
Flexible DaZ-Professionalisierung im Lehramt
Dynamische gesellschaftliche Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an Lehrkräftebildung und Schulen: Lehrachitekturen müssen agil auf diversifizierte Studienbiografien und neue Zielgruppen reagieren können. Schulen sind mit zunehmenden Anforderungen an die Sprachbildung konfrontiert. Dies gilt insbesondere für die mehrsprachige Metropole Ruhr mit ihren überdurchschnittlich vielen Schulen in herausfordernder sozialer Lage. Diesen strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen begegnen die drei Partner*innen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit dem vorliegenden Verbundvorhaben. Dafür werden im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) (1) das obligatorische DaZ-Modul studiumsbegleitend, individuell profilierend und flexibler gestaltet, (2) eine Spezialisierung auf neu zugewanderte Schüler*innen ermöglicht und (3) Theorie-Praxis-Bezüge konzeptionell innoviert und strukturell flexibilisiert. Im gut ausgebauten Bereich DaZ der UA Ruhr ergänzen sich die Forschungs- und Lehrgebiete hervorragend. Gelenkt wird der Verbund durch die zentralen Stakeholder der drei Universitäten. Ein externer Expert*innenrat berät an Gelenkstellen des Projekts. Die Bedingungen für das Gelingen des Vorhabens sind in der 2007 gegründeten UA Ruhr ausgezeichnet: Sie ist mit aktuell ca. 20.000 Lehramtsstudierenden bundesweit der bedeutendste lehrkräftebildende Bildungsraum, und bietet ihren Studierenden am Ruhrcampus3 ein gemeinsames Lehrveranstaltungsangebot.
Auf einen Blick
Ausführliche Beschreibung
Das Projekt „DaZFlexPro“ umfasst drei Handlungsfelder, die im stetigen Austausch standortübergreifend transferiert und implementiert werden. Jeder Standort verantwortet maßgeblich ein Handlungsfeld.
An der Universität Duisburg-Essen werden für das Handlungsfeld 1 thematische, teildigitalisierte Lernstationen auf Grundlage bestehender Inhalte des „DaZ-Moduls“ entwickelt und für Fächergruppen und Schulformen ausdifferenziert und ergänzt. Im Rahmen von Pflicht- und Wahlpflichtstationen können Studierende – eng begleitet durch Dozierende der Universitäten – den sog. Flexi-Track erproben. So werden eine agile Ausgestaltung und flexible Studierbarkeit der DaZ-Professionalisierung für angehende Lehrkräfte erarbeitet, an die Standorte in Bochum und Dortmund transferiert und nachhaltig in die DaZ-Professionalisierung an der UA Ruhr implementiert.
Konkret geht es um drei Aspekte: (1) Durch individuell wählbare, zielgruppenspezifische Teil-Module sollen Studierende in (teil-)digitalen Lernstationen die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes inhaltliches Profil aus Kern- und Vertiefungsthemen zu wählen und die Inhalte so besser mit ihren übrigen Studieninhalten, Interessen und Praxiserfahrungen verknüpfen zu können. (2) Durch die Flexibilisierung sollen neben Studierenden im Lehramt auch neue Zielgruppen angesprochen werden, die insbesondere nicht dem „idealtypischen“ Studienverlauf im Lehramt entsprechen, beispielsweise Quereinsteigende. Die Inhalte sollen zudem nicht nur flexibler im Lehramtsstudium, sondern auch für Fort- und Weiterbildungen sowie Zertifikate genutzt werden können. (3) Durch die Kooperation der drei Universitäten in der UA Ruhr können die fachliche Expertise und Strukturen ideal genutzt werden, um das Angebot standortübergreifend nutzbar zu machen und nachhaltig zu erweitern.
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Digitale Kulturwerkbank Thüringen
Die Abteilung Digitales Kultur- und Sammlungsmanagement (DKSM) an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) betreut weit über 100 Projekte zur Objektdigitalisierung im Kultursektor. Eine zentrale Herausforderung, die sich durch den wachsenden Bedarf an Digital-Know-how weiter verschärft, ist der Mangel an Kompetenzen in den Bereichen Handling, Erschließung, Objektfotografie und Datenanreicherung an den kooperierenden Institutionen. Ziel des Vorhabens ist der nachhaltige Aufbau eines Praktikumsprogramms zur Objektdigitalisierung vom ersten Objekthandling bis zur Ausspielung in ein öffentlich zugängliches Portal. Wir versprechen uns davon eine stärkere Berufsorientierung für Tätigkeiten an bewahrenden Kulturinstitutionen sowie eine Professionalisierung der Kulturgutdigitalisierung inner- und außerhalb Thüringens. Kernzielgruppe sind Studierende der Kultur- und Geisteswissenschaften, das Programm ist aber offen gestaltet und berücksichtigt mit einem Schwerpunkt auf Datenbanken, Vokabularen und Linked Open Data auch daten- und technologieaffine Studienfächer. Die Ausbildung erfolgt durch Mitarbeitende in der Abteilung DKSM mit langjähriger Erfahrung und umfangreicher Expertise sowie anhand der Bestände Jenaer Universitätssammlungen. Damit lässt sich das gesamte Spektrum von Flachware wie Grafik über kulturhistorische Objekte wie Gemälde und Skulpturen bis hin zu naturwissenschaftlichen Objekten wie Herbarbögen, Präparaten oder Forschungsinstrumenten abbilden.
Projekt anzeigen
Coffee + Dialogue Diskussionsplattform mit internationalen Designexpert:innen
COFFEE+DIALOGUE ist eine hybride Austauschplattform, in der verschiedene Expert:innen aus der Designforschung und -praxis eingeladen werden, um Themen im Rahmen der Forschungsfrage "Backtracking Modern Times. Sind die Ideen der Moderne ausreichend, um Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen?" zu diskutieren. Schwerpunktmäßige Themen sind u.a. kultureller Austausch, Dialog, Offenheit, Relevanz, Ästhetik und Nachhaltigkeit. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Maßnahme anzeigen
Simulationsbasiert beraten erproben und reflektieren: Drei Einsatzszenarien von virtual gaming simulations (VGS) zum Lerncoaching im schulischen Kontext
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen