen Anfängervorlesungen an der Uni Lübeck (ca. 400 HörerInnen unterschiedlichster Studiengänge im MINT-Bereich, davon ca. 30 im Mathe-Studiengang) integrieren.Im Rahmen dieser Gespräche sollen Studierende durch freie Diskussion und gemeinsames Überlegen an der Lösung mathematischer Probleme im unmittelbaren Kontext der Vorlesung arbeiten. Die Gesprächsleitung, und darin besteht die didaktische Pointe dieses Ansatzes, agiert sokratisch (Nelson, Heckmann, Wagenschein), indem sie konsequent bei gleichzeitiger fachinhaltlicher Zurückhaltung das gegenseitige, umfassende (fachsprachliche) Verstehen aller Teilnehmenden fokussiert, personzentriert, indem Methoden und Haltungen der personzentrierten Beratungspsychologie nach Rogers und Gendlin den kommunikativen Rahmen und die Haltung der Gesprächsleitung bilden. Erste Erfahrungen und das studentische Feedback aus Gruppen unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung der Studiengänge zeigen, dass dieses Gesprächsformat ein tieferes Verstehen unterstützt und wichtige psychologische und logische Aspekte mathematischer Denkprozesse erfahrbar macht.Die große Herausforderung des Projekts besteht darin, dieses für Kleingruppen (6 8 TN) selbstverständlich gut funktionierende Gesprächsformat, auf die Gesamtveranstaltung mit den notwendigerweise viel größeren Gruppen (ca. 25 TN) zu übertragen.
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Die Transformationen digitaler Öffentlichkeiten und Infrastrukturen fordern medienwissenschaftliche Studiengänge heraus. War bislang primär Praxiskompetenz in Schnitt, Kamera- oder Redaktionsarbeit gefragt, so stellen sich heute breitere Anforderungen. Diese spiegeln sich in neuen Berufsbildern, die Kompetenzen in data literacy sowie der Visualisierung, Verarbeitung oder Programmierung von Daten verlangen. Die Reformbedürftigkeit betrifft aber nicht nur eine Erneuerung praktischer Skills, sondern auch die Verzahnung von Theorie und Praxis. Um die soziokulturelle Bedeutung digitaler Medien zu verstehen, benötigen Studierende sowohl geisteswissenschaftliche Kompetenzen als auch ein grundlegendes medienpraktisches Wissen, das digitale Methoden und basale technische Fähigkeiten umfasst. Das Projekt entwickelt entsprechend ein neues Transferverständnis zwischen Forschung, Lehre und Praxis, das neue Berufsbilder und Technologien genauso integriert wie geisteswissenschaftliche Medienforschung. Erforderlich ist eine Weiterentwicklung der Medienpraxis zur Medienforschungspraxis. Dazu werden mit der Plattform Medienpraxiswissen Module und Lernziele neu definiert, offene Lehrmaterialien entwickelt und experimentelle, hybride Seminarformen ausprobiert und evaluiert. Mit einer Gastprofessur, innovativen Seminarformen und Lehrmaterialien sollen Theorie und Praxis in den medienwissenschaftlichen Studiengängen der Ruhr-Universität Bochum verzahnt werden.
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Promoting Pre-Service Teachers’ Evidence-Informed Reasoning Through Peer-Feedback: Effects of a Feedback Provision Scaffold and a Feedback Integration Scaffold
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